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CNA-Meldung vom 15. Januar 2002:
Kommentar:Der Schweinemensch
Was In Schottland und in den Vereinigten Staaten ist zwei Bio-Tech-Unternehmen wieder einmal ein "Durchbruch" gelungen: Sie hatten das Erbgut von Ferkeln gentechnisch so verändert, dass deren Organe auf den Menschen übertragbar sind. Es gelang den Gentechnikern, bei den geklonten Tieren bestimmte Antigene auszuschalten, die vom menschlichen Körper abgestoßen werden. Damit wird es nun tatsächlich möglich, Schweineherzen, Schweinenieren und andere Organe der Vierbeiner auf den Menschen zu transplantieren. Die Bundesärztekammer soll bereits fieberhaft an Richtlinien für diese "Xenotransplantation" arbeiten. Der Virologe Ralf Tönjes vom Bundesamt für Sera und Impfstoffe versicherte dem Spiegel: "Die Xenotransplantation ist eine ernstzunehmende Therapiemöglichkeit für die vielen tausend Menschen, die auf ein Spenderorgan warten." Ob das wirklich gut geht, ist freilich noch umstritten. Wie das Magazin ebenfalls berichtet, beurteilt der Direktor des Berliner Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth, die Entwicklung skeptisch: "Wir wissen nicht, wie sich Viren des Schweins im Körper des Menschen verhalten", so Kurth. Dass neuartige Infektionskrankheiten entstehen, sei nicht völlig auszuschließen. Nötig sei deshalb eine "breite gesellschaftliche Debatte, ob die Risiken der Xenotransplantation in Kauf genommen werden können". Geht es wirklich bloß um die medizinisch-technische "Risiken"?
Schweine sind hochintelligente Tiere und - im Gegensatz zu manchem Menschen - besonders sensibel. Wer ihnen friedlich begegnet, den begrüßen sie zutraulich schnüffelnd und heiter grunzend wie Haustiere. Doch wir behandeln sie nicht wie Hunde und Katzen als Lebensgefährten, sondern als Lebensmittel, deren einziger Lebenszweck darin besteht, für uns gemästet und geschlachtet zu werden - zum Teil unter so erbärmlichen Umständen, dass nicht wenige der Opfer unter dem Schock der menschlichen Behandlung an Herzversagen sterben. Nun wollen wir die Schweine nicht mehr bloß schlachten, um sie zu verspeisen, sondern ausschlachten, um uns ihre Organe übertragen zu lassen. Kein Herz für Schweine, aber ein Schweineherz für den herzlosen Menschen. Das Schimpfwort "Du Schwein!" macht nun endlich Sinn: Es verliert seinen beleidigenden Charakter und wird zur nüchternen Feststellung, zumal der so Angesprochene nicht nur ein Schweineherz, sondern vielleicht auch eine Schweineleber oder eine Schweineniere in sich trägt.
Dass der Tiermensch, der durch solche Transplantationen entsteht, der Schöpfungsordnung nicht entspricht, ergibt sich nicht zuletzt aus der Immunreaktion des menschlichen Organismus, der genmanipulierte Tierorgane abstößt, wie übrigens auch menschliche Fremdorgane. Doch die natürliche Ordnung nimmt der Mensch längst nicht mehr ernst. Leistet sie ihm Widerstand, wird die natürliche Schranke hinwegmanipuliert. Selbstverständlich mit einem "hochwertigen Ziel" - der "Therapie kranker Menschen", wie es stets heißt. Abgesehen von den bereits erwähnten Risiken dieser "Therapie" stellt sich die Frage, ob von "Therapie" überhaupt noch die Rede sein kann, wenn eine Mischung aus Mensch und Tier entsteht. Hier werden nicht nur Materiepartikel zusammengefügt; in jedem lebenden Organ schwingen die Energien, die Seelenanteile des Gesamtorganismus. Bei der Transplantation von Mensch zu Mensch hat sich dies vielfach dadurch erwiesen, dass der Organempfänger plötzlich die Gewohnheiten des Organspenders annahm. Es kam zum Teil zu massiven Persönlichkeitsveränderungen. Mancher spürte plötzlich: "Zwei Seelen hab' ich ach in meiner Brust ...". Der Lebens- und Läuterungsweg eines Menschen kann erheblich gestört werden, wenn die Seismographen Seele und Gewissen gestört werden. Was für die Organtransplantation unter Menschen gilt, gilt erst recht für die Organübertragung von Tieren auf Menschen.
Wer das alles ignoriert, missachtet die Würde des Menschen. Sie besteht darin, dass er in freier Selbstbestimmung sein Leben führen und sich mit Hilfe seines Gewissens an ethischen Maßstäben orientieren kann. Das setzt voraus, dass man Herr im eigenen Haus ist und sich nicht fremde Energiefelder zwischen Körper, Seele und Geist schieben. Wem es nur um ein möglichst langes körperliches Leben geht, der mag das Vehikel seiner Seele durch Transplantate von Geweben und Organen auf Biegen und Brechen in Betrieb halten. Nur muss er sich bewusst sein, dass er sich damit sowohl gegen seine innere Lebensuhr als auch gegen sein göttliches Selbst wendet. Er lebt nicht mehr, um sich in der ihm von Gott geschenkten Lebenszeit sich von dem seelischen Ballast zu läutern, den er sich in diesem oder früheren Leben aufgeladen hat. Er vegetiert im Takt seiner Transplantate als Mixtur eigener und fremder Seelenprogramme - ein apokalyptisches Wesen aus der "schönen neuen Welt" einer monströsen Medizin.
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