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Für gute Analytiker:
Wer sitzt auf dem Stuhl Petri? (13)
Ein Nachschlagewerk – für Sie zum
Sammeln
Inhalt:
Kirche, das „Haus des Herrn“ – doch welcher „Herr“
ist gemeint?
„Papst“ – Übernahme von Titeln heidnischer
Oberpriester
Wird kirchlicherseits das Volk als „ lallende
Kinder“ angesehen?
Hintergründe für die Unmündigkeit der Kirchenherde
Kann es auf Erden einen „heiligen Vater“ geben?
Mitbeteiligung des Vatikans am Völkermord – auch
in der Gegenwart
„Was hat man denn gegen den Krieg?
Etwa daß Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?“
Lebendiger Glaube – oder leere
Gesetzesvorschriften und Kulthandlungen
Gott ist
nicht wandelbar.
Priester gegen
Propheten
„Tut die Kirche nicht viel Gutes?“ – ein frommes
Märchen
Ob Hochzeit oder Beerdigung – es geht auch ohne
Kirche!
Gefährlicher Segen
So manchem Priester schlägt das schlechte Gewissen
...
Krank durch die
Kirche
Katholische Hochburg der Selbstmörder
Die Sendereihe „Für gute Analytiker – Wer sitzt auf dem
Stuhl Petri?“ hat ein überwältigendes Echo hervorgerufen. Wir erhalten
sehr viele Zuschriften, die sich zustimmend äußern, aber es melden sich
auch viele Hörerinnen und Hörer, bei denen unsere Sendung weitere Fragen
aufgeworfen hat.
Wenden wir uns aus der Fülle der eingegangenen Fragen einer zu, in der
um Klärung grundlegender Sachverhalte bzw. Begriffe gebeten wird.
Frage:
„Sie verwenden immer wieder Begriffe wie »Kirche«, »Papst« oder
»heiliger Vater«. Man denkt nicht darüber nach, was diese Begriffe
bedeuten. Können Sie mir einmal erklären, woher diese Worte kommen und
was hinter diesen Worten steckt?“
Kirche, das „Haus des Herrn“ –
doch welcher „Herr“ ist gemeint?
Beginnen wir mit dem Begriff „Kirche“. Was bedeutet der
Begriff „Kirche“, und woher kommt er?
Dem deutschen Universal-Wörterbuch, dem Duden, ist zu dem Stichwort
„Kirche“ folgendes zu entnehmen: Es gab diesen Begriff bereits im
Mittelhochdeutschen; er stammt aus dem Griechischen „kyrikón“ =
„Gotteshaus“; das noch ältere griechische Wort lautete „kyriakón“, was
eigentlich bedeutete: „das zum Herrn gehörende (Haus)“, zu „kýrios“ =
Herr. Nun könnte sich daran gleich eine weitere Frage anschließen,
nämlich: Welcher Herr ist da gemeint?
Gemeint ist Gott; so stellt es die Kirche dar. Also lautet die Aussage
„Kirche = Gottes Haus“, ein Gotteshaus – zu sehen ist jedoch ein
Steinhaus! Aber sagte Jesus, auf den sich die Kirche ja beruft, nicht
etwas ganz anderes darüber?
Jesus sagte es anders, die Propheten ebenso. In der Bibel steht z.B.:
„Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht
sind.“ (Apg 7, 48) Demnach kann Gott, der Allerhöchste, in der
Kirche, die als „Gotteshaus“ bezeichnet wird, nicht zu Hause sein.
Dem aufmerksamen Analytiker entgeht der Widerspruch nicht: Die Bibel der
Kirchen ist von dieser zum wahren Wort Gottes erklärt worden. Wenn
solches nun in ihrer Bibel geschrieben steht – warum behauptet sie dann,
das Steinhaus sei ein Gotteshaus?
Die Antwort auf diese Frage erschließt sich durch einen Blick in die
Geschichte: Diese Einrichtung von Steinhäusern war ganz eng verbunden
mit der Herausbildung einer Institution, einer äußeren Religion, zur
Zeit Kaiser Konstantins; denn die Kirchen aus Stein, die damals unter
Konstantin gebaut wurden, waren Nachbildungen der römischen
Kaiserpaläste. Man nahm also hier etwas vom Weltlichen, auch vom
Heidnischen, übertrug es auf die sogenannte „Kirche“ und sprach von dem
„zum Herrn gehörenden Haus“. Da in unseren vergangenen Sendungen
aufgezeigt wurde, was in dieser Kirche alles vor sich ging und vor sich
geht und was von dieser Kirche ausgeht, wäre erneut zu fragen: Welcher
Herr ist da gemeint? Ist es Gott, der Ewige, oder ist es nicht vielmehr
der Gott der Unterwelt, zu dem das alles gehört?
Genau betrachtet, läuft also die Entstehung dieser Institution über
Konstantin, und Konstantin war zeit seines Lebens ein Heide, ließ sich
als „Sonnengott“ anbeten, befragte Orakel und vieles andere mehr. Erst
am Ende seines Lebens ließ er sich taufen. Offensichtlich dachte er, er
könnte sich dadurch von seinen vielen Verbrechen reinwaschen. – Wir
wissen, daß dies nicht möglich ist, sondern unbereinigte Schuld nach dem
Ablegen des physischen Leibes in der Seele verbleibt.
Gehen wir erneut auf die Bibel zurück: Auch die Propheten des Alten
Testamentes redeten gegen die sogenannten Gotteshäuser aus Stein. Durch
den Propheten Jesaja z.B. sprach Gott: „Der Himmel ist Mein Thron und
die Erde der Schemel Meiner Füße. Was wollt ihr Mir denn für ein Haus
bauen?“ (Jes 66,1) Und bei Lukas lesen wir das Jesuswort: „Das
Reich Gottes ist inwendig in euch.“ (Lk 17, 21) Und Jesus sagte
nicht: Ihr findet das Reich Gottes in Steinhäusern, oder: Ihr findet das
Reich Gottes in einer bestimmten Institution, sondern Er wies darauf
hin, daß der Mensch selbst der Tempel des Heiligen Geistes ist und
folglich Gott in seinem eigenen Inneren finden kann.
Einer der Urchristen aus der Gesprächsrunde war als damals guter
Katholik in seiner Kindheit Ministrant und erinnert sich, daß man ihm
einschärfte: „Wenn du an einer Kirche vorbeikommst, dann grüße Gott,
denn Gott wohnt in dieser Kirche.“ Man hat den Menschen also
weisgemacht, daß Gott in diesem Gebäude – genauer gesagt, im Tabernakel
– wohnen soll. Der Widerspruch zu dem, was der Ewige über Seine
Propheten und über Jesus, den Christus, kundtat, ist augenfällig.
Daraus ergibt sich die Frage: Kommt nun das von Gott, was in der Bibel
steht – oder kommt das von Gott, was die Kirche von sich gibt? Die
Kirchen sind doch mit ihren Aussagen und letztlich ihrem Verhalten gegen
die Bibel, auf die sie pochen.
Es wird hier wieder einmal deutlich, daß die Kirche gegen Jesus, den
Christus, ist, obwohl sie sich scheinheilig „christlich“ nennt. Die
Kirche ist also nicht christlich, sondern heidnisch.
„Papst“ – Übernahme von Titeln
heidnischer Oberpriester
Kommen wir zu dem nächsten Begriff, um dessen
Erläuterung gebeten wurde. Was bedeutet „Papst“, und woher kommt dieser
Begriff? Stammt er auch aus diesem Umfeld?
„Papst“ heißt ja auf italienisch „Papa“, das bedeutet „Pater patrum“ –
der „Vater der Väter“. Dieser Titel war die Bezeichnung für den obersten
heidnischen Priester des Mithras-Kultes und – wen wundert das noch? –
fand dann in der sich aufbauenden Kirche Verwendung. Er galt zunächst
nicht nur, wie heute, für das Oberhaupt der katholischen Institution,
sondern auch für viele andere Bischöfe, bis dann der Bischof von Rom
diesen Namen Papa = Pater patrum = Papst für sich beanspruchte, den
Titel eines heidnischen Oberpriesters. Den Titel eines weiteren
Oberpriesters, nämlich des obersten Heidenpriesters des römischen
Reiches, zog der Inhaber des Stuhles Petri ebenfalls an sich und nennt
sich entsprechend: „Pontifex maximus“, übersetzt: „oberster
Brückenbauer“. Also auch hier die Übernahme von Aspekten aus dem
Heidentum.
Mit Jesus hat das allerdings nichts zu tun. Er sagte: „Ihr aber sollt
euch nicht Rabbi nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister. Ihr
alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater
nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“ Nachzulesen
bei Matthäus 23, Vers 8 – 9, also wiederum in der Bibel der katholischen
und lutherischen Kirche.
Wird kirchlicherseits das Volk als
„lallende Kinder“ angesehen?
Das große Duden Wörterbuch der deutschen Sprache weist
auf eine weitere Wurzel des Wortes „Papst“ hin. Dort steht: „<lat. Papa
= Vater, Lallwort der Kindersprache.“ Der gute Analytiker stellt
aufgrund dessen die Frage:
Sehen die Kirchenfunktionäre das Volk als „lallende“ Kinder an, gleich
Untertanen, die ihren Verstand und die Verantwortung für sich selbst an
der Kirchentüre abgeben sollen? Verdummen die Priester bewußt die
sogenannten Gläubigen? Warum können die Kirchen sich diese eklatanten
Widersprüche leisten zwischen dem, was an Wahrheit in der Bibel zum Teil
vorhanden ist, und dem, was sie tun und in ihren Riten, Dogmen und
Zeremonien anordnen?
Es gab eine Zeit, in der es verboten war, die Bibel zu lesen. Was war
der Grund dafür? War das ein Täuschungsmanöver? Wollte man
kirchlicherseits auf diese Weise vermeiden, daß die Menschen aus der
Bibel die Reste der Wahrheit, die dort trotz der vielen Fälschungen noch
enthalten sind, erkennen und aufgrund dessen entdecken, daß sich die
Oberen der Institutionen daran selbst nicht halten?
Später hat man unter dem Druck der Reformation dieses Verbot aufgegeben.
Man konnte überdies im Zeitalter des Buchdrucks nicht mehr verhindern,
daß Schriften verbreitet wurden. Früher waren die Einzigen, die
schreiben konnten, die Mönche in den Klöstern gewesen, und sie waren
auch diejenigen, die Bücher vervielfältigten. Bis dahin hatte man alles
unter Kontrolle. Aber offensichtlich ist es, aufgrund der Trägheit und
Ignoranz der Masse der „Untertanen“, den Institutionen gelungen, ihre
Widersprüchlichkeiten weiterhin verdeckt zu halten und das Wort Gottes,
das in Ansätzen noch in der Bibel zu finden ist, durch ihre eigenen
Priesterkulte, ihre eigenen heidnischen Lehren, zu überlagern und zu
ersetzen und es somit in ungeheuerlicher Weise in sein Gegenteil zu
verkehren.
Hintergründe für die Unmündigkeit
der Kirchenherde
Worauf ist es zurückzuführen, daß das Volk die
Ungereimtheiten hinnimmt, und dies über so lange Zeit? Warum konnte und
kann man das Volk so hinters Licht führen? – Das liegt ohne Zweifel
hauptsächlich an tief sitzenden, eingefleischten Vorstellungen. Die
meisten Menschen glauben doch immer noch, daß jemand, der einen
besonderen Titel hat, ein besonderes Gewand trägt, besondere Gesten und
Rituale pflegt, „etwas Besseres“ sei. Sie nehmen außerdem an, daß einer,
der angeblich „Gott studiert“ hat, mehr von Gott versteht als
gewöhnliche Sterbliche, und gehen wie selbstverständlich davon aus, daß
ein solcher Mensch – der Priester – Zugang zu Gott hat.
Jesus sagte schon zu den damaligen Priestern: „Weh euch, ihr
Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den
Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr laßt
auch die nicht hinein, die hineingehen wollen.“ (Mt. 23, 13) So ist
es auch heute noch.
Sicherlich hat zur Unmündigkeit des Kirchenvolkes die Ketzerverfolgung
im Kleinen wie im Großen beigetragen, denn insbesondere die katholische
Institution hat von jeher dafür gesorgt, daß all diejenigen, die die
Menschen aufklären wollten, möglichst umgehend beseitigt wurden. Es ist
in früheren Sendungen bereits dargelegt worden: Bis heute gelten die
Dogmen der katholischen Kirche, in denen sie z.B. von ihrer „Pflicht“
spricht, „mit peinlicher Sorgfalt“ alles zu „entfernen“ und
„auszumerzen“, „was gegen den Glauben ist“ (Neuner-Roos, „Der Glaube der
Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“, Rd.-Nr. 382, S. 256), und
das bedeutet nichts anderes als: was gegen die Lehre der katholischen
Kirche ist. Dieses „Ausmerzen“, das im deutschen Duden als „radikal
Entfernen“ definiert wird, könnte mit ein Grund für die Unwissenheit der
Kirchengläubigen gewesen sein – man hat jene, die auf bislang
verschwiegene Tatsachen hinweisen und die Leute wachrütteln wollten,
kurzerhand liquidiert.
Für einen guten Analytiker stellt sich nun die Frage: Ist die Bibel die
Wahrheit? Oder haben die Institutionen Kirche die Wahrheit? Denn die
Kirche spricht und handelt gegen die Bibel. Wo steckt die Wahrheit?
Kann es auf
Erden einen
„heiligen Vater“ geben?
Die Kirche versteigt sich ja auch zu der Behauptung, an
ihrer Spitze stehe ein „heiliger Vater“. Was bedeutet „heilig?“ Der
Duden gibt Auskunft.
„Heilig“ besagt: „im Unterschied zu allem Irdischen göttlich vollkommen
und daher verehrungswürdig“. Nach Aussage der Kirche selbst wird sie
also repräsentiert von einem göttlich vollkommenen und
verehrungswürdigen Mann – und es muß immer ein Mann sein, denn „Vater“
ist nun mal männlich. In der Bibel steht jedoch das Gebot des Jesus, des
Christus: „Ihr sollt niemanden auf Erden Vater nennen.“ (Mt. 23,
9) Das ist ein klarer Widerspruch.
Von diesem krassen Widerspruch abgesehen, muß an dieser Stelle gefragt
werden: Waren die sogenannten „heiligen Väter“, von denen wir schon
berichtet haben, denn vollkommen? War ihr Tun als „vollkommen“ zu
bezeichnen?
Wir haben ja mehrere Sendungen dafür verwenden müssen, um einen kleinen
Eindruck von der Bandbreite der Verbrechen der Päpste zu vermitteln. Es
gab fast kein Verbrechen, das diese sogenannten „heiligen Väter“ nicht
begangen haben: Raub und Mord, Amtsanmaßung, das Vergiften ihrer
Vorgänger, Hurerei und allerlei Ausschweifungen, Kriege, in denen
Abertausende von Menschen umkamen, Verfolgung und Ermordung
Andersdenkender, Unterdrückung und Versklavung ganzer Völker, Betrug ...
um nur die schlimmsten kurz zu erwähnen. Das Leben der sogenannten
„heiligen Väter“ war ganz und gar nicht vollkommen, sondern genau das
Gegenteil. – Und heute?
Mitbeteiligung des Vatikans am Völkermord –
auch in der Gegenwart
Auch heute ist die Kirche ein Machtapparat, der
weiterhin vom sogenannten „unfehlbaren Papst“ angeführt wird. Und auch
in der heutigen Zeit gibt es viele Beispiele, wie unheilig der
sogenannte „heilige Vater“ sich oft verhält. Rufen wir uns einige in
Erinnerung.
In einer der letzten Sendungen berichteten wir ausführlich darüber, daß
in den 70er Jahren in Argentinien Menschen, Regime-Gegner, betäubt, aber
lebendig aus Flugzeugen ins offene Meer geworfen wurden. Die Anregung zu
diesen Aktionen kam offenbar von den katholischen Priestern und
Bischöfen in Argentinien, die das dortige Regime unterstützten. Und die
Archive des Vatikans über diese Vorgänge sind bis heute nicht geöffnet.
Oder denken wir an den Völkermord in Ruanda. Dort wurden binnen 100
Tagen über 800.000 Menschen brutalst abgeschlachtet. Die katholische
Kirche, der 70 Prozent der Ruander angehören, hätte als Einzige die
Autorität gehabt, dem Blutbad Einhalt zu gebieten.
Der „Spiegel“ schreibt in Nr. 1/2000: „Die meisten ihrer Priester und
Nonnen hatten 1994 bei dem Blutbad teilnahmslos zugesehen oder gar den
Mördern geholfen. Am 14. April begann das Massaker von Kibeho – zunächst
an den 15.000 Flüchtlingen, die im Kirchenareal Schutz gesucht hatten.
Es dauerte zwei Tage, bis alle zu Tode gehackt, verstümmelt, erschlagen,
erschossen oder zum Teil lebendig verbrannt waren. Zeugen beschuldigen
heute Priester und Nonnen der katholischen Kirche, den Völkermord an den
Tutsi unterstützt zu haben.“
Weitere Zitate: „Zwischen dem 7. April und dem 4. Juli wurden in 160
Kirchen Tutsi niedergemetzelt, die in die vermeintlichen sicheren
Sanktuarien geflohen waren.“
„Heute leben die Beschuldigten hinter Klostermauern in Belgien,
leiten Ordenshäuser in Frankreich, studieren Theologie an päpstlichen
Universitäten oder predigen Nächstenliebe und Vergebung in italienischen
Kirchen.“ So der „Spiegel“ Nr. 1/2000.
Vergegenwärtigen wir uns: Diese Geschehnisse begannen im Jahre 1994, und
Menschen, die damals an den Massakern direkt oder indirekt beteiligt
waren, leben heute unbehelligt hinter Klostermauern. – Erneut die Frage:
Wer hat solches angeordnet? Etwa Jesus, der Christus, der
Friedensbringer, der uns die Liebe des ewigen Vaters brachte und selbst
die Liebe verkörperte?
In diesem Zusammenhang stellt sich unter anderem die Frage, warum die
Kirche immer noch – man kann es kaum glauben – den Besitz von
betriebsbereiten Massenvernichtungswaffen, also von Atombomben,
rechtfertigt. Erst vor wenigen Jahren wurde in einem sogenannten
„Friedenspapier“ der Katholischen deutschen Bischofskonferenz (Titel:
„Gerechter Friede“) ausdrücklich festgestellt, daß die
Abschreckungsstrategie mit Massenvernichtungsmitteln weiterhin
angemessen sei. Nach wie vor verfügen die Großmächte über umfangreiche
Atomwaffenarsenale, stellen die Bischöfe fest, aber solange es keine
Alternative zur Drohung mit Massenvernichtungswaffen gibt, müsse dies
gebilligt werden.
All das fand unter dem Pontifikat des sogenannten „Friedenspapstes“,
Johannes Paul II., statt, jenes Papstes, der übrigens auch den Einsatz
der Nato-Truppen im Kosovo für richtig hielt und damals, wir erinnern
uns, das Wort aussprach: „Wir sind schließlich keine Pazifisten.“
Es ist deutlich, daß das Verhalten dieser Kirche mit Jesus von Nazareth
und Seiner Lehre nicht vereinbar ist – bis in die jüngste Gegenwart
hinein.
Und auch dieser Papst – Johannes Paul II. – soll wieder selig- und
eventuell später heiliggesprochen werden. Das ist erneut ein Beispiel
dafür, wie es der Priesterkaste auch heute noch gelingt, die Gehirne
nicht nur der breiten Masse der Bevölkerung, sondern auch die der
Politiker und der Medienvertreter zu vernebeln. Der klardenkende
Analytiker kommentiert: Ja, wenn doch alle „lallende Kinder“ sind – was
kann man dann von ihnen anderes erwarten?
„Was hat man denn gegen den Krieg?
Etwa daß Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?“
Diese Haltung der Kirche zur Gewaltanwendung gegen den
Nächsten ist schon uralt. Jesus von Nazareth hingegen sagte, wie wir
wissen: »Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, halte auch die
linke hin.« (Mt 5, 29) Oder: »Stecke dein Schwert in die Scheide«
(Mt 26, 52), zu einem Seiner Jünger, der Ihn mit Waffengewalt
verteidigen wollte. Und nicht zu vergessen: In den Zehn Geboten heißt es
ganz eindeutig: „Du sollst nicht töten“. (2 Mose 20, 13; 5 Mose
5, 17)
Schon in den vergangenen Sendungen wurde darauf hingewiesen, daß die in
den Institutionen hochverehrten „Altvordern“, z.B. der Kirchenlehrer
Augustinus, gelehrt haben: „Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa
daß Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?“
(Karlheinz Deschner, „Kriminalgeschichte des Christentums“, Band 1, S.
461)
Und in dem Anhängsel der Vatikankirche, in der Lutherkirche, gibt Martin
Luther die Richtung vor, der sagte: „Die Hand, welche das Schwert
führt und tötet, ist ... nicht mehr eines Menschen Hand, sondern Gottes
Hand. Und nicht der Mensch, sondern Gott henkt, rädert, enthauptet,
tötet und führt den Krieg.“ („Martin Luther zur Frage, ob man auch
als Soldat in einem Gott wohlgefälligen Stand lebt“, Weimarer Ausgabe
19, S. 623-662)
Diese Einstellung hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Daß so
viele Menschen eine solch abscheuliche Diffamierung Gottes immer wieder
mitmachen, erscheint so manchem als eines der großen „Wunder“ der
Kirchengeschichte.
Daß dies so ist, hat natürlich damit zu tun, daß die Kirchengläubigen da
mitmachen müssen, denn im aktuellen Lehrwerk der katholischen
Kirche, in „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“
von Neuner-Roos“, steht geschrieben, man müsse die ganze kirchliche
Lehre annehmen, sonst sei man „ausgeschlossen“ (Rd.-Nr. 85) – das ist
also die Drohung mit der ewigen Verdammnis.
Das heißt, die Kirchen – insbesondere die katholische – haben
festgelegt: Das einfache Volk, das „lallende Volk“, muß dem zustimmen,
was sie, die Kirchen, verkünden, oder die Menschen werden ewig verdammt.
Eine schlimmere Drohung gibt es kaum.
Kann man dann ein solch „lallendes Kirchenvolk“ noch zu guten
Analytikern erziehen? – Solange sie nur „lallen“ und sich bedingungslos
unterordnen, wohl nicht. Denken wir z.B. an das Brimborium im Jahr 2005
beim „Weltjugendtag“. Unzählige Angehörige der Vatikankirche jubelten
einem Papst zu, auf Worte hin, die sie schon rein sprachlich nur
teilweise verstehen konnten, weil der Redner immer wieder von einer
Sprache in die nächste wechselte. Da muß schon bezweifelt werden, ob all
diese Menschen noch mit vernünftigen Aussagen zu erreichen sind.
Und doch gäbe es für sie noch eine Möglichkeit, frei zu werden: nämlich
die, sich aus dem Dunstkreis des Wahnsinns einmal zu entfernen. Wie das
geschehen kann, dazu gibt es ja auch in der institutionellen Bibel einen
guten Hinweis, den der, wer das will, beherzigen könnte. Denn dort heißt
es: „Gehet hinaus aus ihr, mein Volk, daß ihr nicht teilhabt an ihren
Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen.“ (Off 18, 4)
Lebendiger Glaube – oder leere Gesetzesvorschriften und Kulthandlungen
Was wäre unserem Leser zu raten, der zu einem guten
Analytiker werden möchte, der das Ganze hinterfragt? Soll er die Bibel
lesen, oder soll er mit wachen Augen die Institutionen Kirche
betrachten?
Er kann beides tun. Er kann die Bibel, in der durchaus noch Teile der
ursprünglichen Wahrheit Gottes zu finden sind, lesen und die Aussagen
darin mit der Lehre und dem Leben der Kirchen vergleichen. Und er kann
darüber hinaus das Tun und die Verlautbarungen der Kirchen mit wachen
Augen betrachten. Ein weiterer Hinweis für ihn wäre, sich z.B. zu
fragen, was Jesus, der Christus, denn in Seiner Lehre gebracht hat, z.B.
in der Bergpredigt. Oder er könnte den Wortlaut und den Inhalt der Zehn
Gebote Gottes durch Mose mit dem vergleichen, wie die Kirchen sich gaben
und geben.
Ein Absatz in Karlheinz Deschners Buch „Abermals krähte der Hahn. Eine
kritische Kirchengeschichte“ unterstreicht das: „Für Jesus waren
Religion und Recht, Glauben und Gesetz Gegensätze. Stand er doch gerade
dagegen auf, das Verhältnis des Menschen zu Gott rechtlich zu regeln.
Während seiner ganzen öffentlichen Tätigkeit hat er gegen die Thora,
gegen Klerikalismus, Kultvorschriften und Juristerei im Verkehr mit Gott
gekämpft und diesen Kampf mit dem Tode bezahlt. Die jüdische
Gesetzeskirche schlug ihn ans Kreuz – nur, damit sich die katholische
Gesetzeskirche erheben konnte. Denn alles, was Jesus an der Thorakirche
verdammte, hat die katholische Kirche wieder gebracht.“ (S. 246)
Ein probates Hilfsmittel wäre außerdem, den gesunden Menschenverstand zu
gebrauchen und sich zu fragen, ob die „magischen“ Mittel, mit denen die
katholische Kirche den Menschen zu Gott führen will, plausibel sind.
Kann es hilfreich sein, menschliche Knochen zu verehren? Ist es
sinnvoll, sich von Sakramenten das Heil zu versprechen? Man sollte an
den Glauben durchaus auch mit der Logik und dem gesunden
Menschenverstand herangehen.
Noch ein Aspekt wäre anzuführen: Wem bekannt ist, daß die Vatikankirche
und die Lutherkirche sich auf sogenannte göttliche Eingebungen,
Inspirationen, Prophezeiungen und göttliche Worte berufen, dem stellt
sich die Frage: Warum sollte Gott und warum sollte Christus sich gerade
in diesen von Verbrechen und Perversion durchdrungenen Institutionen
offenbaren? Liegt es nicht näher, daß Er Sich dort offenbart, wo Er Sich
immer offenbart hat, nämlich durch die großen Propheten? Und liegt es
nicht nahe, daß Gott, der zu allen Zeiten gesprochen hat, auch heute
spricht? Sollten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zu dieser
Schlußfolgerung kommen, dann ist der Hinweis auf das Wort Gottes für
unsere Zeit angebracht, das Wort der Wahrheit. Dieses ist durch Seine
Prophetin, Gabriele, allen Menschen zugänglich, in einer Fülle und in
einer Tiefe, wie sie vorher nicht bekannt waren. Deshalb könnte man
Ihnen wärmstens empfehlen: Lesen Sie z.B. das Buch
„Das ist Mein Wort. Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die
Christus-Offenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller
Welt kennen“. (Verlag DAS WORT, Marktheidenfeld)
Gott ist
nicht wandelbar.
Doch nicht nur Gott, nicht nur Jesus, der Christus,
sollte rehabilitiert werden, sondern auch Mose, der große Prophet. Gott
gab durch Mose die wunderbaren Zehn Gebote. Sie sind aus dem ewigen
Gesetz der Liebe Gottes gesprochen. Was die Priesterkaste in ihrer
Fälschung der Worte des Alten Testamentes Mose unterschob, entspricht
ganz und gar nicht den Geboten Gottes, genausowenig viele weitere
Aussagen im Alten Testament.
Gerade wenn man die grausamen Details in den Büchern Mose, Worte und
Anweisungen, die angeblich Gott durch Mose den Menschen gegeben haben
soll, mit den ursprünglichen Zehn Geboten vergleicht, so müßte man
meinen, Gott sei wandelbar.
Eines ist jedoch sicher: Gott ist unwandelbar. Die Beschreibung
hingegen, die Gott im sogenannten Alten Testament in den Büchern Mose
widerfährt, ist wie eine nach Gutdünken des „Künstlers“ zusammengesetzte
Collage. Das Wort Gottes durch Seine Propheten ist hier gemischt mit
Textstücken ganz anderer Herkunft, die vor allem von der Priesterkaste
verfaßt wurden. Kann man sich im Ernst vorstellen, daß Mose vom Berg
Sinai zurückkommt, die Gesetzestafeln hinwirft und 3000 Menschen
ermorden läßt, aus Strafe dafür, daß sie in Seiner Abwesenheit ein
goldenes Kalb gebaut haben und um dieses getanzt sind? Kann man sich die
Aufrufe zum Krieg gegen die Nachbarländer vorstellen? Kann man sich
vorstellen, daß Gott will, daß man einen störrischen und widerspenstigen
Sohn vor die Ältesten schleppt und von allen Männern der Stadt zu Tode
steinigen läßt (4. Mos 18-21)?
All das und viel mehr steht aber in jenem von Blut durchtränkten Buch,
das die römisch-katholische Kirche als das wahre Wort Gottes bezeichnet.
– Das ist niemals der unwandelbare, wahre, ewige Gott!
Es handelt sich schlichtweg um eine Transformation der heidnischen
Priesterkulte in dieses Buch hinein, denn wir wissen ja, daß die Bücher
Mose nicht zur Zeit dieses großen Propheten, sondern erst sehr viel
später aufgeschrieben wurden. Die Niederschrift von damals wird in der
Theologie „Priesterschrift“ genannt; die Kirche weiß also sehr wohl um
die Urheberschaft und um die Zusammenhänge. Die Greueltaten, die darin
zu lesen sind, und die Worte, die Gott als ein grausames, blutrünstiges
Monstrum hinstellen, all das ist doch nichts anderes als eine Übernahme
von Inhalten der zu dieser Zeit herrschenden heidnischen Priesterkulte.
Priester
gegen Propheten
Das Infame ist natürlich, daß auch die großartigen Zehn
Gebote Gottes verfälscht wurden. Es gibt zum einen die ursprünglichen
Zehn Gebote, die wir alle kennen: „Du sollst Gott über alles ehren.
Du sollst nicht töten. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.“ Zum
anderen steht, wenig später, im 2. Buch Mose, eine zweite Version der
Zehn Gebote. Zwei dieser angeblichen Gebote Gottes lauten z.B.: „Du
sollst das Blut meines Opfers nicht darbringen zugleich mit dem
Sauerteig.“ (2. Mose 23, 18) und: „Du sollst das Böcklein nicht
kochen in seiner Mutter Milch.“ (2. Mose 23, 19) Hierin liegen die
Vorstellungen grausamer Tieropfer zugrunde, und sie werden Gott
zugeschrieben und dem Gottespropheten Mose in den Mund gelegt. – Auch
von dieser gefälschten Fassung steht geschrieben, das wären die Zehn
Gebote Gottes. – Welchen Gottes?
Die Propheten Israels kündeten davon, daß Gott sich nicht ändert. Z.B.
heißt es beim Propheten Maleachi: »Ich, der Herr, ändere mich nicht.«
(Mal 3, 6) Gehen wir also davon aus, daß Gott sich nicht ändert, im
Alten Testament aber Abweichungen, Änderungen, festzustellen sind, so
muß diese logischerweise irgend jemand anderer hineingeschrieben haben.
Und wer? Kein anderer als die Priesterkaste, die sowohl das Alte als
auch später das Neue Testament verfälschte.
Daraus ergibt sich: Man sollte darüber nachdenken, gerade auch die
Propheten im Alten Testament zu rehabilitieren, denn sie sprachen stets
gegen die Priesterkaste, gegen das Tun der Priester.
Grundsätzlich gilt: In der Antike – etwa bis zum 15. Jahrhundert – hatte
überhaupt nur die Priesterkaste die Möglichkeit der
Geschichtsschreibung, das, was sich ereignet hatte, in größerem Umfang
an die Nachwelt weiterzugeben. Und diese Priesterkaste hat immer die
Geschichte und die Wahrheit in dem Sinne verfälscht, wie es ihrem
Vorteil diente, dem heidnischen Götzenkult. So kam es dazu, daß die
großen Propheten in übelster Weise verleumdet und ihnen Worte
untergeschoben wurden, die in Wahrheit von den heidnischen Götzendienern
stammten.
Wir sehen: Die Kirchen, katholisch und evangelisch, sind ein heidnisches
Kunst-Werk, das mit dem wahren Leben, der wahren Gottesbotschaft, die
noch teilweise in der Bibel vorhanden ist, nichts, aber auch gar nichts
zu tun hat. Sie haben eine Kunst-Religion entwickelt, die aus vielen
heidnischen Elementen besteht, von denen Jesus von Nazareth nicht das
Geringste gelehrt hat.
Die Kirchen haben sich ihre Bibel zurechtgeschneidert, indem sie vieles
hineingeschrieben hat, was sie für richtig hielten, halten sich aber
nicht an die zentralen Aussagen des Jesus von Nazareth. Deshalb läßt
sich sagen: Es sind zwei Welten, die nicht miteinander vereinbar sind.
Auf der einen Seite die wahren Prophetenworte und die ursprünglichen
Lehren des Jesus von Nazareth, die jeweils teilweise in der Bibel noch
enthalten sind, auf der anderen Seite die Lehren oder gar die
unheilvolle Geschichte der Kirche.
Unseren Leserinnen und Lesern steht es frei, die Konsequenzen zu ziehen,
ihren eigenen, gesunden Menschenverstand walten zu lassen und sich zu
fragen: Kann es sein, daß Gott den Menschen durch Seinen eingeborenen
Sohn eine so paradoxe Lehre brachte, wie sie von den Kirchen
fälschlicherweise als Seine Lehre verkündet wird? Kann es sein, daß Gott
den Menschen droht, daß Er sie in die ewige Verdammnis schickt oder sie
mit magischen Mitteln zu sich ziehen will?
Jeder Mensch trägt in sich, tief in seiner Seele, das Göttliche. Was
signalisiert Ihnen Ihr waches Gewissen? – Wollen Sie diesen Empfindungen
Glauben schenken, diesen vertrauen – oder wollen Sie sich den
Abstrusitäten, dem ausgeklügelten, zweckdienlichen und scheinheiligen
Reglement einer Priesterkaste unterordnen, die sich mit ihren
Zwangsdiktaten die Macht über Seelen und Menschen sichern möchte? Jeder
mag das für sich entscheiden.
Vergleichen wir mit den komplizierten Lehrsätzen der Kirche doch einmal
die einfachen, genialen Regeln, die die Welt zum Frieden und den
Menschen zu Gott führen, die Jesus, der Christus, in Seiner Bergpredigt
sinngemäß lehrte. Z.B.: Was du von anderen möchtest, daß sie dir tun
sollen, das tue du ihnen zuerst. – Eine Parallele zu dieser Aussage
finden wir im Volksmund in dem Satz „Was du nicht willst, daß man dir
tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“.
Wer den gesunden Menschenverstand einsetzt, wird also die Bergpredigt
Jesu und die Zehn Gebote lesen und wird feststellen, daß sie mit den
kirchlichen Dogmen und Riten wenig bis nichts zu tun haben. Und dann
wird er sich vermutlich fragen, ob er weiter in dieser Kirche bleiben,
ihr Steuern zahlen und sich von dieser Kirche weiter bedrohen lassen
möchte.
„Tut
die Kirche nicht viel Gutes?“ –
ein frommes Märchen
Der eine oder andere zögert noch, die Konsequenz zu
ziehen, aus der Kirche auszutreten, mit dem Argument: Tut aber die
Kirche nicht so viel Gutes durch Kindergärten, durch Altenheime, durch
Krankenhäuser?
Dieser Eindruck täuscht. Es handelt sich um ein frommes Märchen, um
nicht zu sagen um einen Betrug, gegenüber der Gesellschaft. Denn von den
Kirchensteuern wird nur verschwindend wenig für die sogenannten
Wohltätigkeitseinrichtungen verwendet. Das meiste, was die Kirchen an
Kindergärten und anderen Sozialeinrichtungen und an Krankenhäusern für
die Allgemeinheit betreiben, wird vom Staat subventioniert und von den
Kunden dieser Einrichtungen bezahlt.
Es ist also nicht richtig, daß der Sozialstaat gefährdet wäre, wenn man
die Subventionierung der Kirchen einstellen würde. Die enormen Beträge,
die der Kirche durch Subventionen aus dem Staatssäckel jährlich
zufließen, kommen also nur zu einem geringen Teil der Allgemeinheit
zugute, sondern fast ausschließlich einer Kirchenbürokratie, der die
Gläubigen jedes Jahr zu Hunderttausenden davonlaufen.
Hier einige Zahlen, um Ihnen ganz kurz die Tatsachen konkret vor Augen
zu führen: Weniger als 8 Prozent der Kirchensteuern kommen öffentlichen,
sozialen Zwecken zugute. 90 – 100 Prozent der konfessionellen
Sozialeinrichtungen werden vom Staat subventioniert, und zwar aus dem
allgemeinen Steuertopf. Ein „kirchlicher Kindergarten“ z.B. wird zu 10%
durch die Kirche finanziert; 15% bestreiten die Eltern und 75% der
Staat.
Auch stellt die Kirche ihren Einsatz für die Armen in der Dritten Welt
immer so lobenswert dar. Schauen wir genauer hin! Wer spendet denn für
„Brot für die Welt“ oder „Misereor“? Es sind ja nicht die Kirchen
selbst, sondern sie rufen lediglich zu Spenden auf. Und die Bürger, die
ohnehin schon durch ihre Steuern die Kirchen unterstützen, sie sind es,
die dann für die Armen in der Welt finanzielle Hilfe leisten – nicht die
Kirchen.
Ob
Hochzeit oder Beerdigung –
es geht auch ohne Kirche!
Möglicherweise erwägt nach all diesen Fakten so mancher,
aus der Institution Kirche auszutreten. Erfahrungsgemäß stellt sich in
einem solchen Fall jedoch der eine oder andere die Frage: Aber was
passiert mit mir, wenn ich sterbe? Werde ich dann einfach ohne eine
„richtige Beerdigung“ irgendwo verscharrt?
Zu dieser Frage war in der Zeitschrift „Seniorenmagazin“, Ausgabe 4/5
2005, zu lesen: „»Jetzt habe ich es doch geschafft, aus der Kirche
auszutreten, erzählt die Rentnerin Maria N. Was dort gelehrt wird, hat
sie nicht mehr überzeugt. Jesus finde ich zwar gut, aber die Kirche hat
etwas anderes daraus gemacht. Aus Sorge, nach einem Austritt später
nicht richtig beerdigt zu werden, blieb sie zunächst Mitglied, bis sie
eines Tages die Abschiedsfeier eines Bekannten miterlebte.« Und das war
eine nichtkirchliche Feier, und das hat sie so überzeugt, daß sie auch
ausgetreten ist.“ – Es gibt also durchaus die Möglichkeit einer
würdigen Beerdigung, ohne daß die Amtskirche Zutritt hat. Ebenso gibt es
auch Hochzeiten z.B. unter freiem Himmel – eine festliche Trauung, ohne
Kirche. Eine Beerdigung, eine Trauung ohne Kirche findet allgemein immer
mehr Zuspruch.
Bedenkenswert ist auch, ob es nicht leichtfertig ist, die Kirche zwar zu
verlassen, diese aber dann doch zu bestimmten Festivitäten der Familie
wieder einzuladen: Man läßt sich von ihr trauen, läßt sich von ihr
beerdigen. – Ist da nicht die Frage angebracht, welch ein Geist, welch
eine Energie in diese kirchlichen Zeremonien einfließt? Muß ich mich,
wenn ich die Dienste der Kirche in Anspruch nehme, nicht fragen, wer
mich da eigentlich beerdigt? Ist es im Grunde genommen nicht der
Funktionär einer Institution, die mich vermutlich schon mehrmals während
meines Lebens auf ewig verdammt hat, weil ich nicht jedes Detail ihrer
Dogmen glaubte? Gehen diese Verdammungssprüche, geht diese
Drohbotschaft, nicht in die jeweilige Zeremonie und in den sogenannten
Segen des Pfarrers mit ein, der mich in die jenseitige Welt schicken
will? So gesehen ist es nicht ungefährlich, zu sagen: „Ich möchte
wenigstens noch hin und wieder mit dieser Kirche zu tun haben: bei der
Taufe meiner Kinder, bei der Hochzeit und bei der Beerdigung.“ Vergessen
wir nicht, wer hier tätig wird und aus welchem Geist hier welche
Zeremonien praktiziert werden.
Gefährlicher Segen
Da stellt sich die grundsätzliche Frage: Kann eigentlich
ein Sünder segnen? Der Pfarrer ist ja auch Sünder. Worauf ist es denn
zurückzuführen, daß ein Pfarrer, also ein Sünder, einen Segen erteilt?
Schon im Heidentum war es üblich, daß jemand, der ein bestimmtes Amt
innehatte, ein Priester oder ein Bischof – das alles gab es ja damals
auch schon –, eben dazu ausersehen war, dieses Amt auszuüben. Die Kirche
übernahm diese Praxis. Der Priester kann folglich einen Segen sprechen,
unabhängig davon, was für ein Mensch er ist. Man trennt also zwischen
dem Amt und dem Menschen, obwohl das letztlich schizophren ist und im
übrigen der Lehre des Jesus, des Christus, widerspricht, der überhaupt
keine Ämter eingesetzt hat. Denn was für ein Heil soll wohl von einem
Menschen ausgehen, der unter Umständen in sich sehr viel Unheil trägt?
Das widerspricht völlig der Logik des gesunden Menschenverstandes – und
der Lehre des Jesus, der sinngemäß sagte: Ein guter Baum bringt gute
Früchte ... Jedoch hat man es im Heidentum so gesehen, und die Kirche
hat dies, wie vieles andere Heidnische auch, übernommen, so daß nun ein
Priester oder ein Bischof oder ein Papst prinzipiell dazu berufen ist,
Segen zu spenden, ungeachtet dessen, welche Werte oder Unwerte er
verkörpert. Ist die Energie, die von ihm ausgeht, nicht
ethisch-moralisch hoher, göttlicher Art, so kann und wird sein „Segen“
natürlich weder Kraft, noch Licht, noch Heil bewirken.
Doch selbst wenn der Priester kein allzu großer „Sünder“ wäre – in
wessen Namen spendet er den Segen? Er tut es im Namen und im Auftrag
seiner Institution, also der Kirche. Diese aber ist, wie schon des
öfteren dargelegt, ein heidnischer Priesterkult mit einem Götzen an der
Spitze. („Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?“, Band 1 und 2) Wer also den
Segen von einem Priester entgegennimmt, der ist in jedem Fall „gesegnet“
– nämlich mit dem Unheil dieser Kaste.
In diesem Zusammenhang könnte einem die Assoziation zu den
Kinderschändern unter den Priestern in den Sinn kommen. Nach der Vorgabe
der Institution Kirche ist es sogar möglich, daß ein solcher Priester
direkt im Anschluß an eine Kinderschändung dann bei einer Amtshandlung
einen „Segen“ spricht. Es kommt nach kirchlicher Sichtweise nur auf das
äußere Zeichen an, das gesetzt wird, nur auf das Ritual des sogenannten
Sakramentes. Wer dieses Sakrament spendet, ist völlig gleichgültig. Hält
er sich an die äußere Form, dann tritt, laut kirchlicher Lehre, die
sogenannte Heilswirkung dieses Sakramentes ein. Deshalb handelt es sich
um nichts anderes als um eine magische Kulthandlung, denn sie ist völlig
entleert vom Inhalt und nur auf das Äußere bezogen.
Ein wahrhaft gläubiger Mensch, dem an der Verbindung zu Gott und an
Seinem Heil, Seiner Kraft, gelegen ist, wird nun vermutlich sagen: Den
Segen möchte ich ausschließlich vom Christus-Gottes-Geist, von dem
wahren, ewigen Geist, der in jeder Seele und somit in jedem Menschen
wohnt. Und dieser Segen des ewigen Geistes wird durch die Vergebung
ausgelöst, die ich erlange, wenn ich meine Sünden erkenne, bereue,
bereinige und das Ungute nicht mehr tue. Im Nicht-mehr-Tun dieser Sünde,
die ich erkannt habe, fließt mir der Segen des Christus Gottes, Sein
Licht, Seine Kraft, zu. – Aber wozu brauche ich dann einen Pfarrer?
Nicht der Mensch braucht den Pfarrer – sondern der Pfarrer braucht den
Menschen. Denn er lebt ja quasi von den Gläubigen. Er muß sie ja um ihre
Energie und um ihr Geld bringen, um selbst leben zu können und um die
teure Institution aufrechtzuerhalten.
Daraus ist zu schließen: Der Pfarrer lebt von den „lallenden Kindern“. –
Ja, aber doch nur, solange sie „lallen“ und nicht zu denken anfangen!
So
manchem Priester schlägt
das schlechte Gewissen ...
Ein Urchrist, der vor Jahren evangelischer Pfarrer war,
also selbst Teil des „Systems Kirche“, bestätigt das. Er berichtet:
„Ich habe am Altar gestanden und habe die Versammelten gefragt: ‚Glaubt
ihr, daß die Vergebung, die ich euch jetzt allen zuspreche, die
Vergebung Gottes ist, so sprecht laut Ja.’ Als nun alle Anwesenden ‚Ja’
riefen, sagte ich: ‚Daraufhin vergebe ich euch alle eure Sünden’ –
obwohl ich überhaupt nicht wußte, was im Einzelnen bei den Gläubigen
vorlag. Aber die Lehre der Kirche hatte den Ablauf so vorgegeben.
Rückblickend erinnert mich das wie automatisch erfolgende Ja schon ein
wenig an das Lallen von Kindern. Die Gläubigen müssen nur ‚ja’ sagen,
und der Pfarrer braucht dieses Ja, um dann diese Vergebung aussprechen
zu können, die im Grunde gar keine ist.“
Der ehemalige Pfarrer bekennt, daß sein schlechtes Gewissen ihn eines
Tages quasi aus der Lutherkirche getrieben habe. Er hatte gemerkt: Das
stimmt so nicht; es ist nicht in Ordnung, so zu verfahren. – Aus dieser
Erkenntnis zog er den Schluß: Das kann ich nicht weitermachen. Ihm war
klar geworden, daß er seine Mitmenschen betrogen hatte. Denn man kann
Menschen nicht nur um ihr Geld betrügen, sondern auch um ihr Seelenheil.
Das muß man sich einmal bewußt machen. Würden die Menschen nur um ihr
Geld gebracht, so könnte man noch argumentieren, sie seien selbst
schuld, wenn sie so dumm sind und an solch eine Institution zahlen.
Auch Pfarrer, Priester also, bringen es offenbar zuweilen fertig, sich
aus diesem „System Kirche“ zu lösen. Aufgrund von Einsicht und
Verantwortungsbewußtsein, wie der, von dem soeben die Rede war.
Allerdings war wohl bei ihm die Voraussetzung eines intakten Gewissens
noch gegeben. Und er wußte, wem er im Grunde seines Herzens nachfolgen
und dienen wollte. Es ist sicherlich auch eine Frage von
Charakterfestigkeit und –stärke, ob einer nach seiner Erkenntnis zu
leben gewillt ist. – Könnte es sein, daß vielen Angehörigen der
Priesterkaste diese positiven Eigenschaften und Werte bereits abhanden
gekommen sind? Oder sehen sie schlichtweg ihre privilegierten
Lebensbedingungen als höchsten Wert in ihrem Dasein an? Sind sie nicht
bereit, ihre „Hochwürdigkeit“ einzutauschen gegen das schlichte Leben
eines Gleichen unter Gleichen?
Doch sie brauchen die herausgehobene Position, um den Betrug
fortzuführen, der im Grunde ein doppelter ist: Zum einen deshalb, weil
diese Veräußerlichung, diese magischen Mittel, natürlich nicht zu Gott
führen können, zum anderen aber auch deshalb, weil viele Pfarrer – die
Mehrzahl von ihnen – selbst nicht mehr daran glauben und dennoch vom
Volk verlangen, dieses müsse diesen kultischen Vorgaben folgen.
Krank durch die
Kirche
Es ist eine schizophrene Situation, in die sich die
Pfarrer und Priester begeben, wenn sie ihren Gläubigen in dieser Weise
etwas vormachen. Was das im Einzelnen bedeutet, weiß z.B. der
evangelische Theologe und Psychotherapeut Klaus Thomas zu berichten, der
in Berlin viele Jahre lang lebensmüde Menschen betreute. Er schreibt:
„Unter den bisher 22.000 Patienten der Ärztlichen Lebensmüden-Betreuung
Berlin sahen wir etwa 7000 Neurotiker, davon waren rund 3000 als ‚ekklesiogen’
erkrankt einzustufen.“ „Ekklesiogen“ bedeutet: „von der Kirche
verursacht“. „Das entspricht einem Anteil von rund 43 Prozent. Als
besondere Gruppe seien die von uns betreuten kirchlichen Amtsträger
erwähnt. Von ihnen zeigten 57,4 Prozent als Hauptdiagnose eine ‚ekklesiogene’
Neurose.“ („Süddeutsche Zeitung“, 7.8.1989)
Wir sehen: Die Pfarrer werden selber krank durch das, was sie den
Menschen antun, indem sie die Lehre, die Drohbotschaft der Kirche
verbreiten. Derselbe Theologe und Psychotherapeut stellte an anderer
Stelle fest, „daß 12 Prozent seiner Patienten evangelische Pfarrer
und ihre Frauen, Religionslehrer, Diakonissen und Theologiestudenten
sind, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sich nicht einmal auf 1
Prozent beläuft; daß 40 Prozent seiner Patienten an ekklesiogenen, das
heißt, an durch die lutherischen Lehren und Erziehungseinflüsse
verschuldeten Neurosen leiden.“ (Hubertus Mynarek, „Die neue
Inquisition“, S. 155)
Entsprechendes gilt natürlich für die katholischen Lehren und deren
Auswirkungen.
Der katholische Jesuitenpater Ruppert Lay, ebenfalls Psychotherapeut,
kommt zu einem ähnlichen Schluß: „Die Hälfte der Patienten, die zu
mir in Therapie kommen, sind krank geworden durch die Erfahrungen, die
sie in ihrer Kindheit und Jugend gemacht haben ... Die Vorstellung eines
strafenden Gottes bleibt unbewußt vorhanden, auch wenn der Glaube an
Gott fehlt. Und weil der Mensch nicht entsühnt werden kann, bestraft er
sich selbst und flüchtet in Neurosen, Alkohol, Arbeit. Das sind die
Gründe, warum Menschen zu mir in die Therapie kommen.“ („Die Woche“,
3.11.1995)
Daraus ist das ganze, fatale Ausmaß der Auswirkungen andeutungsweise zu
ersehen.
Von dem britischen Psychiater Ian Hancock stammt die Aussage, daß
gläubige Katholiken häufiger unter Zwangsneurosen wie stundenlangem
Händewaschen leiden als weniger religiöse Menschen. (MIZ 3/02)
Katholische Hochburg der Selbstmörder
Vielleicht noch ein Letztes: Die katholische Stadt
Würzburg ist die Hochburg der Selbstmörder in Deutschland. Eine Meldung
aus der MAINPOST vom 3. Juli 1999:
„Stadt- und Landkreis Würzburg weisen die höchste Selbstmordrate
Deutschlands auf. Nirgendwo sonst in Deutschland haben sich in den
letzten Jahren so viele Menschen umgebracht wie im Einzugsgebiet der
Bischofsstadt Würzburg. In Würzburg und Umland gehen bis zu 29 % mehr
Menschen freiwillig in den Tod als im übrigen Deutschland –
überdurchschnittlich häufig bringen sich in Würzburg Frauen um.“
(„Main Post“, 3.7.1999)
Wenn wir uns an die Aussagen der Kirche über die Frauen erinnern und
daran, wie die Frauen in der Kirche behandelt werden, kann uns das nicht
wundern. Prof. Schmittke, der die Untersuchungen durchführte, dachte
selber über die Ursachen nach. Er glaubt, das konservative stark
katholisch geprägte Würzburger Milieu mache Absteigern das Leben
besonders schwer, manchmal unmöglich. Wird in Würzburg einer arbeitslos,
so wird darüber geredet. Dann gilt das als Schande.
Erschreckende Tatsachen! Und wie kann man sich vor all diesen Gefahren
schützen? Wir haben schon darauf hingewiesen: Diese Institution zu
verlassen, wäre das wirksamste Hilfsmittel. Doch wie sieht es mit den
Kindern aus? Vielleicht sollten sich doch einige Eltern einmal Gedanken
darüber machen, ob sie nicht ihren Kindern dieses Schicksal ersparen
wollen – nicht nur die hohe Wahrscheinlichkeit, einem pädophilen
Priester als Lustobjekt zu dienen, auch die Gefahr von Selbstmord und
ähnlichem? Warum geben Sie Ihren Kindern nicht die Möglichkeit, ohne
diese Indoktrination, ohne diese Gefahren aufzuwachsen?
Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir sehen, was sich aus einer einfachen
Frage entwickeln kann. Wir nehmen es einfach so hin, wenn man von
„Kirche“, „Priester“ und „heiliger Vater“ spricht. Welch ein eklatanter
Etikettenschwindel, welch eine Manipulation und welch eine Verdummung
der Bevölkerung sich dahinter verbirgt, haben wir versucht, aufzuzeigen.
Wir hoffen, daß das dem einen oder anderen einen neuen Anstoß gegeben
hat, weiter analytisch all das, was ihm täglich begegnet, zu
hinterfragen.
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