Gabriele-Briefe, Universelles Leben
Gabriele-Briefe


 

Ausgabe Nr. 4

Juli 2003

Gottes Wort, das Gesetz
der Liebe und Einheit,
und die Rechtlosen
dieser Erde

 

 

 

Inhalt:

A U S Z Ü G E:

Gottes Wort, das Gesetz der Liebe und Einheit,
und die Rechtlosen dieser Erde

 

Liebe Freunde, das Prophetische Wort ist das Wort Gottes an die Menschen, gesprochen aus der Liebe und All-Einheit, damit die Menschen wieder den Weg erkennen und finden, der zur Liebe und All-Einheit Gottes führt. Im allmächtigen Geist der Liebe und All-Einheit zu denken und zu leben, ist das schönste Geschenk Gottes an uns Menschen.
 

Die Christus-Gottes-Kraft im Menschen –
der Tatfunke

 

Durch Sein Wort der Wahrheit erhält die Menschheit auch detailliert Kenntnis von der wahren Lehre des Jesus von Nazareth, die durch eine in äußeren Kulthandlungen erstarrte Religion, eine dem Fallgedanken zugehörige Kirchenlehre, in Vergessenheit geraten ist. So gibt uns das Wort des Heils auch Aufschluß über die Bedeutung der Erlösertat des Christus Gottes; denn es sollte den Menschen bewußt werden, daß Jesus, der Christus, in alle Seelen, auch in die Seele jedes Menschen, den Erlöserfunken einströmen ließ, der die Hilfe, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

Jede Seele und jeder Mensch ist Träger der großen Gottes- und Nächstenliebe, der Liebe und All-Einheit. Das unumstößliche All-Gesetz der Liebe und Einheit ist das Leben; es ist die geistige Trägersubstanz aller verdichteten Formen, zu der auch die Tiere und die Natur unserer Erde gehören. Die göttliche All-Einheit umfaßt sämtliche Mineralien, Pflanzen und Tiere. Sie alle sind ebenfalls, wie der Mensch, Träger des ewigen Lebens. Tiere, Pflanzen und Mineralien sind formgewordene göttliche Bewußtseinskräfte, die im reinen Sein in Evolutionszyklen den vollkommenen Reifegrad eines göttlichen Wesens erlangen. Dieser gesamte gesetzmäßige Entwicklungsverlauf vollzieht sich im All-Einheitsgesetz, Gott.

Die irdischen Lebensformen der Natur tragen nicht den Erlöserfunken; sie bedürfen nicht der Erlösung, weil sie dem Fallgedanken nicht angehören wie die Seelen in den Stätten der Reinigung und die Menschen dieser Erde. Mineralien, Pflanzen und Tiere haben ihre innere, ursprüngliche, geistige Substanz nicht belastet durch Gegensätzliches; sie sind nicht aus der All-Einheit herausgefallen wie die Fallwesen, deren Abfall von Gott aufgrund ihres freien Willens möglich wurde.

 

Die Erlöserkraft ist der Christus-Gottes-Funke, der sich bei dem »Vollbracht« des Jesus auf Golgatha in alle Seelen und Menschen einsenkte. Die Christus-Gottes-Kraft, aus der der Erlöserfunke kam, ist die All-Einheit, denn sie ist die allgegenwärtige göttliche Schöpferkraft, aus der die große Einheit aller Wesen und Schöpfungsformen hervorgeht. Die Christus-Gottes-Kraft im Menschen ist auch der Tatfunke, was besagt, daß der Glaube allein nicht genügt, sondern dem Glauben die wahre Tat im Geiste Gottes, im Geiste des Christus, entspringen soll. Am Ende der Bergpredigt sprach Jesus von der wahren Tat in und aus Seinem Geiste: »Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.«

Wir Menschen sollen also das tun, was uns Jesus, der Christus, gelehrt hat. Durch die Erfüllung Seiner Lehre entfacht der wahre Tatchrist den Erlöserfunken, der dann mehr und mehr zur inneren Flamme wird, die die Seele und den Menschen durchglüht. Wer Seine Lehre hört und sie auch tut, der geht den Weg der Wahrheit und wird so von innen, vom Christus Gottes, erleuchtet. Dadurch verfeinert der Wanderer auf dem Weg der Wahrheit seine Sinne, weil sein Denken, Reden und Tun lichter, also zunehmend gottgewollt wird. Aufgrund der wachsenden Erhellung seines Bewußtseins erkennt der durchlichtete Mensch den Willen Gottes in den unterschiedlichen Facetten seines Erdenlebens.

Menschen im Geiste der Wahrheit betrachten die Dinge und Geschehnisse, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung und in dieser Welt ereignen, mit den Augen des Allgesetzes, der Gottesliebe und All-Einheit. Durch den klaren Blick, den Weit- und Einblick, den der Erleuchtete durch die Nachfolge des Jesus, des Christus, erlangt, wird er zum wachen Betrachter, der analytisch zu denken vermag. Daraus entwickeln sich Herz und Verstand und werden zu einem Instrument des geistigen Bewußtseins.

Menschen mit Herz und Verstand sind nicht engstirnig; sie sind keine geistigen Schwärmer, sondern ernsthafte Geistrealisten, die die Dinge und Ereignisse mit Maß, Gerechtigkeit und Weisheit auf den Punkt bringen, der dem ewigen Allgesetz entspricht.

 

Die Pharisäer und Schriftgelehrten – und ihre Vasallen:
feige Duckmäuser und servile Untertanen

 

 

Die angeblichen »Geheimnisse Gottes« –
bis heute verheerende Folgen der Unwissenheit für viele Menschen

 

Warum sprechen die katholische und lutherische Kirche immer wieder von den »Geheimnissen Gottes« oder halten es gar mit dem »Credo quia absurdum«, was besagt: »Ich glaube, weil es absurd ist«?

Das allwaltende, ewige, unumstößliche Gesetz Gottes ist alles andere als absurd. Es ist Logik, Weisheit, Größe, in seiner Schlichtheit unübertrefflich und genial; es ist höchstes Bewußtsein, göttliche Intelligenz, Klarheit, die Wahrheit – es ist absolut. Und, wie der ewige Geist uns einmal im Prophetischen Wort zum Absoluten Gesetz sagte: »Absolut ist nun mal absolut. Darüber hinaus gibt es nichts mehr.«

Das Gesetz Gottes ist alles in allem. In jedem Aspekt des Gesetzes ist das Ganze offenbar, wirksam und lebendig, und das Absolute Gesetz als Ganzes ist wiederum mit jedem seiner Aspekte in Übereinstimmung. Alles ist, wie gesagt, klar und absolut stimmig, weil Gott ewig und unwandelbar derselbe ist: das ICH BIN.

Wird allerdings von Menschen der Wahrheit, die Gott ist, die Unwahrheit, die Lüge also, beigemischt, so kann dieses Konglomerat in sich nicht mehr schlüssig und stimmig sein. Man wird es mit Recht als absurd bezeichnen.

Werden zwei einander widersprechende Aussagen in ein und demselben Zusammenhang genannt, so kann nur eine von beiden wahr und richtig sein. Die scheinchristliche Kirchenlehre jedoch spricht dann von den »Geheimnissen Gottes«.

Gott, der Ewige, hat Geheimnisse nicht nötig, sondern jene, die sich zwar damit schmücken, Gott studiert zu haben, doch von Ihm weniger wissen, Ihn weniger kennen als so mancher einfache Mann des Volkes, der um ein gottbewußtes Leben und um den Frieden mit seinen Nächsten bemüht ist. Die angeblichen Geheimnisse Gottes sind eine Folge menschlicher Wesensfernheit, eine Gewissenlosigkeit jener, die anderes fühlen, denken und im Schilde führen, als sie reden und predigen, und deren Handlungen dem Fallgedanken entsprechen.

Die Geheimnisse Gottes sind kirchliche Aussagen, weil diese Institutionen die Gesamtschau des Lebens verloren haben.

Auf dem Konzil zu Konstantinopel wurde im Jahr 553 durch Mehrheitsbeschluß verurteilt, was der frühchristliche Lehrer Origines lehrte: Daß die Seelen der Menschen vor ihrer leiblichen Geburt als Geistwesen existierten und daß das Fallgeschehen sie in die Körperlichkeit führte. Gleichzeitig wurde der Glaube verurteilt, daß eines Tages alle Seelen und Menschen zu Gott zurückkehren würden. An seine Stelle setzte das Konzil die Lehre von der ewigen Verdammnis.

Menschen also haben auf jenem Konzil die Lehre des Jesus von Nazareth verworfen: die Botschaft von einem liebenden Vater-Gott, der niemanden verdammt, geschweige denn ewig, sondern alle Seelen und Menschen zurückführt - mit Hilfe der Erlöserkraft des Christus Gottes, die wirksam wird durch die Befolgung Seiner Lehre. Verworfen wurde das Wissen um die Vorexistenz der Seele, eine der Grundlagen der Lehre von der Reinkarnation, die auch Jesus von Nazareth lehrte, wie aus mehreren frühchristlichen Schriften hervorgeht. Es ist die Lehre, die in engem Zusammenhang steht mit dem Gesetz von Saat und Ernte. Die Wiederverkörperungslehre läßt uns Menschen verstehen, warum die Menschen im Abendland so geworden sind, wie sie sich heute darstellen. Menschen, die die Botschaft Gottes nicht begreifen konnten oder nicht begreifen wollten – weil ihre Interessen nicht darauf gerichtet waren, Gottes Willen zu erfüllen –, haben die Lehren aus dem Reich Gottes entstellt und verändert. Die großen Weisheiten der Überbringer der Botschaft aus den Himmeln wurden von Selbstbeweihräucherern in das enge Rohr der Unbegreiflichkeit gezwängt.

Die Gottesbotschaft wurde im Laufe der Jahrhunderte immer mehr und mehr vermenschlicht und letztlich den Wünschen und Ambitionen der veräußerlichten Religionsführer angepaßt. Diese haben das Gottesbild und die Gesetze Gottes, auch das Reinkarnationsgesetz, »Was du heute säst, wirst du morgen oder in einer weiteren Inkarnation ernten«, so gestutzt und zugerichtet, wie es eben die Religionsführer wollten. Weil die verwässerte Lehre der Amtskirchen immer unstimmiger, in sich widersprüchlicher wurde, legten die kirchlich »Würdigen« das Mäntelchen »Gottes Geheimnisse« darüber.

Hätten sich im Jahr 553 beim Konzil in Konstantinopel nur einige weniger der geistig Bewußtlosen anders entschieden, so wäre das »Geheimnis« gelüftet, und im Abendland wüßten die Menschen von der Existenz der menschlichen Seele vor ihrer körperlichen Einverleibung und damit über die Grundlagen der Lehre von der Reinkarnation Bescheid.

Dieser unselige Beschluß raubte vielen Menschen das Wissen um den Sinn und Zweck ihres Erdenlebens. Sie kannten die Zusammenhänge ihres Schicksals nicht mehr, wußten nicht, daß die Bedingungen für die Eingeburt der Seele in andere Welten, also in das Jenseits, von dem Verhalten des Menschen in seinem Erdenleben abhängen, je nachdem, was der Mensch gedacht, gesprochen und getan hat, und sie wußten nicht, daß die Wiederkunft der Seele als Mensch dazu genutzt werden sollte, um wiedergutzumachen, was der Mensch in Vorinkarnationen verursacht hat.

Machen wir uns bewußt: Der Mensch hat sich damals – im Jahr 553 – angemaßt, zu bestimmen, was wahr und was richtig ist, und so hält er es auch heute. Fragt ein Kirchgänger nach dem Woher und Wohin, so legt der Verunstalter der Wahrheit, der Priester, das Geheimnis Gottes darüber mit der Begründung: »Gott läßt sich nicht in Seine Geheimnisse schauen.«

Die verheerenden Auswirkungen jener Fehlentscheidung sind in ihren Dimensionen kaum noch zu überblicken.

Machen wir uns bewußt: Die fatale Folge dieser Unwissenheit ist, daß viele meinen, ihr egoistisches Denken und Leben, das Abwerten und Beherrschen ihrer Mitmenschen, das Quälen, Ausbeuten und Morden von Menschen und Mitgeschöpfen, der rücksichtslose Kampf gegen das Leben anderer, das Sein- und Habenwollen in seinen vielfältigen Varianten und, und, und, und ... brächte ihnen ungestraft nur Vorteil und Profit ein.

 

Gott straft niemals. Der Mensch straft sich selbst, denn er hat die Wirkungen, die er dann – in diesem Erdenleben oder in den Seelenreichen oder in künftigen Inkarnationen – an sich selbst erfahren muß, selbst geschaffen: Wer immer wieder Gleiches und Ähnliches gegen das Gesetz der Freiheit, gegen die ewige Liebe tut, wer sich also mit immer gleichen Gedanken und Worten gegen das Gesetz Gottes verhält, treibt auf einen Punkt zu, wo dann für ihn die Katastrophe einsetzt: Leid, Krankheit oder Not.

Doch das ist noch nicht alles; das Unheil, das der geistigen Unwissenheit entspringt, ist noch viel weitreichender: Da nämlich der Mensch die kausalen Zusammenhänge von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung, nicht kennt, kann auch die schmerz- und leidvolle Erfahrung ihm nicht oder kaum Lehrmeister sein, denn ihm fehlt das grundlegende geistige Wissen, die Basis für die Selbsterkenntnis. Statt seine eigenen Fehler, seine Schuld und Mitschuld zu ergründen, weist er die Schuld meist allein dem Nächsten zu, klagt diesen an, verurteilt und richtet ihn und vergrößert so das Maß seiner eigenen Belastung, statt von dieser einiges zu tilgen.

Wir kennen den Weg der Bewährung, welcher der Weg der Selbsterkenntnis, der Bereinigung und des Nicht-mehr-Tuns ist. Es gibt auch den Weg der Abtragung: Tilgen von Schuld durch Erleiden dessen, was der Mensch zuvor anderen zugefügt hat. Doch ohne Erkenntnis des eigenen Fehlverhaltens, der eigenen Schuld, ist keine Auflösung dieses negativen Energiepotentials möglich. Wie soll aber der Mensch sich in den erfahrenen Widrigkeiten erkennen, wenn er doch nicht weiß, daß er nach dem Gesetz von Saat und Ernte selbst der Urheber ist?

Folglich sind letztlich alle Schmerzen und Leiden umsonst erlitten, ist alle Not, alles Elend umsonst durchlitten, wenn sie nicht zu Einsicht und Umkehr führen. Und es wurde und wird viel gelitten in dieser Welt und in den Seelenreichen!

Wir erkennen, welch schlimme und tiefgreifende Konsequenzen die Entscheidung 553 in Konstantinopel bis heute für viele, viele Menschen, auch für die Moral und Ethik im privaten wie im öffentlichen Leben, hat! Die Erlöserkraft des Christus Gottes kann nur in relativ geringem Ausmaß wirksam werden, weil ja z.B. »der Glaube allein genügt«; damit wird überdies jedwedes geistige Wissen, jedwede Gotteserfahrung, alles innere, religiöse Leben für überflüssig und für null und nichtig erklärt. Seit Konstantinopel ist »christlich« letztlich nicht mehr christlich, sondern das »Christentum« ist ein Werkzeug, ein Instrument in den Händen des Gegenspielers Gottes, des Widersachers, der Finsternis.

Weil dies so ist, sandte Gott, der Ewige, auch nach dem Erdengang des Jesus von Nazareth viele Boten als Künder der Wahrheit. Und heute, da der Niedergang der gottlosen und gottfernen Welt nicht mehr aufzuhalten ist, spricht Er erneut und mit Macht Sein Wort der Wahrheit in diese blind gehaltene Menschheit und in diese verworrene und verlogene Zeit hinein, um mit dem Licht der Wahrheit in vielen unwissenden Menschen das Licht der Erkenntnis zu entzünden.

Kehren wir zurück zu der Frage: Warum sprechen die katholische und die lutherische Kirche immer wieder von den »Geheimnissen Gottes«? Die Antwort lautet: Weil sie nicht als die erkannt werden wollen, die sie in Wahrheit sind: Vasallen der antigöttlichen Kräfte, der Verderb für die Menschheit, ebenso für Natur und Tiere – der Antichrist.

 

Das gegensätzliche Energiefeld der Indoktrination,
das »Kirchen-Christentum«.
Der »gerechte Krieg« und »rechtes« Töten

 

 

Priesterkaste, Staat und Landwirte folgen dem Fallgedanken,
alles zu töten und töten zu lassen, was nicht in ihr Konzept paßt

 

Man kann wahrlich zu der Erkenntnis kommen, daß von der Priesterkaste jegliches Unheil ausgeht. Sie hat es in der Hand, die Staatsgewalt entweder zu drosseln oder ihr freien Lauf zu lassen – je nachdem, ob es der kirchlichen Institution zum Wohle gereicht oder nicht. Sie hat es so weit gebracht, daß sie den Staat nach Belieben beeinflussen kann. Auf diese Weise nahm die Priesterkaste den Staat ins Schlepptau und wirkt dementsprechend auf die Untertanen, auf die Kirchengläubigen, ein.

Zum Beispiel gebietet das kirchliche Un-Heil, die Tiere als seelenlose Geschöpfe zu betrachten, als Rechtlose, dem brutalen Kirchenglauben unterworfen, der besagt, sie zu töten oder lange Zeit im Tierghetto zu halten, bis sie schlachtreif sind, damit sie dann von den Kadavergehorsamen, den Kirchengläubigen, verzehrt werden.

Das hierarchische Denken, das von der Priesterkaste ausgeht, beinhaltet zu allerletzt immer den Tod als allerletzte Station, als Endpunkt. Daraus ist deutlich ersichtlich, was dahintersteht: der Fallgedanke, der zum Ziel hat, jegliche Lebensform aufzulösen und die umgewandelte Energie – denn keine Energie geht verloren – zu einer neuen Vorschöpfungsenergie zu machen. Das Modell, alles, was der Ewige geschaffen hat, aufzulösen, ist hierarchisch stufenweise gegliedert und führt immer zum Töten.

Der Fallgedanke, der dämonische Fallwille, ist der Un-Geist, der zu allen Zeiten in den Einfluß-, Macht- und Herrschaftsbereichen der jeweiligen Pharisäer und Schriftgelehrten wehte. Jesus von Nazareth richtete überaus deutliche, klare und eindeutige Worte an die Priesterschaft Seiner Zeit, was wahrhaftig noch, offenbar »ungeschminkt«, in den heutigen Bibeln bei Matthäus im 23. Kapitel nachzulesen ist. Unter anderem sprach Jesus:

»Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, daß ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll! Ihr Nattern, ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?«

So liefern uns die Institutionen Kirchen über ihre Heilige Schrift, die Bibel – »das wahre Wort Gottes«, die Bücher, »die sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren«, die »Gott zum Urheber haben«, so jedenfalls ihr Katechismus –, selbst den Beweis, daß die Kirchen und ihre Funktionäre alles töten oder töten lassen, was nicht in ihr Konzept paßt.

Übrigens töten sie heutzutage die Propheten nicht mehr. Einen ganz kleinen Einblick in das, was in unserer Zeit und Welt einem Propheten widerfährt, erhalten Sie, liebe Freunde, z.B. auf den letzten 20 Seiten des Gabriele-Briefes Nr. 3. Detaillierter können Sie sich, so Sie möchten, informieren in dem Buch Der Steinadler, herausgegeben vom Verlag Das Weiße Pferd.

 

In Seinen Lehren beweist der Herr immer wieder, daß die Kirche der Fallgedanke ist, wenn sie behauptet, der Glaube allein genüge. Schon als Jesus von Nazareth sprach Er: Wer Meine Worte hört und sie tut, ist ein kluger Mann ...

Ebenfalls ist bei Matthäus überliefert, daß Er sagte:

»Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.«

 

Wie schon angedeutet, ist die oberste Fallinstanz des Fallgerichts die Priesterkaste, die den Staat eingesaugt hat. Die zweite Fallinstanz ist die Bauernlobby, die die Klein- und Großbauern im Schlepptau hat. Viele Landwirte sind kirchentreue Anhänger, die nach kirchlicher Sitte gierige Absorptionsexperten, Saugglocken, sind, die nur an ihre Vorteile denken und alles nur für sich ansaugen, was ihnen zum Wohle gereicht. Sie sind die Haupträdelsführer, wenn es darum geht, Tiere in Wald und Feld abzuknallen, die ihrem Absorptionsgeiz, »alles nur für mich, und für mich das Beste und das Meiste«, schaden könnten.

Viele Menschen, die zum Teil arglosen Verbraucher, sind der Ansicht, Landwirte seien aktive Naturschützer, die für Flora und Fauna, für Wald, Feld und Tiere eintreten. Bei näherer Betrachtung wird man eines anderen belehrt. Sie sind vielfach die Killer der Natur und der Tiere. Ohne die geringsten Gewissensbisse tötet der Bauer durch das Ausbringen von Mist und Gülle und verderbenbringenden Chemikalien jährlich Millionen Klein- und Kleinstlebewesen. Auf ihre Körperchen fällt das Gift, das traditionelle mörderische Unheil, nieder. Welche Qualen unzählige Tiere erdulden müssen, bis sie sterben, ist dem Gewissenlosen und Habgierigen einerlei. Es wird getötet, für einen »guten und satten« Preis.

Auch vor Bäumen und Sträuchern, die am Rand ihrer Felder stehen und eventuell einen geringen Schatten auf diese werfen, machen die Herren keinen Halt. Ob Bäume und Büsche im Saft stehen oder nicht – sie fallen dem Bauerngeiz zum Opfer: Die kurzen Schatten könnten den Ertrag eines Feldes schmälern.

Der Bauer ist meist ein Kirchenanhänger. Die kirchlichen Obrigkeiten, die sich an kirchlichen Feiertagen mit Zierat und Kopfschmuck vom Volk anbeten lassen – wobei Gott nur eine sekundäre Rolle spielt –, sind das schlechteste Vorbild für ihre Anbeter. Für ihre Kultfeiertage lassen sie ebenfalls Bäume, Sträucher und Blumen köpfen.

Eine weitere Spezies von Landwirten sind die Tierghetto-Wärter. Tiere werden in Tierghettos gehalten und mit einem profitbewußt ausgeklügelten, nicht artgerechten Mastfutter aufgezüchtet, immer mit dem Gedanken: Das Tier ist eine Ware, die gut verkauft werden soll, zum Wohle des Tierkannibalismus. Dem Fleischkonsumenten werden dann die Tierleichenteile einer Kreatur angeboten, die unter der Knute des Tierwärters ein schreckliches Dasein fristen mußte, die von Geburt an schon den Tod im Nacken trug – für den Tierkannibalen, der dann das Fleisch des geknechteten und gemästeten Tieres verzehrt.

Die Grausamkeiten scheinen endlos zu sein, denn den Tiermüttern im Tierghetto, die ebenfalls zum Tode verurteilt sind, werden vom Tierghetto-Wärter die Tierkinder weggenommen, um die Milch und alle daraus hergestellten Produkte den Verbrauchern anzubieten. Das Tierkind trägt, wie die Mutter, den Stempel: Tod – für den Verbraucher, der die Leichenteile und Milchprodukte, die mit unsagbarem Leid angereichert sind, genüßlich verzehrt.

 

Eine weitere Instanz in der todbringenden Hierarchie ist die Jägerlobby mit ihren ausgebildeten Tötungsschützen, den Jägern, die sich Naturschützer nennen.

Alle, die Kriege befürworten, auch die Kriege in Wäldern und auf Feldern, sind Befürworter des Todes. Sie haben den Segen der kirchlichen Institutionen. Alle und alles, was für das Töten ist, wurden und werden von den Kirchen gesegnet, somit auch die Jäger für ihr blutiges Waidmannsheil. Sie sind in die kirchliche Todesspule mit aufgenommen. Erschallt der waidmännische Schlachtruf, das Jagdhorn, leiten die Jäger den Krieg gegen die Tiere in den Wäldern und auf den Feldern ein.

Jeder Jäger, den man eine Tötungsmaschine nennen würde, wäre empört über eine solche Bezeichnung. Seine Argumente, daß Tiere getötet werden müssen, um der Überpopulation entgegenzuwirken, kommen aus der kriegerischen Retorte, aus der alle kirchlichen Gefolgsleute ihre entsprechenden Antworten und Anweisungen holen.

Es ist eine sonderbare Argumentation, wenn es heißt, es ginge darum, daß der »Naturschützer« der Tierwelt Grenzen setzen muß bezüglich der Anzahl der Tiere, die nach menschlichem Ermessen in einem vom Menschen vorgegebenen Lebensraum leben dürfen. Wer bestimmt den Lebensraum der Tiere und die Anzahl der Tiere, die in diesem vorgegebenen Raum zu leben haben? Natürlich der Jäger, dem die Priesterkaste Vorbild sein dürfte – nicht nur, weil selbst Pastoren, Pfarrer und höhere kirchliche Würdenträger dem Jagdvergnügen frönen, sondern auch hinsichtlich dessen, wie Kirchenfunktionäre im Mittelalter jene Menschen gehalten haben, die nicht ihren Maßstäben entsprachen.

Außerdem hat die Priesterkaste seit dem Mittelalter in das Bewußtsein der von ihr beeinflußten Menschen eingepflanzt, Tiere hätten keine unsterbliche Seele, nur einen Instinkt – wobei selten einer weiß, was genau ein Instinkt ist. Im Lexikon ist die wissenschaftliche Definition von »Instinkt« zu lesen. Ob diese der Wahrheit entspricht, läßt sich schwer beweisen, nachdem sich die Wissenschaft mehr als oft getäuscht hat. Das ist dem kirchlichen Anhängsel einerlei – es ist nun mal so, wie es die Priesterkaste verkündet und vorgibt. Damit wird jede Gewissensfrage abgetan.

 

Trotz dieses hierarchischen Fallverhaltens vieler hoffe ich, daß nicht alle in das kriegerische Jagdhorn blasen in dem Glauben, daß ein Verteidigungskrieg gegen Menschen und Krieg gegen Tiere, gegen die Natur, ja gegen die ganze Mutter Erde erlaubt sei. Von der kirchlichen Fallinstanz sicherlich – doch nicht von Jesus, dem Christus, dem Friedefürsten, der die Liebe und die Nächstenliebe lehrte und auch die Tierliebe, denn die Tiere sind des Menschen kleine Geschwister.

 

Die harmonische Ordnung des Ewigen in Seiner Schöpfung –
sofern der Mensch nicht eingreift

 

Krieg gegen die Tiere. Ist dieser Krieg ein Angriffs- oder Verteidigungskrieg? In welche Kategorie reiht die Priesterkaste diesen Krieg ein? Oder ist sie der Meinung, die von ihnen zu seelenlosen Geschöpfen herabgewürdigten Tiere könnten = dürften ohne weiteres getötet werden? Auch gilt offenbar als weitere Rechtfertigung für den Mord an den Tieren die Tatsache, daß diese keine Höschen tragen, denn im evangelischen Katechismus steht (Evangelischer Erwachsenenkatechismus, 5. Aufl., 1989): »Am Tier erscheint uns doch gerade die Profanität, die tabufreie Ungehemmtheit gegenüber Zeugung, Geburt und Tod als das Unmenschlichste und Wesensfremdeste. Mit dem Schamgefühl und mit den Bestattungsriten beginnt doch überhaupt erst die Geschichte des Menschen. Kein Tier verhüllt seine Genitalien, keines verehrt und begräbt seine Toten.«

Trotz allem, was die Kirche den Tieren andichtet, haben diese eine feinere Lebensart als so mancher Mensch. Sie zeugen nur zwei-, höchstens dreimal im Jahr. Ihr Geschlechtsleben beinhaltet nicht den Geschlechtstrieb, der die Menschen zu sexuellen Ausschreitungen treibt, die Exzesse sind. Auch gehören die Tiere nicht zur »Gattung« der Pädophilen.

 

Machen wir uns bewußt, daß jeden Tag von den Menschen den Tieren sehr viel Land genommen wird. Sie werden immer mehr zurückgedrängt, so daß ihr Lebensraum immer kleiner wird, ihr Naturghetto immer enger. Jeden Tag kämpft der Mensch gegen die Mutter Erde, die die Heimat der Tiere und Pflanzen ist und nicht zuletzt auch die Heimat der Menschen.

Wie verhält sich der Mensch in bezug auf die Mutter Erde? Er, der Anhänger des Fallgedankens, der todbringende Geselle in, auf und über der Erde, führt Krieg gegen Gottes Geschöpfe, die mit der Mutter Erde in der Einheit leben. Mit kriegerischem und selbstsüchtigem Elan, mit Jagddruck und Gewehr treibt er die Tiere des Waldes und der Felder aus ihren angestammten heimatlichen Lebensräumen in ein Naturghetto. Ist er der Meinung, daß in diesem Naturghetto zu viele Tiere leben, knallt er sie nieder, um der »Überpopulation« zu begegnen.

Der Jäger fühlt sich als der »Gott« des Waldes. Er bestimmt die Anzahl der Tiere in Wald und Feld. Er, der im Tierghetto wütet und aus dessen Nase der Geruch des Todes strömt, ist zur hinterhältigen Todesmaschine geworden.

Tiere, die um vieles intelligenter sind als so mancher Mensch, riechen diesen todgeschwängerten Atem und fliehen. Aus dem Lauf des Gewehrs kommt dann die Kugel, die das Tier zum Aas macht, von dem der Jäger so manches Stück verzehrt und daher vom Geruch des Todes durchdrungen ist.

 

Krieg gegen Menschen, Krieg gegen die Tierwelt, Krieg gegen die Pflanzenwelt, Krieg gegen die ganze Mutter Erde – das ist der Fallgedanke, alles auszulöschen, was formgewordenes Leben ist. Menschen verteidigen sich, die Tiere verteidigen sich nicht. Sie haben keine todbringenden Waffen; sie sind immer die Unterlegenen. Damit rechnet der feige Jäger, der aus dem Hinterhalt hinterhältig die Geschöpfe Gottes abknallt.

Viele Tiere greifen nicht einmal an, sie ergreifen die Flucht. Ihre Angst und ihre Not wird nicht beachtet. Sie werden von den Jägern eingekesselt, um sie zu erjagen. Im Kessel werden sie dann von den Helden der Jagd zur Strecke gebracht. Anschließend hält die Kirche zur Ehre der Jagd eine Hubertusmesse ab und segnet die treuen hierarchischen Denker, deren Bewußtsein nicht größer ist als der Gewehrlauf, durch den sie wehrlosen Geschöpfen grausame Schmerzen, Leiden und den Tod bringen.

 

Wie nennt die Kirche diesen Krieg? Eventuell Verteidigungskrieg? Oder ist es der Krieg mit Profiterwartung, denn das tote Tier, sein Leichnam, bringt jenen Gewinn, die es verkaufen.

Makaberes Schauspiel: der Segen der Kirche für die Zerstörung der Schöpfung Gottes.

Gott, der Schöpfer des Lebens, ist die Einheit und das Maß in allen Dingen. In der Natur- und Tierwelt ist die Einheit, die Ausgewogenheit, Gottes allumfassende Ordnung. Sie reguliert die Fruchtbarkeit in der Tierwelt und die Frucht in der Pflanzenwelt. Die Elemente und die Jahreszeiten könnten dem Menschen Aufschluß geben über die Ordnung des Ewigen.

Die vier Elementarkräfte wirken für die Mutter Erde. Weil Gott in allem das Leben ist, ist Er auch mit der Mutter Erde und allen Lebensformen. Über die Elementarkräfte – Sonne, Licht und Wärme; Wasser und Regen; das Erdreich mit dem Bodenleben; die Luft und der Wind – bewirkt der mächtige Geist, daß im Frühling alles zu blühen beginnt, im Sommer die Reife der Früchte einsetzt und im Spätsommer die Ernte ist. Im Herbst geht das Leben der Natur allmählich zur Ruhe, um im Frühling – dann, wenn sich der Erdteil wieder dem Element Sonne, also Feuer, zuwendet – neu zu erblühen. Der Winter ist die Ruhezeit und gleichzeitig die Vorbereitung für das neue Leben im Frühling. Es ist eine harmonische Abfolge des Geschehens in der Natur, ein Kreislauf des Lebens, in dem zugleich Wachstum und Evolution angelegt sind.

In diesem Rahmen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – kümmert Sich der große Geist auch um die Tierwelt. Im Spätsommer sehen wir schon, daß das Kleid der Tiere stärker wird, das Haarkleid wächst und wird dichter. Gott, das ewige Leben, rüstet die Tiere auch anderweitig für die kältere Jahreszeit aus. Viele Tiere sammeln die Früchte des Sommers, um den Winter zu überdauern. Sie fühlen, daß für sie nun die Ruhezeit einsetzt. In verschiedenen Tierarten regt sich im Herbst das Leben. Der Zeugungsakt im Herbst bringt im Frühjahr das Leben hervor, junge Tiere, also Tierkinder. Wenn der Mensch die Felder nicht bis auf das letzte Korn aberntet und den Tieren genügend Lebensraum läßt, haben sie das ganze Jahr über entsprechende Nahrung. Dafür sorgt Gott.

Im Frühling setzt wieder die Ordnung Gottes ein, z.B. fällt ganz allmählich das dichte Fellkleid aus, ein Sommerkleid entsteht. Denken wir an die Tiere der Luft, an die Tiere in den Gewässern, auf und in der Erde, in den Wäldern – überall ist die Ordnung Gottes, vorausgesetzt, der Mensch greift nicht ein.

 

Oft heißt es: »Die Natur regelt es schon!« Das ist richtig. Die Kräfte des Lebens in der Natur unserer Erde sind an den großen kosmischen Pulsschlag des Seins angeschlossen, der alles erhält, belebt und harmonisch miteinander wachsen und reifen läßt. Es sind die Kräfte des ewigen Schöpfergeistes, die alle Lebensformen hervorbringen und die große Einheit mit dem Leben erfüllen, das Seiner Ordnung, Seinem Willen, Seiner Weisheit, Seiner Harmonie entspricht. Sollte dem allmächtigen und allgegenwärtigen All-Geist, Gott, nur eines nicht gelingen oder eines unmöglich sein – die Regulierung der Population der Tiere?

Vergessen wir nicht: Gott gab die Mutter Erde nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren, den Pflanzen; alles, was die Erde trägt, soll miteinander in Einheit und Frieden leben. Das ist Gottes Gesetz. Der Mensch jedoch treibt die Tiere nicht nur in die Enge und tötet sie – er stellt sich sogar über Gott, indem er glaubt, das Gleichgewicht in der Natur herstellen, also die Regulierung der Tierbestände vornehmen zu müssen.

Anmaßend und überheblich ist der Mensch, der sich nicht scheut, in Gottes fein ausgewogene Schöpfung einzugreifen, und der sich gar dreist als Schöpfer aufspielt. Es ist ein frevelhaftes Spiel mit der Energie des Lebens, die einzig aus Gott kommt, ein Eingriff in Seine harmonische Ordnung, die der Mensch niemals erdenken und schaffen könnte.

Der Mensch, der Wüterich auf Gottes Erde, ist verantwortlich für die unhaltbaren Zustände auf unserem Planeten, die derzeit eskalieren und dem katastrophalen globalen Kipp-Punkt zusteuern.

Die Ursache für diese unheilvolle Entwicklung liegt im Fallgedanken, im »ich will – für mich!«, im Egoismus, in der Abkehr des Menschen von der Einheit, in der Rücksichtslosigkeit, der das »Gegen-den-Nächsten« und »Gegen-den-Übernächsten« entspringt.

Das Gesetz Gottes ist gebende Liebe, die absolut konstruktive Kraft. Leben ist also Geben. Geben macht frei. Geben führt in den inneren Reichtum, in die Fülle; denn wer von Herzen gibt, wird auch empfangen.

Der Mensch ist leider – getreu dem Fallgedanken – auf Nehmen eingestellt. Nehmen, das Haben-Wollen des Menschen allein für sich selbst, ist destruktiv und hat letztlich Verarmung zur Folge.

Die »moderne« Landwirtschaft läßt der Tierwelt kaum ein Korn übrig. Die Maschinen der Bauern sind mit Kehrmaschinen zu vergleichen. Ist Erntezeit, dann saugen diese jede Ähre, jedes Körnchen vom Feld auf. Den Tieren gönnt der Landwirt kaum etwas, ganz im Gegenteil. Nehmen sich Tiere vom Feld das, was auch ihnen zusteht – denn Gott sorgt für alle und für alles –, dann wird der Tiertöter, der Jäger, gerufen, der sie abzuknallen hat. Der Jäger erfüllt den Wunsch des Bauern, zum einen wegen des »Schadens«, den ein Tier – wie der Bauer glaubt – auf seinem Feld anrichtet, weil es sich das nimmt, was es braucht, um den Winter einigermaßen zu überleben; zum anderen, weil so mancher Jäger Lust am Töten hat. Außerdem ist ein geschossenes Tier sowohl für den Jäger ein Gewinn als auch für den Metzger, der es ihm abkauft. Das Judasgeld fließt in den »Jagdpfennig«, den der Jäger als Jagdpacht an den Verpächter zu zahlen hat, und der Metzger hat seinen Gewinn am hingemetzelten Tier, dessen Körper er zerlegt und dessen Fleisch er an den Verbraucher verkauft, der das gebratene, gesottene und gewürzte Fleisch mit Wohlbehagen verzehrt. Für ein unschuldiges Tier, das gejagt, gehetzt, ermordet und dessen Körper ausgenommen wird, die nicht eßbaren Teile weggeworfen, die eßbaren für den Verbraucher zersägt und angerichtet werden, die sich dann der Tierkannibale einverleibt, ist dies ein Weg unsäglichen Leidens.

Der Mensch stiehlt den Tieren täglich unvorstellbar viele Hektar Lebensraum. Gott hat für die ganze Erde gesorgt. Er ist die Waage in allem. Weil der Mensch den Tieren den Lebensraum nimmt, wird Gott nicht die Anzahl der Tiere reduzieren. Sie gehören zum Gleichmaß der Einheit, das immer ausgewogen ist. Verringert der Mensch den Lebensraum, so muß dort die gleiche Anzahl von Tieren notgedrungen in größerer Dichte leben. Dann heißt es: Überpopulation! Also greift der Mensch ein und tötet.

Kürzlich hörte man in dem Rundfunksender B5 aktuell: »Naturschützer sprechen vom Flächenfraß durch Gewerbegebietsausweisungen, Verkehrsprojekte und immer größere Wohnbebauung.« Und: »Jede Minute werden in Bayern 200 Quadratmeter Fläche überbaut.«

Hier beweisen Tierschützer den Landraub, durch den Tiere in Naturghettos gedrängt werden. Die Ausrede der Jäger ist dann: »Wir haben zu viele Tiere; der Überpopulation muß entgegengewirkt werden. Man muß zu bestimmten Zeiten die Hege vornehmen« – was nichts anderes heißt, als einem Teil der Tiere das Leben zu nehmen.

Der Mensch ist es, der in den Mastställen künstlich Tiere zeugt, damit der Verbraucher – wieder der Mensch – Fleisch, Fleisch, Fleisch hat. Der Mensch ist es, der Wälder abholzt, die Felder vergiftet und die Klein- und Kleinstlebewesen tötet. Der Mensch ist der Urheber jeglichen Übels, unter dem er irgendwann selbst zugrunde gehen wird. Der kriegerische Fallgeselle, der Mensch, ist es, der alles stört und zerstört, der unsagbares Leid über sich selbst, aber auch über die unschuldige Kreatur, die Tiere, bringt.

Der Mensch verleumdet und diskriminiert seine Mitmenschen. Der Mensch lügt. Der Mensch knechtet und übervorteilt seine Mitmenschen. Der Mensch quält und ermordet die Tiere. Der Mensch, der Tierkannibale, verzehrt seine kleinen Geschwister, die Tiere. Der Mensch greift in Wälder und Felder ein, holzt die Bäume im Lebenssaft ab und streut sein Gift auf die Felder, auf die Häupter der Klein- und Kleinstlebewesen. Im Krieg geht er gegen seine Brüder und Schwestern vor, verübt Brudermord und behauptet, er sei die Krone der Schöpfung.

Viele dieser Übeltäter, die glauben, die Krone der Schöpfung zu sein, nennen sich Christen. Die sogenannten Christen sind meist Kirchenchristen. Dadurch gehören sie dem Clan des Falles an, der darauf bedacht ist, alles zunichte zu machen, was Gottes Ordnung beinhaltet. Der egoistische Erfüllungsgehilfe der Betreiber des Falls, der Mensch, greift in alles ein, um Verderb und Untergang zu bringen. Seine Vorbilder sind die kirchlichen Institutionen, die seit nahezu 2000 Jahren ihr Unwesen treiben und immer wieder darauf bedacht sind, alles zu diskriminieren, Lügen zu verbreiten, alles auszuschalten und zu vernichten, was nicht ihrer Interessenssphäre angehört.

 

Die »christlichen« Kirchen haben nur Leid, Not und Tod
über Mensch, Natur und Tiere gebracht

 

 

»Tiere haben ansteckende Krankheiten –
wer hat sie angesteckt?«

 

Zum Feind der Tiere ist leider der Mensch geworden. Er hetzt und jagt sie und hält sie im Tierghetto und überträgt ihnen Krankheitskeime, wodurch sie erkranken.

Im Februar 1997 dachte wohl so mancher, er habe sich verhört, als Gott, der Schöpfer, als Ankläger für die leidende Tierwelt in Seiner Offenbarung sprach: »Viele von euch sagen, Tiere haben ansteckende Krankheiten. Wer hat sie angesteckt – Gott oder der Mensch? Diese Informationen nehmt ihr auf und erlebt die ansteckenden Krankheiten an eurem physischen Körper. Wer ist schuld? Gott? Oder ihr selbst?« (Der Allgeist, GOTT, spricht unmittelbar durch Seine Prophetin in unsere Zeit hinein. Er spricht nicht das Bibelwort, S. 88)

Heute, nach der BSE-Katastrophe, SARS und neuerdings angesichts der Geflügelpest weiß jeder, was gemeint war. Die Kommentatoren in den Medien sehen sich veranlaßt, die Ereignisse nicht durch verharmlosende Darstellungen abzuschwächen. Im Gegenteil. Zu deutlich ist das Menetekel, als daß es so einfach vom Tisch zu wischen wäre.

Wenn wir bedenken, was wir seit Jahrtausenden, Jahrhunderten und insbesondere in den letzten Jahrzehnten Tieren zumuten, dann ist es nicht verwunderlich, daß wir Menschen das zurückbekommen, was wir den Tieren angetan haben und auch heute antun.

In Tierghettos werden Hunderte und Tausende von Tieren gehalten, wo sie nur noch Massenware sind, wo Pheromone zur ständigen Befruchtung eingesetzt werden, um die erzeugte »Ware«, das Tier, an den Verbraucher zu bringen, der sich mit dem Fleisch der Geknechteten und Rechtlosen geradezu mästet. Die Exkremente, die in solchen Tierghettos anfallen, werden auf die Felder gebracht, samt den chemischen Stoffen, die darin enthalten sind, und weiteres Gift wie Pestizide, Fungizide und alle weiteren krankmachenden Chemikalien, die nicht nur von Menschen, sondern auch von den Tieren der Wälder und Felder aufgenommen werden. Was bleibt den Tieren anderes übrig, als das Gift zu schlucken? Sie leben nun mal von dem, was Felder und Wälder bieten. Dadurch erkranken sie immer mehr. Die krankmachenden Viren und Bakterien übertragen sie den Menschen, und das zu Recht, denn der Urheber all dessen, was Tiere zu tragen, zu erdulden und zu erleiden haben, ist der Mensch.

Die Bestie Mensch geht durch ihr eigenes bestialisches Verhalten zugrunde. In der Zeitschrift Das Friedensreich, Ausgabe Mai 2003, lesen wir folgendes:

 

»SARS – vom Tier auf den Menschen übergesprungen

 

Schon wieder hat ein Erreger die Artengrenze vom Tier zum Menschen mühelos übersprungen – und damit eine gefährliche Epidemie ausgelöst. An der heimtückischen Lungenentzündung SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) waren bis Redaktionsschluß bereits über 120 Menschen weltweit gestorben, über 3000 infiziert, auch mehrere in Deutschland – in dem Moment, in dem Sie dies lesen, werden es vermutlich noch mehr sein. Im Zeitalter der Globalisierung verbreiten sich Seuchen viel rascher als früher.

Als Erreger wurde ein sogenanntes Corona-Virus ausgemacht, das unter dem Elektronenmikroskop an die Sonnenkorona erinnert. Solche Viren lösen beim Menschen normalerweise nur harmlose Erkältungen aus. Katzen, Rinder, Hühner oder Schweine können daran jedoch auch tödlich erkranken. Offenbar ist in der chinesischen Provinz Guangdong wieder einmal ein solches Virus von einem Menschen übergesprungen und hat sich zuvor so verändert, daß es die menschliche Immunabwehr „austricksen“ kann. Vermutet wird ein Huhn als Überträger – die ersten Infizierten waren Vogelhändler und Köche. Denkbar ist auch, daß das Virus von einem wildlebenden Tier stammt, das – als „exotische Delikatesse“ – gejagt und verzehrt wurde.

Im ländlichen China leben Menschen und Haustiere besonders eng zusammen; Hygiene wird kaum eingehalten: Das Wasser ist verschmutzt, Kinder spielen neben Schweinen, Hühnern und Enten; Taschentücher sind unbekannt. Aber auch beengte Großstädte wie Hongkong, wo Menschen und zu Schlachtzwecken gehaltene Tiere auf engstem Raum zusammenleben, wurden bereits mehrfach zu Brutstätten neuer Seuchen. Immer wieder nahmen aus diesem Milieu gefährliche Grippe-Epidemien ihren Ausgang, die dann um die ganze Welt gingen.

 

Das Leid der Tiere

kommt auf den Menschen zurück

 

Geht es also nur um verbesserte Hygiene? Oder will uns die Krankheit noch etwas anderes sagen? Auch Aids und BSE sind vermutlich vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Wo der Mensch bis in den tiefsten Dschungel hinein Tiere jagt und verzehrt und wo er Tiere unter qualvollen Bedingungen hält, um sie zu schlachten und zu verzehren, dort schafft er immer ein günstiges Milieu für Krankheitserreger. Was der Mensch den Tieren antut, kommt in Form von Krankheiten früher oder später auf ihn zurück.

In Holland ist inzwischen auch die Geflügelpest auf den Menschen übergesprungen: Fünf Mitarbeiter des niederländischen Gesundheitsministeriums litten an Augeninfektionen. Zuvor hatte man in den Niederlanden Tausende von Hühnern wegen der Epidemie getötet. Ein solches Überspringen eines Erregers vom Tier auf den Menschen in Form einer tödlichen Epidemie ist aus der Sicht des Erregers eher ein „Irrtum“ oder eine Sackgasse. Denn es kann nicht das Ziel eines Erregers sein, das „Wirtstier“ möglichst rasch umzubringen – dann stirbt er nämlich mit.

Vielleicht sehen wir Menschen auch diesbezüglich in einen Spiegel: Sind wir nicht selbst zu tödlichen „Erregern“ für die Mutter Erde geworden, zu Horror-Mutationen, die Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensrecht bedrohen? Und stehen wir dadurch nicht in Gefahr, uns selbst mit zu vernichten? Der Mensch, der sich anmaßt, „Krone der Schöpfung“ zu sein, ist in Wirklichkeit ihr „Corona-Virus“ geworden (Corona-Virus kommt von lat. Corona, „Krone“!).«

 

Daß das Unheil fortschreitet, ist dem folgenden Artikel in der Zeitschrift Das Friedensreich (Juni-Ausgabe 2003) zu entnehmen:

 

»Geflügelpest. Der Mensch macht die Tiere krank –

und damit sich selbst

 

Die Seuche SARS brach noch in China aus – das ist weit weg .... Doch nun gibt es ganz in der Nähe einen zweiten Seuchenherd, der nur auf den ersten Blick für den Menschen vergleichsweise harmlos ist. Die Geflügelpest brach im März in Holland aus, gelangte von dort nach Belgien und Westdeutschland. „Rein vorsorglich“ wurden inzwischen fast 30 Millionen (!) Hühner und Puten getötet.

Aber es gibt auch schon Opfer unter den Menschen. In Holland starb ein 57jähriger Tierarzt, der die verseuchten Ställe besucht hatte. Zahlreiche Arbeiter, die an den Tötungsaktionen beteiligt waren, erkrankten an einer Bindehautentzündung des Auges. Auch wenn der Mensch normalerweise nicht an der Geflügelpest schwerer erkranken kann – die Experten sind dennoch besorgt: Wenn in einem Menschen ein Geflügelpest-Erreger auf einen „normalen“ Grippevirus trifft, könnte ein neuer „Super-Virus“ entstehen, der sowohl stark ansteckend als auch für den Menschen tödlich sein könnte. „Keiner der sechs Milliarden Menschen hätte gegen diesen neuen Erregertyp Abwehrkräfte“, sagt Klaus Stöhr von der Weltgesundheitsorganisation.

So etwas gab es bereits einmal: 1918 verbreitete sich die „Spanische Grippe“ in Windeseile – 20 bis 40 Millionen Menschen starben daran. Denkbar ist auch, daß ein solches „Super-Virus“ sich in einem Hausschwein bildet, denn sowohl Geflügel- als auch Menschen-Viren können sich dort tummeln – und möglicherweise vermischen. In einigen von der Geflügelpest befallenen Ställen fand man in Schweinen bereits Antikörper gegen die Geflügelkrankheit ...

Und wie entstand die Geflügelpest in Holland? Man vermutet, daß die Erreger von einer Wildenten-Kolonie auf einen Betrieb übersprang, in dem Tausende von Hühnern zwar im Freigehege, aber dennoch in qualvoller Enge vegetieren mußten.

Sind also die Wildtiere schuld? Das wäre ein typisch menschlicher Trugschluß. Es ist wie übrigens auch bei der Schweinepest: Die wild lebenden Tiere dienen nur als Überträger. „Gezüchtet“ und vermehrt werden die Erreger in den Ställen der Massentierhaltung, wo Tiere in unnatürlicher Weise und ohne das artgerechte Futter leben müssen. Das erhöht die Krankheitsanfälligkeit. Der Mensch macht die Tiere krank – und wundert sich dann, wenn die Krankheit auf ihn zurückfällt.

Ein Leserbriefschreiber formulierte es im Spiegel so: „Ich fürchte, mittelfristig wird die Alternative lauten, entweder ein Leben als Veganer zu führen und auch auf den Kanarienvogel verzichten oder immerwährend vor einer erneuten Pandemie zittern.“«

Noch ein Gedanke zu den Kausalzusammenhängen von Saat und Ernte, Ursache und Wirkung:

In unserem Staat gilt – soweit ich mich entsinne – der Grundsatz, daß Unkenntnis gegenüber den Gesetzen des Staates vor Strafe nicht schützt. Wer also gegen die bestehende irdische Gesetzgebung verstößt, hat die Folgen zu tragen. Es ist seine Schuld, selbst dann, wenn er um die sogenannten Strafgesetze nicht weiß.

Wie verhält es sich mit den Gottesgesetzen? Gott hat Sein ewiges Gesetz, es ist die Liebe, der Friede, die Einheit und die Freiheit; es ist das vollkommene, ewige Gesetz, das tief in der Seele jedes Menschen pulsiert. Jeder Mensch ist somit Träger des ewigen Lebens, Träger des ewigen, unumstößlichen Gesetzes. Verstößt der Mensch gegen sein göttliches Erbe, das Leben, das Gesetz der Liebe, Einheit und Freiheit, so bestraft er sich selbst.

 

Gott, unser ewiger Vater, und Christus, unser Erlöser, haben uns Menschen über unser wahres Sein nicht im Unklaren gelassen. Über Mose gab Gott uns Auszüge aus dem ewigen Gesetz, Seine Zehn Gebote. Von Jesus, dem Christus, empfingen wir konkrete Lehren, wie die Zehn Gebote Gottes im Erdenleben umzusetzen sind, und den Weg ins Vaterhaus, der in der Bergpredigt Jesu begründet ist. Wir haben also das Rüstzeug zum Leben in die Hand bekommen, um in das wahre Leben, in unser wahres Sein, zurückzufinden. Verwerfen wir das Rüstzeug, verstoßen wir gegen unser wahres, ewiges Leben, gegen das unumstößliche Gesetz der Liebe, des Friedens, der Einheit und Freiheit, dann werden wir das auch zu tragen haben.

Wir Menschen haben so manches Sprichwort, das uns auf das Gesetz von Saat und Ernte aufmerksam machen könnte, z.B.: »Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.« Oder: »Wer nicht hören will, muß fühlen.« Das ist, so lapidar gesprochen, nichts anderes als der Hinweis auf die Gesetzesfolge von Saat und Ernte, Ursache und Wirkung: So, wie du dich gegenüber deinem wahren Sein verhältst, so wird es dir auch ergehen – in dieser Welt oder als Seele in den jenseitigen Welten oder in einer anderen Menschwerdung.

 

Die Zeichen der Zeit sprechen eine deutliche Sprache. Überaus deutlich spricht auch der Gottesgeist durch Seine Prophetin in unsere Zeit hinein. Gott, der Allmächtige, richtete am 27. Februar 2001 unter anderem folgende Worte an die Menschheit:

»... Hört auf, eure Mitgeschöpfe, die eure Tiergeschwister sind, zu verzehren!

Hört auf, sie zu quälen durch Tierversuche und durch Freiheitsentzug, indem ihr sie in Ställen haltet, die tierunwürdig sind! Tiere lieben die Freiheit, ebenso wie ihr, die Menschen.

Hört auf, Kleinsttiere, das Bodenleben, zu töten durch künstliche Düngemittel, auch durch Exkremente und dergleichen!

Hört auf, Wälder abzuholzen, abzubrennen und den Tieren in Wald und Flur den Lebensraum zu nehmen. Gebt ihnen ihren Lebensraum, Wälder, Felder und Wiesen, zurück; anderenfalls wird euer Schicksal, das ihr euch selbst auferlegt habt, euer Haus und Hof und eure Ernährungsquellen wegnehmen durch weltweite Katastrophen, die ihr selbst geschaffen habt durch euer Verhalten gegen das Leben, gegen die Reiche der Natur, einschließlich der Tiere.

Sollten die Menschen Meine Worte abermals dem Wind übergeben, dann wird für sie der Sturm, das weltweite Schicksal, einsetzen und die Menschen zu Hunderttausenden hinwegraffen – zum einen durch weltweite Katastrophen, zum anderen durch Krankheiten, die ähnlich wie Seuchen über sie hereinbrechen und die sie durch ihre Abkehr von jeglicher geistigen Ethik und Moral den Tieren auferlegt haben ...

Mein Wort ist gesprochen. Die weltweite Apokalypse ist im Gange. Wer nicht hören will, wird in immer kürzeren Abständen seine geschaffenen Ursachen als Wirkungen fühlen. Ich habe die Erde mit ihren Pflanzen, Tieren und Mineralien zu Mir erhoben. Wer weiterhin an die Mutter Erde mit all ihren Lebensformen Hand anlegt, der wird die Wirkungen spüren. Hört auf, zu quälen, zu töten und zu morden!

Hört auf, ihr Menschen, mit eurem bestialischen Verhalten, das ausschließlich euch trifft und kein anderes Wesen; denn was ihr den Geringsten eurer Mitgeschöpfe antut, das tut ihr Mir an und euch selbst.

Es ist genug! Kehrt um, sonst setzt sich die Ernte fort, die eure Saat ist ...«

 

Schon vor etwa 20 Jahren erkannte Hubert Weinzirl, ehemaliger BUND-Vorsitzender, daß es mit der Jagd zu Ende geht, denn er sprach: »Jedes Ding hat seine Zeit. Die Zeit für die Jagd ist abgelaufen.«

Wie recht er damals schon hatte! Und nun ist nicht nur die Zeit für die Jagd abgelaufen, sondern die Zeit auch für den Menschen, der seine Gesinnung und sein Verhalten gegenüber den Tieren und den Naturreichen nicht ändert und z.B. weiterhin das Fleisch seiner Mitgeschöpfe verzehrt.

 

Mahnende Stimmen
durch die Jahrtausende

 

An mahnenden Stimmen hat es nie gefehlt. Deshalb im Folgenden eine Zusammenstellung von Aussagen bedeutender Männer und Frauen ihrer Zeit, beginnend mit dem großen alttestamentarischen Propheten Jesaja, durch den Gott z.B. sprach: »Und wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut. Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, laßt ab vom Bösen; lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten.«

Und: »Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als einer, der einen Menschen erschlüge; wer ein Schaf opfert, ist als der einem Hund den Hals bräche ... Solches erwählen sie in ihren Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Greueln.«

Von dem Propheten Hosea sind folgende Worte überliefert: »Ihr Opfer schlachten und Fleisch fressen ist mir ein Greuel, und der Herr hat kein Gefallen daran, sondern wird ihrer Missetaten gedenken und sie für ihre Missetaten heimsuchen.« Was hier als »Heimsuchung Gottes« bezeichnet wird, ist nichts anderes als das Gesetz von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung.

Dem griechischen Philosophen und Mathematiker Pythagoras, der im 6. Jahrhundert vor Christus lebte, war das Kausalgesetz ebenfalls geläufig. Er warnte: »Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.

Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?«

Laotse (ca. 3. – 4. Jahrhundert v.Chr.), chinesischer Philosoph, mahnte: »Seid gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren! Hetzt weder Menschen noch Tiere, noch fügt ihnen Leid zu.«

 

Mit Jesus, dem Christus, kam die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes auf diese Erde. Von Ihm sind viele Aussagen und Begebenheiten überliefert, die von Seiner Liebe zu allen Geschöpfen künden. In der Bibel ist freilich darüber nichts zu finden. Im Gegensatz dazu finden sich viele Beispiele für die Tierliebe Jesu im »Evangelium des Vollkommenen Lebens« und im »Evangelium Jesu«, das seit 1989 Bestandteil des großen Offenbarungswerkes Christi »Das ist Mein Wort«, ist:

»Jesus heilt ein Pferd

Es geschah, daß der Herr aus der Stadt zog und mit Seinen Jüngern über das Gebirge ging. Und da kamen sie an einen Berg mit sehr steilen Wegen. Dort begegneten sie einem Mann mit einem Lasttier.

Das Pferd aber war zusammengebrochen, denn es war überlastet. Der Mann schlug es, bis das Blut floß. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: „Du Sohn der Grausamkeit, warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, daß es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, daß es leidet?“

Der Mann aber erwiderte: „Was hast Du damit zu schaffen? Ich kann mein Tier schlagen, so viel es mir gefällt; denn es gehört mir, und ich kaufte es für eine schöne Summe Geldes. Frage die, die bei Dir sind, sie sind aus meiner Nachbarschaft und wissen es.“

Und einige von den Jüngern antworteten und sagten: „Ja, Herr, es ist so, wie er sagt, wir waren dabei, als er das Pferd kaufte.“ Und der Herr erwiderte: „Sehet ihr denn nicht, wie es blutet, und höret ihr nicht, wie es stöhnt und jammert?“ Sie aber antworteten und sagten: „Nein, Herr, wir hören nicht, daß es stöhnt und jammert!“

Und der Herr wurde traurig und sprach: „Wehe euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!“

Und Er schritt weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich, und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach Er: „Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, wenn auch du Erbarmen zu finden hoffest.“«

 

»Wehe den Jägern!

Als Jesus mit einigen Jüngern dahinging, begegnete Er einem Manne, der Hunde zur Jagd auf andere Tiere abrichtete; und Er sprach zu dem Manne: „Warum tust du das?“ Und der Mann entgegnete: „Weil ich davon lebe. Was für einen Nutzen haben diese Tiere denn? Diese Tiere sind schwach, die Hunde aber sind stark.“ Und Jesus sprach zu ihm: „Dir fehlt es an Weisheit und Liebe. Siehe, jedes Geschöpf, welches Gott erschaffen hat, hat seinen Sinn und Zweck. Und wer kann sagen, was Gutes in ihm ist und zu welchem Nutzen für dich oder die Menschheit?

Und für dein Auskommen: Siehe die Felder, wie sie wachsen und fruchtbar sind, und die fruchttragenden Bäume und die Kräuter! Was willst du noch mehr als das, was dir die ehrliche Arbeit deiner Hände gibt? Wehe den Starken, die ihre Stärke mißbrauchen! Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn sie sollen selbst gejagt werden.“

Und der Mann war sehr erstaunt und ließ davon ab, die Hunde zur Jagd abzurichten, und lehrte sie, Leben zu retten und nicht, es zu verderben. Und er nahm die Lehre Jesu an und wurde Sein Anhänger.«

 

Jesus sprach auch gegen das Fleischessen:

»Ich aber sage euch: Vergießet kein unschuldiges Blut, noch esset das Fleisch. Seid aufrichtig, liebet die Barmherzigkeit und tut recht, und eure Tage werden lange währen im Lande.«

Und Er sagte auch:

»Ich Bin gekommen, die Opfer und die Blutfeste abzuschaffen. Wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch und Blut der Tiere zu opfern und zu verzehren, so wird der Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen; ebenso wie er über eure Vorfahren in der Wüste gekommen ist, die dem Fleischgenusse frönten und von Fäulnis erfüllt und von Seuchen aufgezehrt wurden.«

 

Einer der Kirchenväter, Hieronymus (331-420 n.Chr.), wußte noch zu berichten:

»Der Genuß des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt. Aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft ... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so daß es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.«

 

Paulus war es, der in seinem Brief an die Römer schrieb: »Wir wissen, daß auch die ganze Schöpfung mitseufzt und mitleidet bis zu diesem Augenblick. Die Kreatur harrt ängstlich darauf, daß die Menschen sich als Söhne Gottes offenbaren. Denn auch die Kreatur soll einst frei werden von der Versklavung an den Kreislauf der Vergänglichkeit zur ursprünglichen Freiheit der Kinder Gottes.«

Johannes Chrysostomus (354-407 n.Chr.) schildert, wie eine Gruppe der damaligen Christen lebte:

»Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen; kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... – Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ..., hört man kein Getöse und wüsten Lärm. Sie genießen nur Brot, das sie durch ihre Arbeit gewinnen, und Wasser, das ihnen eine reine Quelle darbietet. Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei aus Früchten, und dabei empfinden sie höheren Genuß als an königlichen Tafeln.«

 

Die meisten Menschen leben in den Tag hinein. Sie gehen in eine Kirche, hören unter Umständen eine Predigt. Sie selbst jedoch gewinnen keine Klarheit über sich selbst. Deshalb stellen sie auch selten die Frage: Was ist der Mensch?

Im Universellen Leben lernen wir die Wahrheit als Ganzes zu sehen, das heißt: Woher komme ich, und wohin gehe ich? Gerade im Universellen Leben lernen wir auch, die unumstößlichen Gesetze Gottes zu verstehen und die Schöpfung, die darin verankert ist. In der Schöpfung Gottes erkennen wir den Willen Gottes, der unabänderlich und unumgänglich ist.

Wir sprechen von der Materie, von der Verdichtung, und viele fühlen sich ihr zugehörig, gleichsam als Kind der Materie. Aus der Physik wissen wir, daß alle Dinge letztlich nichts anderes als Schwingungen und Impulse eines unsichtbaren Energiefeldes sind und daß jeder Mensch Schwingung ist. Die scheinbare Festigkeit, die wir Materie nennen, beruht also auf nichts anderem als auf Schwingung.

Das göttliche Wesen ist feinstofflich, der Mensch ist grobstofflich. Solange wir uns dem Geist in uns nicht zuwenden und das absolute, unumstößliche Gesetz nicht anerkennen und erfüllen, existieren Mensch und Welt in einem kontinuierlichen Verdichtungsprozeß.

Die ewige Schöpfung beinhaltet auch die Naturgesetze. In dem mächtigen Naturgesetz ist jedes Gräslein, jede Blume, jeder Strauch, jedes Tier und ebenso jedes Mineral ein Bestandteil des Lebens. Die Mutter Erde mit allen Lebensformen ist im Schöpfer, im Gesetz der Natur. Die Schöpfung, einschließlich des Naturgesetzes, ist die Vollkommenheit Gottes, die unumstößlich ist.

Der Mensch glaubt, in die Naturgesetze eingreifen zu müssen. Wenn wir die Welt betrachten, die der Mensch so gemacht hat, wie sie heute ist, müssen wir erkennen und letzten Endes eingestehen, daß sich der Mensch selbst immer mehr schadet. Er leidet unter seiner eigenen zerstörerischen Selbstsucht. Der Mensch kann die Gesetze der Natur nicht verändern, sie sind unverrückbar. Seine Zuwiderhandlung ist sein Schicksal.

Sehr viele Vergehen des Menschen gegen das Naturgesetz beruhen auf der Mißachtung der Geschöpfe Gottes, der Tiere, von denen Charles Darwin (1809-1882) sagte: »Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.«

Das Jagen und Töten von Tieren ist ein besonders verwerfliches Fehlverhalten von Menschen gegenüber der Schöpfung Gottes und gegenüber den Naturgesetzen. Ein solches Tun steht im Widerspruch zu den lichten Kräften im Innersten der Seele des Menschen, die im Erdenleben zur Entfaltung kommen möchten. Der Mensch, der Tiere willentlich umbringt, handelt gegen sein wahres Sein und erniedrigt sich, begibt sich also seiner Menschenwürde.

Erasmus von Rotterdam (1465-1536), Humanist und Schriftsteller, charakterisierte mit scharfen Worten »die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören ... Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch, ein königliches Leben zu führen.«

Weitere Menschen mit Geist und Herz sprachen sich ebenfalls nicht nur gegen die Jagd aus, sondern kommentierten auch jene, die an wehrlosen Geschöpfen ihren Ungeist verüben. Theodor Heuss (1884-1963), erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland: »Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«

Von George Bernhard Shaw, dem irischen Dramatiker, der 1950 den Nobelpreis erhielt, stammt die Aussage: »Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.« Shaw stellte schlicht fest: »Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.«

Alexander von Humboldt (1769-1859), namhafter Naturforscher, sagte folgendes: »Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.«

Richard Wagner (1813-1883), deutscher Komponist, äußerte sich folgendermaßen: »War uns der Anblick des den Göttern geopferten Stieres ein Greuel geworden, so wird nun in sauberen, von Wasser durchspülten Schlachthäusern ein tägliches Blutbad der Beachtung aller derer entzogen, die beim Mittagsmahl sich die bis zur Unkenntlichkeit hergerichteten Leichenteile ermordeter Haustiere wohlschmecken lassen sollen. Es sollte uns fortan nur daran gelegen sein, der Religion des Mitleidens, den Bekennern des Nützlichkeitsdogmas zum Trotz, einen kräftigen Boden zu neuer Pflege bei uns gewinnen zu lassen. Was erwarten wir denn von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?«

Bertha von Suttner (1843-1914), Pazifistin, Friedensnobelpreis 1905: »Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen, wo niemand sich wird mit Leichen ernähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereit finden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müßten!»

»Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müßten, das sie verzehren.«

»Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, daß es schreit und zuckt – der hat wohl Nerven, aber Herz hat er nicht.«

 

Die Jäger stören die Qualen der angeschossenen oder verendenden Mitgeschöpfe offenbar nicht. Das läßt auf die Verfassung ihrer Nerven wie auf die ihres Herzens schließen ...

Dazu paßt ein Wort des französischen Schriftstellers und Philosophen François Voltaire (1694-1778):

»Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.«

Die bekannte deutsche Schriftstellerin Luise Rinser (*1911) analysiert:

»Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie.«

»Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsere Nahrung. Unsere Art von Kannibalismus.«

»Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat, daß nicht nur die Völker der Erde ein Volk sind, sondern daß Menschen, Pflanzen und Tiere zusammen „Reich Gottes“ sind und daß das Schicksal des einen Bereichs auch das Schicksal des anderen ist.«

Dies alles macht deutlich, auf welches Niveau sich der Mensch begibt, der Tieren schadet, Tiere tötet oder diesem Frevel durch Fleischgenuß oder durch sein Stillschweigen Vorschub leistet.

So sagte Joseph von Görres (1776-1848), ein Schriftsteller der Romantik, überaus zutreffend:

»Wer über das gewöhnliche Leben hinaus will, der scheut blutige Nahrung und wählt nicht den Tod zu seinem Speisemeister.«

Dem griechischen Arzt Empedokles, der im 3. Jahrhundert vor Christus lebte, werden die folgenden Worte zugeschrieben:

»Es ist die größte Befleckung, Leben zu entreißen und edle Glieder hineinzuschlingen.«

Carl Anders Skriver (1903-1983), Philosoph und Autor, spricht von der Ethik der Ernährung. Diese »zielt ab auf die Reinheit der Hände von Bluttat, die Reinheit unter der Haut und die Reinheit des Herzens. Aber von Reinheit des Herzens kann keine Rede sein bei einem unreinen Allesesser, der sich keine Gedanken und keine Gewissensbisse macht über die grauenhaften Verbrechen an der Tierwelt, die täglich in der christlichen Welt geschehen, nur für die Zwecke der menschlichen Ernährung.«

Wie wesentlich das Verhältnis zur Tierwelt für die Charakterbildung, für Klarsicht und kritisches Urteilsvermögen ist, geht aus folgenden Worten von Theodor Heuss hervor:

»Je früher unsere Jugend von sich aus jede Roheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, daß aus Spiel und Umgang nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Großen Recht und Unrecht ist.«
 

Der Fallgedanke – gigantisch in seinen Folgen.
Christus brachte die Wende

 

In diesem Gabriele-Brief war schon viel vom Fall, insbesondere vom Fallgedanken, die Rede. Da liegt die Frage nahe: Wie konnte es zum Fallgeschehen kommen?

Der Fallgedanke, der leider in seinen Folgen gigantisch war und noch ist, kann im Hinblick auf die Vielseitigkeit und Vielschichtigkeit hier nur allgemein und mit wenigen Worten erklärt werden. Der Fall wider Gott ging vom Zentrum des Reiches Gottes aus, vom Heiligtum. Daraus ergab sich die Trennung eines Teils der Schöpfung von Gott, von der göttlichen Einheit und Seiner Ordnung. Diese Abspaltung wird nicht ewig währen – Christus hat dieser unheilvollen Entwicklung ein Ende gesetzt durch Seine Erlösertat. Die Wende, die Rückführung alles Gefallenen, hat somit begonnen. Die Zeitenwende, in der sich Erde und Menschheit befinden, läßt mehr und mehr deutlich werden, wohin es geht: In die Zeit des Lichts, die Zeit des Geistes – in die Zeit des Christus.

In unserer Zeit ist bereits das Licht der Himmel auf die Erde gekommen im Wort der Wahrheit, dem Prophetischen Wort. So reicht Gott, der ewige Geist, jedem Menschen die Hand. Wer sie wahrlich ergreift, erschließt das Reich Gottes in seinem Inneren. Die Erde ist im Begriff, sich von allem Gottwidrigen zu reinigen. Nach diesen Prozessen wird sich das Friedensreich Jesu Christi über die ganze Erde ausbreiten. Christus, der Friedefürst, wird der Herrscher sein.

 

Der Fall ist mit dem Verstand oder gar mit dem Intellekt nicht zu erfassen.

Man fühlt letztlich nur mit dem Herzen das Geschehen und welche Auswirkungen diese Ursachen hatten und haben. Der analytische Denker mit Verstand und Herz wird rasch erkennen, welch entscheidende Bedeutung dem absoluten freien Willen zukommt, den Gott den ausgereiften Wesen der Himmel, den Geistwesen, gegeben hatte, über den nun auch das verschattete Wesen, der Mensch, verfügt. Diese Gegebenheit ist die Grundlage, um die Ausmaße des Falls einigermaßen verstehen zu können.

 

Der Fall begann durch ein göttliches Wesen, das sein wollte wie Gott: allstrahlendes, schöpferisches Licht. Das Begehren, der Anspruch, sein zu wollen wie Gott, setzt sich bis in die heutige Zeit fort: »ich will, wie ich will – nicht, wie Gott es will!«

Ein abwegiger Willenszug, wie Gott sein zu wollen, ein »Gedanke«, wie wir sagen, der sich gegen Gott, den Schöpfer aller reinen göttlichen Wesen und Lebensformen, richtete, löste also eine Entwicklung von gigantischer kosmischer Tragweite aus – den Fall, der zur Leidensquelle vieler Seelen und Menschen wurde.

Gott ist und bleibt alldurchstrahlendes, ewiges Licht, ewiges Gesetz der Liebe, der Einheit und der Freiheit. Der egoistische Gedanke, der Fallgedanke – »ich will, wie ich will!« – ist der Schatten. Bekanntlich kann im Schatten wenig oder gar nichts gedeihen; wir brauchen das Licht. Ohne Licht kein Wachstum und keine Reife. So ist es auch mit uns Menschen. Wer im Schatten bleibt, wer sich gegen den Willen Gottes stellt, wer Seine Gebote mißachtet, der schafft seinen eigenen Leidensquell, Krankheit, Leid, Not und Siechtum. Wer sich herausentwickelt, der erlebt das Licht, die Wärme, das Glück des Wachsens, Gedeihens und Reifens im Geiste Gottes.

 

Noch einmal: Gott ist allströmendes Gesetz, absolutes, allströmendes Licht der Liebe und Nächstenliebe, der Einheit, Freiheit und Weisheit. Die göttlichen Wesen, die aus Gottes Allgesetz hervorgingen und in diesem leben, sind Wesen der All-Liebe, der All-Nächstenliebe, der Einheit, Weisheit und Freiheit. Es sind göttliche Wesen, doch sie sind nicht Gott selbst.

Gott, der ewige All-Eine, ist der Schöpfer der göttlichen Wesen, die auch als Geistwesen bezeichnet werden. Gott ist der Schöpfer der reinen Planeten und Welten. Er ist der Schöpfer aller Tiere, Pflanzen und Mineralien im reinen Sein. Gott ist also Schöpfer aller reinen Formen und Schöpfer des vollkommenen Universums.

Ein göttliches Wesen, das durch den Gegensatzgedanken, wie Gott sein zu wollen, zum Fallwesen wurde, konnte mit seinen Fallgedanken, gleich seinem Fallwillen, in der Absolutheit, im reinen Sein, in der reinen Schöpfung, nicht mehr verweilen. Durch das Gegensätzliche, das dieses Wesen gegen Gottes Werk, Seine Schöpfung, aufbaute, glitt es immer mehr von der Ewigkeit ab und fiel. Im Verlauf seines Falles – die kirchliche Schöpfungsgeschichte berichtet von der »Vertreibung aus dem Paradies« – steckte das Fallwesen, das wir Satana nennen können, mit seiner Vorstellung, wie Gott sein zu wollen, einige weitere göttliche Wesen an, die sich dann, wie Satana, gegen Gott und Seine Schöpfung auflehnten. Sie und ihre Gleichgesinnten wurden dann vom Träger des göttlichen Willens, den wir Menschen Michael nennen, aus der Ewigkeit, dem »Paradies«, geleitet.

Der Ewige, dessen Gesetz die Liebe, Nächstenliebe, Einheit und Freiheit ist, gab den Fallwesen, Seinen Kindern, Teile geistiger Sonnen und Planeten mit auf ihren Weg. Diese Teilplaneten trugen, wie alle geistigen Planeten, Mineralien, Pflanzen und Tiere, weil diese zur Einheit, zum Leben gehören. Außerhalb des reinen Seins, des Reiches Gottes, dort, wo der mächtige Geist Seinen Schöpfungsgedanken noch nicht zur Vollendung gebracht hat, fanden die Teilplaneten ihren Platz. Sie wurden zu Wohnstätten der Fallwesen.

Durch ein Streben der Fallwesen, das bewußt und stetig gegen das Gesetz Gottes, die Liebe und Einheit, gerichtet war, baute sich in diesen Bereichen der Fallgedanke weiter auf und aus. Die Abkehr vom Reich Gottes, die Willensspirale, sein zu wollen wie Gott, führte zu einer fortschreitenden Verdichtung der Sonnen und Planeten. Den einzelnen Verdichtungsphasen gingen jeweils unvorstellbare Eruptionen voraus. Die Wissenschaft spricht vom »Urknall«, was letztlich nichts anderes ist als eine Neubildung für den Fall. Im Verlauf dieser Entwicklung verdichteten und verschatteten, gleichsam verdunkelten sich die Fallwesen ebenfalls immer mehr, sowohl im Charakter als auch in der Gestalt.

In unvorstellbaren, gigantischen Umwandlungsprozessen – der Mensch spricht von »Zeiten« – kristallisierte sich die Materie heraus und somit der Wohnplanet Erde, auf dem sich, entsprechend der Verdichtung, die Menschenwesen herauskristallisierten, die nichts anderes sind als formgewordene Hüllen, in denen das mehr oder weniger belastete Fallwesen wirkt, das infolge der Verschattung und peripheren Verdichtung »Seele« genannt wird. Die verkörperte, gleichsam »umkörperte« Seele ist dann als Ganzes »der Mensch«.

Weil Gott die Einheit ist, besteht auch in der Absplitterung, in der Materie, die Einheit von Mensch, Seele, Mineralien, Natur und Tieren.

Die Fallwesen waren und sind zum Teil heute noch bestrebt, die göttliche Schöpfung aufzulösen. Die Kriege, die nichts anderes sind als Brudermord, und die Kriege gegen Tiere, das Quälen, Töten und Morden von Tieren, das Verhalten gegen die Natur, gegen die gesamte Mutter Erde, den Planeten, sind eine Ausgeburt des Falls: der Fallgedanke, alle Formen aufzulösen und deren geistige Substanz als fließende Energie in den Ätherstrom zurückzuführen, der als Ganzes Gott, das strömende Gesetz, ist.

 

Jesus, der Christus, hat auf Golgatha durch Sein »Vollbracht« jede Möglichkeit der Auflösung aufgehoben. Durch die Tatkraft des Vollbracht wurde Jesus, der Christus, der Erlöser aller Menschen und Seelen und der Befreier der Tierwelt von Knechtschaft, Quälerei und Mord. Keine Lebensform kann aufgelöst werden dank der Kraft der Erlösung. Diese bewirkt, daß alle ins Negative heruntertransformierten Energien wieder in reine, hochschwingende, göttliche Energie zurückgeführt, also umgewandelt werden. Jesus, der Christus, ist somit der Weg ins Vaterhaus.

Aufgrund des Gesetzes von Saat und Ernte, das den freien Willen beinhaltet, aber auch die Verantwortung für das niedere Tun, kann der Mensch zwar gegen Menschen, Tiere, Pflanzen, den Wohnplaneten Erde vorgehen. Das Göttliche, der Geist in allem, jedoch kann nicht aufgelöst werden; es ist geschützt durch die Kraft der Erlösung. Nach dem ehernen Gesetz der Einheit wird alles wieder zur Einheit zurückkehren. Das erfolgt nicht im Kampf gegen Gott, nicht durch Kriege und Zerstörung, sondern durch die Erkenntnis, daß Gott die Liebe, die Nächstenliebe, die Weisheit, Einheit und Freiheit ist.

Jeder Mensch trägt in sich, in seiner Seele, die Absolutheit, das ewige Gesetz. Das ewige Gesetz ist Einheit. Deshalb heißt es: Keine Freiheit ohne Liebe, und keine Liebe ohne Freiheit. Infolgedessen beinhaltet das ewige Gesetz die Freiheit, was besagt, daß jedes Geistwesen absolut frei ist und somit auch jeder Mensch. Jeder Mensch kann sich frei entscheiden: für Gottes Gesetz, das in jedem Menschen und in jeder Seele das göttliche Erbe, das göttliche Wesen, ist – oder gegen Gott, indem der Mensch das allzumenschliche, angehäufte, gleichsam geschaffene Brutalgesetz anwendet, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Es ist das Fallgesetz; es beruht auf der Trennung von der Einheit und ist darauf angelegt, den Einzelnen – über Erfahrung der Wirkungen und die daraus erwachsende Selbsterkenntnis – mit Hilfe der Kraft des Erlösers, Christus, Schritt für Schritt in die Einheit zurückzuführen.

Ich wiederhole: Die Freiheit überträgt dem Menschen die Verantwortung für sein Tun, ebenso für sein Unterlassen des Guten.

 

Der Fallgedanke bedeutet Trennung von der Einheit:
ich will – für mich!
Jeder ist sich selbst der Richter

 

 

Das Tier: ein wunderbares Geschöpf aus Gottes Hand ...
Lernen, die Tiere zu verstehen

 

Jedes Tier ist für sich ein wunderbares Geschöpf aus Gottes Hand – von Gott gegeben, damit wir Menschen die Einheit wiederfinden, die das Gesetz des Lebens ist.

Das Verhalten der Tiere entspricht dem, was die Jäger als ihr Fachwissen ausgeben, oder gar ihrem Jägerlatein, nur so lange, wie Tiere gejagt, gehetzt, gemästet, abgeknallt, als Schlachttiere auf brutale W