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Für gute Analytiker:
Wer sitzt auf dem Stuhl Petri? (15)
Der Stuhl Petri und die Tiere
Inhalt:
„Heiliger Vater“ Ratzinger
vertritt offen bestialische Grausamkeit an wehrlosen Tieren
Grauenvolle Lebensbedingungen der „Nutztiere“ in
der Massentierhaltung
Die Jagd: unermeßliches Tierleid – doch für einen
Pfarrer „ein Ehrenamt“
Kirchenlehrer Thomas von Aquin: Tiere haben keine
Seele wie der Mensch.
Jesus war ein Freund der Tiere und warnte vor
Fleischgenuß.
Fälschungen des Gotteswortes im Bibeltext des
Alten Testamentes.
Die ersten Urchristen lebten vegetarisch.
Durch den Einfluß des Paulus fand der Fleischgenuß
Eingang in das frühe Christentum.
Verteufelung des Vegetarismus durch die Kirche
Der Stuhl Petri befand:
Wer fleischlos lebt, ist ein Ketzer und fällt der Inquisition anheim.
Der Katechismus – ein Armutszeugnis der
katholischen Kirche.
Eloquenz im Dienste des Mords an Gottes Geschöpfen
Jesus, der Christus: „Wer Vorteile zieht aus dem
Unrecht,
das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, der kann nicht rechtschaffen
sein ...“
Grausame Tierversuche – mit priesterlichem Segen
„Niemand ist so schamlos wie ein Theologe.“
Beispiele für die Haltung der Lutherkirche
gegenüber den Tieren.
„Tiertötung ..., ein priesterlicher Akt von eschatologischem Charakter“
„Satan hat den größten Erfolg, wo er mit dem Namen
Gottes
auf den Lippen erscheint ...“ (Gandhi)
Was der Mensch sät, wird er ernten.
Warnung des Schöpfers an die Menschheit:
„Hört auf, zu quälen, zu töten und zu morden! ... Es ist genug!“
Wenn wir Urchristen in unserer Sendereihe darüber
sprechen, wie wir die praktischen Lehren des Jesus, des Christus, im
täglichen Leben anwenden können, so sind wir nicht auf das verstaubte
und verfälschte Bibelwort angewiesen, denn Christus spricht heute wieder
im Prophetischen Wort zu uns Menschen, um uns – wie als Jesus von
Nazareth – zu lehren, wie wir Gott näherkommen können. Wir Urchristen
sind bestrebt, die wahren christlichen Lehren im täglichen Leben
anzuwenden. Und es ist uns ein Anliegen, den Namen „Jesus“ bzw.
„Christus“ zu rehabilitieren, der immer noch auf vielfältige Weise für
unchristliche Zwecke mißbraucht wird.
„Heiliger Vater“ Ratzinger
vertritt offen bestialische Grausamkeit an wehrlosen Tieren
Es mag den einen oder anderen überraschen, daß eine
Sendung unter dem Titel »...Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?« sich
mit der Welt der Tiere befaßt, denn man vermutet keine unmittelbare
Verbindung zwischen der Tierwelt und dem Stuhl Petri.
Anlaß für diese Sendung war eine Meldung, die Ende 2005 durch die Presse
ging. Darin war zu lesen, daß Papst Ratzinger sich zu Weihnachten eine
ganz besondere Form der Tierquälerei schmecken ließ, nämlich einen
Kapaun. Ein Kapaun ist ein junger, kastrierter Masthahn. „Kapaunisieren“
nennt man die zum Zwecke eines höheren Fleischansatzes vorgenommene
Kastration, die heute aus Tierschutzgründen, zumindest in Deutschland,
normalerweise nicht mehr durchgeführt wird. Im Alter von 6 Wochen wird
den jungen Tieren – in der Regel bei vollem Bewußtsein, also ohne
Betäubung – der Bauchraum aufgeschnitten. Die im Bauchraum liegenden
Hoden werden mit einer Zange gepackt und mit 5 bis 20 Umdrehungen (!)
abgedreht. Vielen Kapaunen werden auch Kamm und Bartlappen
abgeschnitten.
So mancher fragt sich jetzt schon betroffen: Wie ist es möglich, daß
eine solche Tierquälerei offen vertreten wird von einer Person, die
heute ein weltweites Imperium beherrscht und sich zudem als „heiliger
Vater“ und „Stellvertreter Gottes“ verehren läßt? Und diese Person
scheut sich nicht, auf diese Weise gutzuheißen, was an bestialischer
Grausamkeit den wehrlosen Geschöpfen Gottes zugefügt wird! Wen macht das
nicht nachdenklich? Und was muß die Tierwelt im sogenannten
„christlichen“ Abendland sonst noch alles erleiden, dessen kulturelle
Gewohnheiten und Gebräuche maßgeblich von der Institution des Vatikans
mitgeprägt wurden?
Grauenvolle Lebensbedingungen der „Nutztiere“
in der Massentierhaltung
Ist es vielleicht nur deshalb möglich, diese
Tierquälerei so zur Schau zu tragen, weil die meisten Menschen gar
nichts davon wissen? Denn was den Tieren angetan wird, findet
größtenteils hinter verschlossenen Türen statt. Auf der Erde leben
insgesamt doppelt so viele Schlachttiere wie Menschen. Wer hat diese
Tiere schon einmal gesehen? In unserer Gesellschaft sieht man sie kaum
noch. Weltweit werden jedes Jahr 45 Milliarden Tiere für den
menschlichen Verzehr getötet; in Deutschland waren es im Jahr 2002:
490.744.200 Tiere. Dazu müßte man eigentlich noch all die Fische zählen,
die aber überhaupt nicht als Einzelwesen erfaßt, sondern in Tonnen
gemessen werden. Zu diesen fast 500 Millionen hingemetzelter Tiere
kamen, allein in Deutschland, noch 5 Millionen Wildtiere hinzu, die von
Jägern ermordet wurden. Von all dem kriegt der normale Bürger kaum etwas
mit, und es ist den wenigsten bekannt, wie die „Nutztiere“
gehalten werden.
Die Hühner – das hat man in der letzten Zeit in den Medien ab und zu
verfolgen können – sind oft in kleinsten Käfigen untergebracht, die
übereinander gestapelt sind; für jedes Huhn ist nicht einmal soviel Raum
vorgesehen, wie ein DIN-A-4-Blatt groß ist. Die Kühe werden an kurze
Ketten gebunden, so daß sie sich kaum bewegen können. Die Kälbchen nimmt
man meist bald nach der Geburt den Müttern weg, was diese zu bloßen
Gebärmaschinen für die Produktion kleiner Kälbchen degradiert. Die
Tierbabys vegetieren dann gesondert vor sich hin, bis sie im
Kleinkindalter ihre erste und letzte Reise antreten: zum Schlachthof.
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Den Schweinen geht es ebenfalls erbärmlich. In der
Umgangssprache nennt man manchmal jemanden verächtlich ein
„Schwein“, wenn man unterstellen will, er sei schmutzig. Die
Tiere in den Massentierställen sind wirklich schmutzig. Das
liegt jedoch nicht an den Tieren, sondern daran, daß sie auf
sogenannten Spaltböden gehalten werden, durch die die Fäkalien
nur teilweise fallen. |
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Natürlich können die Tiere sich in dieser Umgebung nicht
sauber halten, obwohl gerade Schweine von Natur aus besonders
reinliche Tiere sind.
Überdies werden die Schweine zu vielen in engen Boxen zusammen-gepfercht.
Der Gestank ist unerträglich. Das Ammoniak, das dem Güllesee
unter dem Spaltboden entweicht, schädigt – besonders in dieser
Konzentration – die Lungen, reizt die |
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Schleimhäute und erschwert das Atmen.
Derartige Haltungsbedingungen begünstigen das Wachstum von Bakterien und
Krankheitserregern jeglicher Art; den Tieren werden kurzerhand
Antiobiotika verabreicht – was wiederum im Fleisch und über die
Ausscheidungen der Tiere auch im Grundwasser landet. Trotz der
Medikamentengaben leiden zahlreiche |
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Schweine an juckenden und schmerzenden, teilweise
riesigen Geschwüren.
Gerade Schweine sind besonders feinfühlige und intelligente
Wesen. Sie leiden extrem unter diesen unbeschreiblich
grauenvollen Lebensbedingungen, unter der quälenden Enge, unter
dem ständigen Bewegungsmangel, unter der Dunkelheit, unter dem
verpesteten |
| Dunst und unter dem Stumpfsinn. Ihr sensibles
Nervensystem ist der Dauerbelastung nicht gewachsen – sie werden
schlichtweg verrückt. Unter anderem kommt es zu Aggressionen
gegenüber ihren Artgenossen, zu Verstümmelungen, zu
Kannibalismus. |
Die Schafe haben es manchmal etwas besser, denn sie dürfen auf der Weide
leben. Aber dort haben sie oft keinen schützenden Unterstand oder werden
unzureichend mit Wasser versorgt, je nach Halter.
Generell ist festzustellen: Das, was dann auf den Tellern der Menschen
landet, sind in der Regel Tierbabys.(Bild: Tote Schafe
auf einer Laderampe) |
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In diesem Zusammenhang nur einige wenige Fakten darüber, welch
unermeßliche Leiden die Tiere in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind.
Was müssen sie alles über sich ergehen lassen!
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Von der brutalen Schlachtung, dem Mord im Schlachthof,
möchten wir hier gar nicht detailliert sprechen. Man weiß, daß
die Tiere noch nicht tot sein dürfen, wenn sie aufgeschlitzt
werden, denn nur dann läuft das Blut, wie gewünscht, aus den
Adern. Sie werden daher nur betäubt, was aber des öfteren nicht ausreichend funktioniert; die Tiere erleben dann den
Schlachtvorgang bei vollem Bewußtsein.
All das sind unermeßliche Qualen, die wohl nur die allerwenigsten
Menschen den Tieren selbst antun könnten. Aber man „läßt töten“, um sich
unbeschwert dem Fleischgenuß hingeben zu können.
(Bild: Tiertransport. Nach tagelanger Reise
wird ein völlig erschöpftes Tier mit dem Kran vom Schiff
gehievt.) |
Die Jagd: unermeßliches Tierleid –
doch für einen Pfarrer „ein Ehrenamt“
Und die schon erwähnten Wildtiere, die von Menschen aus
Lust am Töten auf bestialische Weise zu Tode gebracht werden?
Normalerweise hat der Bürger eine völlig falsche Vorstellung vom
sogenannten „Waidwerk“. Was wirklich geschieht, ist: Von Tötungslust
getriebene Menschen begeben sich, oftmals als „Sport“ und zum
Zeitvertreib, ausgerüstet mit hochtechnisierten Sichtgeräten, mit
schwerstkalibrigen Waffen, in den Wald, lauern dort hinterrücks arg- und
wehrlosen Tieren auf und versuchen, sie abzuknallen. Dabei treffen sie
in der Regel das Tier nicht sofort tödlich, sondern es wird dem Tier
z.B. ein Bein abgeschossen, die Gedärme werden ihm herausgeschossen,
oder es wird ihm ein Kiefer abgeschossen, mit der Folge, daß es über
Tage und Wochen leidet und elendiglich zugrunde geht. All das geschieht
in Wald und Flur, von der Mehrzahl der Menschen ebenso unerkannt wie das
unermeßliche und unbeschreibliche Leiden unserer Mitgeschöpfe in den
Ställen.
| Der Leser fragt sich vielleicht: Was hat das mit dem Stuhl Petri zu tun?
Aber gerade am Beispiel der Jagd wird deutlich, wer mit im Spiel ist.
Denn die hingemordeten Tiere werden dann nach alter Sitte in
„Hubertus-Messen“ von Pfarrern gesegnet. Pfarrer selbst sind ja oft
Jäger. So sagte Rolf Adler, ein Pastor und Jäger, anläßlich einer
solchen Hubertus-Messe: „Für mich ist Jagd ein Ehrenamt.“ |
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Bei den „Hubertus-Messen“ zeigt sich die Verstrickung der Kirche in die
Grausamkeit gegen die Tiere in besonderer Weise – gleichzeitig aber die
Irrationalität und Unlogik, die hier am Werke ist. Denn was besagt die
Legende? Hubertus, ein Jäger, sah sich, einer Legende zufolge, einmal im
Wald einem Hirschen gegenüber, in dessen Geweih unübersehbar ein weißes
Kreuz leuchtete. Hubertus, davon völlig ergriffen, entsagte fortan der
Jagd. Trotz der Eindeutigkeit dieses Geschehens – der ehemalige Jäger
Hubertus kehrt um und jagt daraufhin nie mehr – machte die Kirche
ausgerechnet ihn zum Schutzpatron der Jäger!
Man gewinnt immer mehr den Eindruck, es sei in unserer Gesellschaft
völlig normal und würde auch von denen befürwortet, die sich immer als
Moralapostel und Hüter der Ethik und Moral aufspielen, Tiere nicht als
lebende Wesen mit Ehrfurcht und Respekt zu behandeln, sondern mit ihnen
auf eine Art und Weise umzugehen, die nur „bestialisch“ zu nennen ist,
die allerdings bei „Bestien“, gleich Tieren, nicht anzutreffen ist,
sondern nur beim Menschen. Wie ist so etwas möglich?
Kirchenlehrer Thomas von Aquin:
Tiere haben keine Seele wie der Mensch.
Der heiliggesprochene Thomas von Aquin verkündet, es
spiele keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle; die Kirche
habe es so gelehrt. Er lehrte auch: „Keiner sündigt, indem er eine
Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist. (...) wenn deshalb der
Mensch die Pflanzen gebraucht für die Tiere, und die Tiere zum Nutzen
des Menschen, so ist das nicht unerlaubt.“ (Summa Theologiae, 64, 1)
Das bedeutet: Die Kirche mißt den Geschöpfen Gottes den Wert einer
bloßen „Sache“, eines Gegenstandes, bei, dazu bestimmt, nach Belieben
„verwendet“, gleich gebraucht – eventuell gar verbraucht – zu werden.
Eine weitere Aussage Thomas von Aquins aus dem Buch „Summa contra
Gentiles, die Verteidigung der höchsten Wahrheiten“, Kapitel 82, lautet:
„Wir glauben, daß allein der Mensch eine substantielle, d.h. durch
sich lebendige Seele besitzt, während die Seelen der Tiere in den
Körpern zugrunde gehen.“
Derlei Urteile angesehener Kirchenlehrer, die das Bewußtsein sehr vieler
Menschen entscheidend geprägt haben, schufen die Basis dafür, daß heute
die Menschen so mit den Tieren verfahren, wie es oben berichtet wurde.
Jesus war ein Freund der Tiere
und warnte vor Fleischgenuß.
Die Aussagen jenes Kirchenmannes, des Thomas von Aquin,
der durch die Bezeichnung „christlich“ doch der Lehre des Jesus, des
Christus, verpflichtet sein sollte, werfen die Frage auf: Wo steht
geschrieben, Jesus von Nazareth habe gesagt, Tiere hätten keine Seele? –
Hat Jesus das gelehrt?
Das Gegenteil ist der Fall! Jesus, der Christus, hatte ein Herz für die
Tiere. Er sagte – und das ist auch in den kirchlichen Bibeln
nachzulesen: „Barmherzigkeit möchte ich, und nicht Opfer.“ (Mt 9,
13) Zur Erdenzeit Jesu waren Tieropfer üblich, die stets mit Qualen für
diese Geschöpfe verbunden waren. Jesus sprach gegen die Tieropfer. Er
trieb die Tierhändler mit für Ihn ungewöhnlicher Heftigkeit aus dem
Tempel. Jesus erzählte Gleichnisse von der Schönheit der Natur, wie die
Tiere und die Natur in Einheit leben und wie sich der Mensch mit
einbeziehen kann. Er lebte auch tagelang mit wilden Tieren in der Wüste,
ohne daß sie Ihm ein Leid zufügten. Jesus war zweifellos ein Freund der
Tiere.
Noch aussagekräftiger sind die Aussagen über Jesus, die in antiken
Evangelien, außerhalb der Bibel also, niedergelegt sind. In den
Petrus-Akten lesen wir z.B. von einem Tier, das gequält wird, und Jesus
sagt dazu: „Weh euch, die ihr nicht hört, wie es zum Schöpfer im
Himmel klagt und um Erbarmen schreit. Dreimal Wehe aber über den, über
welchen es in seinem Schmerz schreit und klagt.“
Im Friedens-Evangelium der Essener finden wir das folgende Jesuswort
über den Menschen: „Das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper
wird sein eigenes Grab werden.“
Wir sehen: Es gibt viele Belege dafür, daß Jesus sich für die Tiere
einsetzte und den Menschen ins Bewußtsein rief, daß Tiere genauso
Schmerzen empfinden wie wir Menschen. Die Kirche jedoch verleugnete und
ignorierte das und nahm solche Stellen erst gar nicht erst in die Bibel
auf.
Da die Kirche sich aber auf Christus beruft, wirft das allerdings einige
Fragen auf. Wie kam es zu dieser Entwicklung?
Fälschungen des Gotteswortes im Bibeltext des Alten Testamentes.
Die ersten Urchristen lebten vegetarisch.
In einer unserer früheren Sendungen war davon die Rede,
daß zu Zeiten des Alten Testamentes angeblich Gott gesagt haben soll,
wie man mit den Tieren beim Schlachtopfer umgehen soll, und es wurde
klargestellt, daß es sich dabei um eine Fälschung der Schriften durch
die damals herrschende Priesterkaste handelt. („Wer sitzt auf dem Stuhl
Petri?“, Band 1) Das Erscheinen von Jesus, dem Christus, als Mensch auf
dieser Erde stellte eine Zäsur dar, um die damals in der Bevölkerung
herrschenden Praktiken anzuprangern, um klarzustellen, daß nach dem
Willen Gottes die Menschen die Tiere nicht mißhandeln, schänden und
essen sollten.
Wenn Jesus also Schluß machte mit dem Mißbrauch der Tiere, wie konnte es
dann dazu kommen, daß heute Institutionen, die sich auf Jesus, den
Christus, berufen und sich „christlich“ nennen, trotzdem wieder den
gleichen lebensverachtenden Umgang mit den Tieren lehren und
unterstützen?
Wer dieser Frage nachgeht, der erfährt: In der Bibel, auf die sich die
Christenheit beruft, steht nur ganz verborgen, daß Jesus die Tiere
liebte und kein Fleisch aß. Viele denken: Die Bibel kommt von Gott und
ist daher die Wahrheit. Die Wahrheit ist aber, daß die Bestandteile der
heutigen Bibel – auch der Evangelien – von Menschen zusammengetragen und
in vielen und bedeutsamen Aussagen gefälscht wurden. Hieronymus hatte im
Jahre 383 den Auftrag von Papst Damasus erhalten, die Evangelien
zusammenzustellen. Dabei hat er so viel unterschlagen und geändert, daß
er selber mit Recht von sich sagte, man werde ihn wohl eines Tages einen
Fälscher nennen. Daß Jesus kein Fleisch verzehrte und die Tiere liebte –
davon wußte Hieronymus sehr wohl, nahm diese Information jedoch nicht in
die Evangelien auf. In einem Brief von Hieronymus an Juvenian schrieb
er: „Der Genuß des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt. Aber
seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des
Tierfleisches in den Mund gestopft ... Jesus Christus, welcher erschien,
als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft,
so daß es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.“ (Adversus
Jovianum 1, 30)
Wir wissen auch aus vielen anderen Texten, daß das Urchristentum
vegetarisch war. Die Apostel aßen ebenfalls kein Fleisch. Es existieren
noch Überlieferungen, die in den Apokryphen nachzulesen sind. Über
Petrus steht dort z.B.: „Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur
selten ein Gemüse zufüge.“ (Clementinische Homilien, XII, 6; rec.
VII, 6) Des weiteren lesen wir: „Matthäus lebte von Samenkörnern,
Baumfrüchten und Gemüse ohne Fleisch.“ (Clemens von Alexandrien,
Paidagogos II, 1, 16) Und: „Johannes hat nie Fleisch genossen.“
(Kirchenhistoriker Hegesipp nach Eusebius’ Kirchengeschichte II 2,3)
Und: „Jakobus, der Bruder des Herrn, lebte von Sämereien und Pflanzen
und berührte weder Fleisch noch Wein.“ (Epistulae ad Faustum, XXII,
3)
Durch den Einfluß des Paulus fand der Fleischgenuß
Eingang in das frühe Christentum.
Daß die ersten Christen, die noch in der unmittelbaren
Nachfolge und unter dem unmittelbaren Eindruck des Lebens Jesu, des
Christus, ihre Gemeinschaften gründeten, kein Fleisch zu sich nahmen,
ist als sicher anzunehmen, da Jesus selbst den Genuß von Fleisch
abgelehnt hat. Kehren wir also zu der Frage zurück: Wie trug es sich zu,
daß man heute die Meinung vertritt – und auch in der Bibel liest –, man
solle Fleisch essen?
Das ist vor allem dem Kirchenlehrer Paulus zuzuschreiben, denn er lehrte
es anders als Jesus. Es gab Unstimmigkeiten in den urchristlichen
Gemeinden, weil einige Gemeindeglieder es mehr mit den gehobenen
Schichten des römischen Reiches hielten und mit Fleisch liebäugelten.
Paulus löste diesen Konflikt, indem er sinngemäß erklärte, die
Vegetarier seien die Schwachen im Glauben; man müsse auf sie Rücksicht
nehmen. Aber eigentlich sei es so: „Alles, was auf dem Fleischmarkt
verkauft wird, das eßt, und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen
nicht beschwert.“ (1. Kor 10, 25)
Der Nachweis, daß es dann auch so gehandhabt wurde, ist einem sehr
interessanten Dokument zu entnehmen, dem Brief des römischen Gesandten
Plinius an Kaiser Trajan im 2. Jahrhundert. Plinius sollte dem Kaiser
berichten, wie sich die Christen in Palästina verhalten. Der Beauftragte
schrieb nach Rom, daß bei den Christen „das Fleisch der Opfertiere,
für das es eben noch kaum mehr einen Käufer gab, überall wieder Absatz
findet.“ (Epüistula X, 96, zit. nach „Jesus und die ersten Christen
waren Vegetarier“, www.theologe.de) Daraus wird deutlich: Obwohl die
ersten Christen den Fleischgenuß abgelehnt hatten, war durch den Einfluß
des Paulus eine Änderung der diesbezüglichen Gepflogenheiten
eingetreten. Man ging wieder zu Fleischkonsum über.
Also setzte sich mit Hilfe von Paulus die Priesterkaste wieder durch –
eine Priesterkaste, der es bereits 1000 Jahre nach Mose gelungen war,
durch Fälschung der Prophetenworte die blutigen Tieropfer des Heidentums
in das Alte Testament hineinzubringen, z.B. mit ausführlichen
Schilderungen, wie das Blut der Opfertiere am Altar verspritzt werden
müsse. Jesus von Nazareth sprach sich immer gegen die Tieropfer aus,
ebenso viele andere große Propheten, was im Alten Testament nachzulesen
ist. Doch auf Betreiben der seit eh und je einflußreichen Priester und
aufgrund der falschen Lehre des Paulus gewannen jene Kräfte Oberhand,
denen daran gelegen war und ist, nicht nur Menschen zu unterdrücken,
auszubeuten und ihnen den Tod zu bringen, sondern auch Tiere.
Hier wird wieder der Konflikt deutlich, den wir in unserer Sendereihe
schon mehrfach aufgezeigt haben: der Konflikt zwischen den wahren
Gottespropheten, die das Wort Gottes den Menschen brachten – und der
Priesterkaste, den Vertretern des heidnischen Götzenkultes. Dieser
heidnische Götzenkult fand immer wieder Eingang bei den Menschen. Es
begann mit Paulus; etwas später dann, zur Zeit des Konstantin, werden
die antichristlichen Einflüsse in verstärktem Maße deutlich, so daß sich
allein aufgrund dieser Tatsachen die Behauptung, der Stuhl Petri habe
irgend etwas mit Jesus, dem Christus, zu tun, als unbegründet und
unglaubwürdig erweist. Die Wurzeln für den Stuhl Petri hingegen sind
klar erkennbar im heidnischen Götzenkult.
Verteufelung
des Vegetarismus
durch die Kirche
Unter Kaiser Konstantins Herrschaft wurde das
Christentum zum Staats-Christentum und dadurch immer mehr zur
Staats-Kirche. Gerade in dieser Zeit ging man auch gegen die Vegetarier
vor.
Die junge katholische Kirche wendete sich ganz brachial gegen
Vegetarier, weil in der konstantinischen Ära doch viele Menschen noch
wußten, daß das Urchristentum vegetarisch ausgerichtet gewesen war.
Zahlreiche Überlieferungen von sogenannten Kirchenvätern sagen ganz klar
aus: Das Urchristentum war vegetarisch. – Damals gab es auch viele
Priester, die noch Vegetarier waren. Es fand einmal ein Konzil statt,
auf dem die Priester aus einem Fleischtopf essen mußten; wer das nicht
tat, wurde seines Amtes enthoben. Es gibt sogar einen Bannfluch von
Papst Johannes III., der ganz massiv gegen Vegetarier gerichtet ist; er
lautet: „Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuß
gegeben hat, für unrein hält und so, nicht um seinen Leib zu belasten,
sondern weil er sie sozusagen für unrein hält, auf sie verzichtet, daß
er nicht einmal vom Gemüse, das mit Fleisch gekocht wurde, kostet, wie
Mani und Priscillian sagten, sei er mit dem Bannfluch belegt.“ Das
wurde 561 auf der 1. Synode von Braga in Portugal festgelegt. (Seifert/Pawlik,
„Geheime Schriften mittelalterlicher Sekten“, S. 140)
Unter Kaiser Konstantin I. soll vegetarisch und pazifistisch lebenden
Christen flüssiges Blei in den Hals geschüttet worden sein. (Carsten
Strehlow, „Vegetarismus/Veganismus als Bestandteil des Christentums“,
Berlin 2000, S. 51) Und als sich die römisch-katholische Kirche bildete,
zwang man Menschen, bevor sie in die Kirche aufgenommen wurden, eine
Verfluchung gegen die Nachfolge Jesu bzw. gegen Seine Lehre und somit
letztlich gegen Jesus Christus selbst auszusprechen. Sie mußten
bekennen: „Ich verfluche die Nazarener, die Sturen, die verneinen,
daß das Opfergesetz von Moses gegeben wurde; die sich dem Essen lebender
Kreaturen enthalten und die nie Opfer darbieten.“ (Strehlow, a.a.O.,
S. 49)
Der Stuhl Petri befand: Wer fleischlos lebt,
ist ein Ketzer und fällt der Inquisition anheim.
Der soeben im Bannfluch von Braga erwähnte Spanier
Priscillian – ein Vegetarier, der lehrte, daß man die Natur achten und
sich fleischlos ernähren soll – war der erste sogenannte „Ketzer“, der
Ende des 4. Jahrhunderts von der Kirche hingerichtet wurde. Ein Zufall?
– So setzte sich die Entwicklung fort. Aus dem Mittelalter z.B. ist
überliefert, daß im 13. Jahrhundert zwei Frauen, die gläubige
Katharerinnen waren, hingerichtet wurden. Und zwar „überführte“ man sie
ihres „Irrglaubens“, indem man sie aufforderte, ein rasch
herbeigebrachtes Huhn zu töten. Séréna und Agnès de Châteauxverdun
weigerten sich, und das galt den Schergen als Beweis. Also ein weiterer
historisch belegter Fall, daß Menschen hingerichtet wurden, weil sie
Vegetarier waren. (Daniela Müller, „Katharer“, in: Adolf Holl (Hg), „Die
Ketzer“, 1994, S. 314)
Sowohl im Altertum als auch im Mittelalter tobte ein heftiger geistiger
Kampf. Auf der einen Seite die urchristlichen Strömungen (vgl. hierzu:
Matthias Holzbauer, „Verfolgte Gottsucher“, Verlag Das Weiße Pferd,
2004) – übrigens in Verbindung mit den griechischen Philosophen, was
wenig bekannt ist –, auf der anderen Seite standen die kirchlichen
Lehren. Auch in der Philosophie der Griechen und der Römer waren
Tierschutz und vegetarische Ernährung selbstverständlich. Dafür stehen
Namen wie Pythagoras, Empedokles und die bekannten römischen Philosophen
Cato, Horaz, Seneca, Ovid und Plutarch, die sich ebenfalls für die Tiere
einsetzten. Die Kirche aber befand: Das ist Heidentum, das ist
Götzenlehre. Wer sich auf diese Philosophenschulen berief, habe die
Todesstrafe verdient – ebenso wie die urchristlichen Gemeinschaften, die
der wahren Lehre des Jesus von Nazareth folgten.
Die Kirche sah den Fleischverzehr in einer angeblichen Sonderstellung
des Menschen begründet: Sie zog quasi einen Trennungsstrich zwischen dem
Menschen einerseits und der Natur mit den Tieren andererseits. Die
ersten Kirchenlehrer spotteten sogar über diejenigen, die noch in der
Einheit mit der Natur zu leben versuchten. So ließ sich z.B. schon um
150 der Kirchenlehrer Aristides entsprechend über die Unvernunft der
Ägypter aus, die die Tiere heiligen und nicht merken, daß Tiere „Nichts“
sind. Der Kirchenvater Clemens von Alexandria machte sich über Menschen
lustig, die der Mutter Erde Achtung erwiesen. Ein Wort von ihm: „Ich
bin gewohnt, die Erde mit meinen Füßen zu treten, und nicht, sie
anzubeten.“ (Karlheinz Deschner, „Kriminalgeschichte des
Christentums“, Bd. 1, S. 197)
Infolge dieser Gegensätze über viele Jahrhunderte ist, letztlich durch
die Kirche, die ganze Antike in die Barbarei gestürzt. Die Folgen dieses
gewaltigen geistigen Kampfes, den die Kirche im Äußeren zunächst für
sich entschied, sind unter anderem die heutigen Verbrechen und
Quälereien an den Tieren.
Angesichts dieser Fakten fragt der denkgewohnte Analytiker, ob es denn
ein Zufall ist, daß von der vatikanischen Organisation – vielleicht auch
von ihrem lutherischen Anhängsel? – immer jene Menschen auf übelste
Weise verfolgt, gefoltert, gequält und zu Tode gemartert wurden, die es
wagten, kein Fleisch zu essen.
Jeder Mensch, der schlicht und einfach das Herz auf dem rechten Fleck
hat und seinen gesunden Menschenverstand walten läßt, wird vermutlich
lieber zu denen gehören, die friedvoll mit Tier und Mensch umgehen, als
zu jenen, die nicht nur die Tiere grausam hinschlachten, sondern die,
z.B. im Mittelalter, auf bestialische Weise Menschen zu Tode foltern
ließen.
Bei einem Blick in die Inquisitionsprotokolle ist so mancher tief
ergriffen darüber, welch ein Herz für Tiere jene hatten, die dann von
der Kirche verurteilt und schlußendlich immer zu Tode gebracht wurden.
Über die Manichäer z.B. ist in einem Inquisitionsprotokoll geschrieben:
„Sie essen weder Fleisch noch Eier und trinken weder Milch noch
Wein.“ (aus: Seifert/Pawlik, „Geheime Schriften mittelalterlicher
Sekten“, S. 140) Und über die Waldenser: „Jede Art des Blutvergießens
galt ihnen als Todsünde.“ (ebenda, S. 311) Das bedeutet also:
Ethisch hochstehendes Verhalten war der Grund dafür, daß man sie
umbrachte. Diejenigen, die sie umbrachten, sahen also keinen Wert darin,
daß ein Mensch sich ethisch hochstehend benimmt – im Gegenteil: Er
sollte sich ethisch verwerflich verhalten, so, wie seine Mörder.
Das könnte uns wiederum Aufschluß darüber geben, wer auf dem Stuhl Petri
sitzt. Es sind letztendlich diejenigen, die für die Zerstörung der Erde
sind, die für die Zerstörung von Mensch, Natur und Tieren wirken, und
das ist genau das Gegenteil dessen, was Gott wollte und will, und es ist
das Gegenteil dessen, was Jesus, der Christus, lehrte, der den Menschen
wahrlich die Gottes- und Nächstenliebe nahebrachte. Folglich ist der
Inhaber des Stuhles Petri niemand anderer als der Gegenspieler Gottes.
Sogar ein Franziskaner ist dieser Ansicht. In dem Buch „Für einen Bissen
Fleisch“ berichtet Karlheinz Deschner, der Franziskaner Renato Moretti
habe geschrien: „Satan ist im Vatikan eingezogen!“, und zwar
nachdem er erfahren hatte, daß im neuen Katechismus der katholischen
Kirche von 1993 steht: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des
Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf
man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern
bedienen. Man darf sie zähmen, um sie den Menschen bei der Arbeit und in
der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche
Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig.“ (Nr.
2416) Die darauf erfolgte, sehr spontane und vehemente Äußerung dieses
Franziskaners „Satan ist im Vatikan eingezogen!“ kommentiert
Deschner mit den Worten: „Er irrte nur in der Zeitform, dem Präsens,
allerdings um Jahrhunderte.“ (S. 52)
Der Katechismus – ein Armutszeugnis der katholischen Kirche.
Eloquenz im Dienste des Mords an Gottes Geschöpfen
Die Gläubigen der katholischen Kirche gehen im
allgemeinen davon aus, es habe sich seit der unbestritten bluttriefenden
Vergangenheit dieser Institution doch „alles geändert“. Ein genauer
Blick in die Gegenwart zeigt jedoch deutlich auf, daß es um die
Einstellung der katholischen Kirche heute keinen Deut besser bestellt
ist als in früheren Jahrhunderten. Die soeben zitierte
Katechismus-Aussage, daß Gott die Tiere „unter die Herrschaft des
Menschen gestellt“ habe, zeigt es bereits. Wobei hier die Frage zu
stellen wäre, wie das möglich ist, wenn doch die Tiere gleichzeitig (Nr.
2416) der „fürsorgenden Vorsehung“ Gottes unterstehen sollen.
Ein weiterer Lehrsatz im katholischen Katechismus rundet das Bild ab,
denn dort heißt es unter Nummer 2418: „Es widerspricht der Würde des
Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es
unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not
lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die
Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“
Blättern wir weiter im Katechismus, so können wir unter Nummer 2457
lesen: „Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen
schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher
Bedürfnisse dienen.“
Liebe Leserinnen, liebe Leser, es lohnt sich, diese eloquenten
kirchlichen Statements langsam und bedacht zu lesen, um sich bewußt zu
machen, welch Ungeheuerlichkeiten in den glatten Worten enthalten sind.
Die raffinierte, abgefeimte Rede- und Formulierungskunst der Theologen
mag so manchen arglosen Zeitgenossen darüber hinwegtäuschen, daß hier in
schönen, salbungsvollen Worten der Mißachtung und dem Mißbrauch der
edlen Gottesgeschöpfe Tür und Tor geöffnet werden. Bei Licht besehen
heißt das, was im Katechismus steht: Man darf Tiere quälen, wenn es dem
Menschen Nutzen bringt und dem Menschen dient.
Jesus, der Christus: „Wer Vorteile zieht aus dem Unrecht, das
einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, der kann nicht rechtschaffen sein
...“
Welche Auswirkungen für die Tiere ergeben sich aus
diesen Festsetzungen der katholischen Kirche? Wie geht es den Tieren
heute?
Wir hörten, daß laut katholischer Kirche z.B. Tierversuche zulässig
sind. – Wir können uns ja gar nicht vorstellen, wie es den Tieren in den
Labors ergeht! Wenn es im Katechismus, wie oben erwähnt, heißt, daß man
kein Geld für die Tiere ausgeben soll, „das in erster Linie menschliche
Not lindern sollte“, so läßt das erahnen, in welchem Ausmaß heutzutage
die Tiere ausgebeutet werden und daß dabei einzig der Nutzen – sprich:
der Profit – zählt. Die Kirche allerdings gibt ihr Geld durchaus nicht
her, um „in erster Linie menschliche Not zu lindern“, schon gar nicht
für die Tiere, versteht sich – sie behält es einfach für sich. Die
Kirche zahlt grundsätzlich nicht – sie läßt zahlen.
Aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang eine Aussage des Jesus von
Nazareth, die in dem Buch „Das ist Mein Wort “ wiedergegeben ist. Da
heißt es:
„Und einige Seiner Jünger kamen zu Ihm und sprachen zu Ihm über einen
Ägypter, einen Sohn des Belial, der lehrte, daß es nicht wider das
Gesetz sei, die Tiere zu quälen, wenn ihr Leiden den Menschen Nutzen
bringe. Und Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, Ich sage euch, wer
Vorteile zieht aus dem Unrecht, das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird,
der kann nicht rechtschaffen sein. Ebensowenig können die mit heiligen
Dingen umgehen oder die Geheimnisse des Himmels lehren, deren Hände mit
Blut befleckt sind oder deren Mund durch Fleisch verunreinigt ist.
Gott gibt die Körner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den
rechtschaffenen Menschen gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für
den Körper ...
Deshalb sage Ich zu allen, die Meine Jünger werden wollen: Haltet eure
Hände frei vom Blutvergießen und lasset kein Fleisch über eure Lippen
kommen; denn Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, daß die
Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Saaten der Erde.“
(Kap. 38)
Bei der kirchlichen Beurteilung, man dürfe Tiere gern haben, solle ihnen
aber „nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt“,
handelt es sich um eine jener Aussagen, deren Tragweite man zunächst gar
nicht erfaßt. Ein Beispiel, um besser zu verstehen, was gemeint ist,
könnte die Jagd sein.
Konfessionell gebundene Jäger finden nichts dabei, Tiere, die von
Menschen als Haustiere gehalten werden, einfach abzuknallen. Fühlen sie
sich etwa lediglich den Auflagen der katholischen Kirche im Katechismus
verpflichtet und wollen den 300.000 Besitzern von Hunden und Katzen in
Deutschland, denen sie jährlich die Tiere erschießen, dabei helfen, die
diesbezüglichen Vorschriften der katholischen Kirche einzuhalten? Denn
es soll ja durchaus vorkommen, daß jemand ein Tier, das mit ihm zusammen
lebt – z.B. eine Katze oder einen Hund –, gern hat und es sogar liebt.
Grausame
Tierversuche –
mit priesterlichem Segen
Über die Folgen der fragwürdigen offiziellen Standpunkte
der Kirche über die Tiere gibt eine Broschüre besonders ausführlich und
tiefgehend Aufschluß. Ihr Titel: „Tiere klagen – Der Prophet klagt an.“
Darin nimmt Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes für unsere
Zeit, Stellung zu dem Leiden und dem Leid der Tiere und geht den Wurzeln
für die Mißachtung dieser Gottesgeschöpfe nach. Sie gibt der gequälten
Kreatur gleichsam eine Stimme. Z.B. – zum Thema Tierversuche – klagt ein
Versuchstier:
|
„Ihr habt mir den Tod eingepflanzt, Elend und immer größeres Elend;
Jammer, immer größerer Jammer; Schmerz und unerträgliche Pein. Was
bringt euch das? Hört ihr Menschen nicht? Seht ihr denn nicht? Fühlt ihr
denn nicht? Ihr Menschen, versetzt euch einmal in meine Situation, in
mich hinein. Mit meinem Schicksal bin ich nicht allein. Millionen
Ratten, Mäuse klagen gleich mir. Vernehmt ihr nicht das Weinen, das
Schreien, das Weheklagen, den Schmerz eurer Tiergeschwister?“ (Seite
121) |
 |
 |
Stellen wir den Worten des Propheten die
Zustimmung der Kirche zu den Tierversuchen gegenüber, die
beispielsweise bei einem ökumenischen Gottesdienst zur
Einweihung des neuen Tierversuchszentrums der Universität
Erlangen zum Ausdruck kam. Dort waren es die Pfarrer, die den
Tieren „eine Stimme gegeben“ haben. Das klingt dann sinngemäß
so: |
 |
Das Versuchstier sagt, es gehe ihm gut, wenn
es sein neues Zuhause anschaue, für das die Menschen so viel
Geld ausgegeben hätten: das neue Zentrum, nur für sie, die
Versuchstiere. Das Tier betont, die Tiere stellten sich zur
Verfügung, täten ihr Bestes für gute Ergebnisse; das Tier sehe
sein Dasein als seine Aufgabe, seine Arbeit, seinen Beruf an.
Das Tier sagt, es sei kein leichter Beruf, weil am Ende der Tod
stünde, für das Wohl der Menschheit. – |
 |
Aber dennoch spricht der Geistliche ganz
ungerührt und ohne Skrupel den Dank an Gott für dieses
Tierversuchszentrum und erteilt den priesterlichen Segen.
Ein Kommentar erübrigt sich. Das ist der Unterschied zwischen
Priesterkaste und Prophet, wie er auch in unserer Zeit mehr als deutlich
wird! |
„Niemand ist so
schamlos wie ein Theologe.“
Noch einmal zurück zu den Aussagen der Kirche im
katholischen Katechismus: Wie pervertiert diese relativ harmlos
klingenden Glaubenssatzungen im Alltag ausgelegt werden! Es ist die
Perversion schlechthin, das Leben dermaßen zu mißachten, es dermaßen zu
erniedrigen und mit frommen Sprüchen das Leid und das Leiden der Tiere
zu betonieren. Ein Satz von Karlheinz Deschner bringt es auf den Punkt;
er sagt: „Niemand ist so schamlos wie ein Theologe.“ (Karlheinz
Deschner, „Für einen Bissen Fleisch“, S. 24)
Der Vorgänger des jetzigen Papstes, Johannes Paul II., sprach des
öfteren davon, „man müsse die Kultur des Todes bekämpfen“. Mit solchen
und ähnlichen wohltönenden Worten wird das Volk getäuscht; die Menschen
werden für dumm verkauft. In Wirklichkeit muß jeder klar Denkende zu dem
Schluß kommen: Was die Kirche den Menschen gebracht hat, ist nichts
anderes als eben diese Kultur des Todes. Und diesen Tod hat sie nicht
nur den Tieren, sondern auch unzähligen Menschen gebracht, viele
Jahrhunderte lang.
Luise Rinser schreibt in dem Buch von Eugen Drewermann, „Über die
Unsterblichkeit der Tiere“: „Wir“, – sie meint jetzt die
Kirchenchristen – „uns auf die christliche Theologie berufend,
behaupten, Tiere fallen nicht unter das Tötungsverbot, denn sie haben
keine Seele. Es gab einmal eine Zeit, in der diese Kirche auch von den
Frauen glaubte, sie hätten keine Seele oder doch eine viel niedrigere,
als die Männer sie haben. Es gab auch eine Zeit, in der man glaubte,
‚Neger’ hätten keine Seele und dürften darum als ‚Sklaven’, wie nicht
lebende Ware, verkauft und straflos getötet werden.“ (S. 11) Das
heißt, die kirchliche Un-Kultur des Todes zieht sich wie ein roter Faden
durch die ganze Geschichte.
Die Tatsache, wie die Kirche mit Tieren umgeht, läßt den Schluß zu, daß
die Kirche die Tiere vom Heil Christi ausgeschlossen hat. Tiere haben,
so die Kirchenlehre, keine unsterbliche Seele und kommen deswegen auch
nicht in den Himmel. Folglich kann man auch auf der Erde mit ihnen
umspringen, wie es dem Nutzen des Menschen zu dienen scheint. Das geht
allerdings mit Christus und den Propheten ganz und gar nicht konform.
Selbst im Alten Testament, z.B. beim Propheten Hosea, steht
Gegenteiliges. Da heißt es in Kapitel 2, Vers 20: „Ich schließe für
Israel an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und den Vögeln
des Himmels und mit allem, was auf dem Erdboden kriecht. Ich zerbreche
Bogen und Schwert, es gibt keinen Krieg mehr im Land, ich lasse sie“
– also die Tiere – „Ruhe und Sicherheit finden.“
Und durch Jesaja spricht Gott: „Aber wer Stiere opfert, tötet
zugleich Menschen; wer ein Schaf schlachtet, erwürgt zugleich Hunde; wer
Speiseopfer darbringt, opfert zugleich Schweinblut; wer Weihrauch
opfert, preist zugleich einen Götzen.“ (Jes 66, 3)
Das also sprach Gott durch die Propheten, das sprach Jesus, und das
spricht Gott durch Gabriele im Prophetischen Wort heute – ganz im
Gegensatz zu dem, was die Kirche über die Tiere lehrt.
Unser aufmüpfiger Denker, der gute Analytiker, bemerkt dazu: Offenbar
wird alles, was nicht katholisch oder evangelisch ist, „ausgemerzt“.
Denn die Tiere sind weder katholisch, noch sind sie evangelisch.
Beispiele für die Haltung der Lutherkirche gegenüber den Tieren.
„Tiertötung ..., ein priesterlicher Akt von eschatologischem Charakter“
Bezüglich der Frage: „Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?“
wird das Bild immer deutlicher. Wie steht es aber mit dem Anhängsel des
Stuhls Petri, der Lutherkirche? Beleuchten wir kurz: Nimmt sie gegenüber
den Tieren eine andere Haltung ein?
Luther gilt ja fälschlicherweise immer noch als „der große Reformator“.
Hinsichtlich der Tiere und auch vieler anderer Punkte muß man jedoch
sagen: Er hat überhaupt keine Reformen gebracht, sondern vieles
verschlimmert. Auf die Tiere bezogen: Luther hat sich nicht für die
Tiere eingesetzt. Es ist nichts davon bekannt, daß er das Leiden und das
Leid der Tiere angesprochen hätte. Bedenken wir, in welchen Kreisen
Luther sich bewegte. Wir wissen, er war gegen die Bauern. Er hielt es
mit den Fürsten, und die Fürsten seiner Zeit feierten ihre Feste mit
großen Fleischgelagen.
Von einem seiner Mitstreiter, Philipp Melanchton, ist überliefert, wie
dieser in Nürnberg einkehrte. Sein Speiseplan: „Schweinekopf und
Lendenbraten in saurer Sauce; Forellen und Eschen; Rebhühner mit Kapaun
und Hecht in Sülze; Wildschweinbraten mit Pfeffersauce. So ging’s zu,
wenn der Herr Philipp kam.“ Im Alltag ging es bescheidener zu. Das
ist nachzulesen in „Veranstaltungen in Luthers Landen“, Kulturmagazin
für Sachsen-Anhalt und Thüringen, 1997.
Schon die äußere Erscheinung gerade des älteren Luther legt die
Vermutung nahe, daß er ebenfalls dem Fleischgenuß nicht abgeneigt war.
Auch die Umstände seines Todes könnten mit seinem Konsum von Fleisch zu
tun gehabt haben; das ist natürlich eine Mutmaßung. Doch lassen Sie das
Bild des Luther einmal auf sich wirken, und vergleichen Sie es mit
Darstellungen von Jesus von Nazareth.
Gehen wir bei der evangelischen Kirche ebenfalls in die Gegenwart. Aus
dem katholischen Katechismus erfuhren wir von der Sichtweise des Stuhles
Petri über die Tiere. Auch im evangelischen Katechismus ist etwas über
die Tiere ausgesagt, wenngleich natürlich – ähnlich wie im katholischen
– äußerst wenig. Dort kann man Erstaunliches lesen: „Am Tier
erscheint uns doch gerade die Profanität, die tabufreie Ungehemmtheit
gegenüber Zeugung, Geburt und Tod als das Unmenschlichste und
Wesensfremdeste. Mit dem Schamgefühl und mit den Bestattungsriten
beginnt doch überhaupt erst die Geschichte des Menschen. Kein Tier
verhüllt seine Genitalien, keines verehrt und begräbt seine Toten.“
Zu dieser Beurteilung also kommt man im evangelischen Katechismus. Man
weiß nun auch endlich, was, nach evangelischer Lehre, den Menschen
ausmacht: die Verhüllung der Genitalien und vor allem die
Bestattungsriten. – Wer hätte das gedacht!
Einige andere evangelische Theologen wurden etwas deutlicher, z.B. Karl
Barth, der folgendes schrieb: „Morden darf er [der Mensch] auch das
Tier nicht. Er kann es nur töten ... Tiertötung ist im Gehorsam nur
möglich als ein im tiefsten ehrerbietiger Akt der Buße, der Danksagung,
des Lobpreises des begnadigten Sünders gegenüber dem, der der Schöpfer
und der Herr des Menschen und des Tieres ist. Tiertötung ist, wenn mit
der Erlaubnis und unter dem Gebot Gottes vollzogen, ein priesterlicher
Akt von eschatologischem Charakter ... Ein guter Jäger, ein ehrsamer
Metzger, ein gewissenhafter Vivisektor werden sich darin von den üblen
unterscheiden, daß sie – mit der Tötung des Tieres beschäftigt – dieses
Seufzen und Schreien der Kreatur hören, daß sie also im Vergleich mit
allen anderen, die mit dem Tier zu tun haben, zu einer erhöhten,
verschärften, vertieften Scheu, Zurückhaltung und Sorgfaltung aufgerufen
sind.“ („Die kirchliche Dogmatik, Band 3, Die Lehre von der
Schöpfung“, 1957)– Als ob z.B. das Versuchstier etwas davon hätte, wenn
der Vivisektor genau hinhört, während er es quält.
„Satan hat den größten Erfolg,
wo er mit dem Namen Gottes auf den Lippen erscheint ...“ (Gandhi)
Was soeben zitiert wurde, klingt für einen normalen
Menschen wie Hohn und Spott. Vielleicht vermag ein Normalbürger auch die
verquere Denkweise eines Theologen gar nicht nachzuvollziehen. Auf jeden
Fall kann man eines sagen: Wir führten Aussagen aus den Katechismen der
Amtskirchen an, des heidnischen Götzenkultes „katholisch“ und seines
Ablegers „evangelisch“. Diese Institutionen sollten tunlichst bei diesen
Namen bleiben, denn mit Jesus, dem Christus, hat all das nichts zu tun.
Menschen, die ein Herz für Jesus, den Christus, haben, sollten
eigentlich daran interessiert sein, daß dieser Etikettenschwindel, der,
wie wir erfuhren, auch auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird, ein
Ende nimmt.
Im evangelischen Katechismus wird unter anderem vom Schamgefühl
gesprochen. Da wäre zu fragen, ob der Landesbischof Dr. Johannes
Friedrich dieses Schamgefühl noch besitzt, denn er schämte sich nicht,
anläßlich des zehnten Jahresempfangs des Bayerischen Jagdverbandes die
Schirmherrschaft zu übernehmen. Friedrich ist also bereit, die
Schirmherrschaft für diejenigen zu übernehmen, die für das Töten und
Quälen der Tiere in unseren Wäldern und Feldern verantwortlich sind.
Von ihm aus gesehen – warum sollte er das nicht? Schließlich ist er der
Repräsentant eines Kultes, der gegen Jesus, den Christus, ist. Jesus,
der Christus, der Sohn Gottes, ist für das Leben. Und das Leben ist von
Gott. Das Leben ist von Gott gegeben und darf vom Menschen nicht
genommen werden. Wer also gegen Jesus, den Christus, ist, der kann
natürlich nur gegen das Leben sein und für jene, die das Leben nehmen.
Dazu hat Mahatma Gandhi, der bekannte Friedensnobelpreisträger, am 8.
September 1920 erklärt: „Es ist meine feste Überzeugung, daß das
heutige Europa nicht den Geist Gottes und des Christentums verwirklicht,
sondern den Geist Satans. Und Satan hat den größten Erfolg, wo er mit
dem Namen Gottes auf den Lippen erscheint. Ich meine, daß das
europäische Christentum eine Verleumdung des Christentums Jesu
bedeutet.“ (Zit. nach Gabriel, „Gandhi Christus und die Christen“,
1931)
Was der Mensch sät, wird er ernten.
Was diese heidnischen Götzenkulte, die das christliche
Abendland geprägt haben, mit ihrer Haltung auch gegenüber den Tieren und
gegenüber der Natur angerichtet haben, brauchen wir heute gar nicht mehr
im Einzelnen darzulegen. Die Medien führen uns täglich die entsetzlichen
Auswirkungen vor Augen. Der oberste Chef des Vatikankultes läßt sich ja
gerne von seinen Untergebenen als „Lenker des Erdkreises“ betiteln. Der
„Lenker des Erdkreises“ ist folglich für das verantwortlich, was auf der
Erde geschieht. Und was geschieht auf dieser Erde? Denken wir zunächst
an jene Zeiterscheinungen, die ganz unmittelbar auf den Menschen
zurückzuführen sind: die neu aufgetretenen Seuchen: die Vogelgrippe,
BSE, Maul- und Klauensuche und die vielen anderen Krankheiten, die ganz
eindeutig dadurch entstanden sind, daß der Mensch mit den Tieren so
bestialisch umgeht.
Ebenso ist es mit AIDS, der sogenannten „größten Geißel der Menschheit“
unserer Zeit. Oder denken wir an die Naturkatastrophen. Vor 20 Jahren
wurden die Menschen, die darauf hinwiesen, daß die Erde die Mißhandlung
durch die Menschen nicht mehr lange tragen kann, als „Endzeitapostel“
verschrien. Doch alle, die damals den Mund weit aufrissen, sind heute
verstummt, denn seriöse Wissenschaftler zeichnen heute Szenarien von der
Zukunft der Welt, die viel erschreckender sind als jede Vorhersage, die
vor 20 Jahren zu hören war.
Jesus, der Christus, ebenso Gott, der Ewige, hat die Menschen nie im
Unklaren über die möglichen Folgen ihres Treibens gelassen. Der
Gottesgeist sandte immer erleuchtete Männer und Frauen, die die Menschen
warnten und ihnen vor Augen hielten, daß nach dem Kausalgesetz, dem
Gesetz von Ursache und Wirkung, einer bösen Saat unweigerlich die
entsprechende Ernte folgt, sofern der Mensch nicht zuvor umkehrt und das
Verursachte wiedergutmacht. – Im Jahre 2001 erschien von Gabriele eine
aufschlußreiche Broschüre mit dem bedeutungsschweren Titel:
„Der Mord an den Tieren ist der
Tod der Menschen“. Vielleicht hat so mancher vor einigen Jahren
darüber noch gelacht. Heute ist vielen das Lachen vergangen.
In der Broschüre „Tiere klagen –
Der Prophet klagt an“ lesen wir:
„Zur Rechtfertigung der maßlosen Ausbeutung der Naturreiche wird
oftmals das Schöpferwort zitiert: »Macht euch die Erde untertan.« (Gen
1,28) Das Wort »untertan« heißt jedoch nicht, die Tiere zu quälen, die
Wälder und Pflanzen zu vernichten und alles zu zerstören, wessen der
Mensch habhaft wird. Mit dem Wort »untertan« ist das Gebot des Bewahrens
der Naturreiche, ja der ganzen Erde gemeint. Uns ist geboten, die Tiere
liebevoll zu behandeln und zu pflegen. Uns ist geboten, alle
Lebensformen auf der Erde, ja die ganze Erde zu achten, zu schätzen und
zu lieben, denn alles in allem ist das Werk des Allmächtigen – die Liebe
zu Mensch, Tier, Pflanze und Stein, ja zur ganzen Erde.“ (S. 108)
Der Gottesgeist wies in den vergangenen 30 Jahren immer wieder darauf
hin, was geschehen würde, wenn die Menschen nicht aufhören, Tiere zu
quälen, zu malträtieren, abzuschlachten, in Gefängnissen zu halten, in
dunklen Verliesen und vieles mehr. Aber die Menschheit wollte nicht
hören.
Was Christus in der heutigen Zeit, im Gegensatz zum Stuhl Petri, über
das Verhalten der Menschen zu den Tieren sagt, können wir an vielen
Stellen in „Das ist Mein Wort“ nachlesen. Und dort finden wir die Worte
aus dem Evangelium Jesu auf Seite 186: „Seid also rücksichtsvoll,
gütig, mitfühlend und freundlich nicht allein mit euresgleichen, sondern
auch mit aller Kreatur, die in eurer Obhut ist; denn ihr seid für sie
wie Götter, zu denen sie aufblicken in ihrer Not.“
Auf der nächsten Seite gibt der Christus Gottes eine fundamentale
Richtschnur für unsere Ernährung: „Schlachtet nie ein Tier für euren
persönlichen Gebrauch. Sehet, die Natur, das Leben der Schöpfung, sorgt
für euch. Die Früchte des Feldes, der Gärten und der Wälder sollen euch
genügen.“
Und Er geht sogar noch einen Schritt weiter in der Aussage: „Allein
schon, wenn der Mensch willentlich und wissentlich duldet, daß Menschen
und Tiere gequält, mißachtet und mißhandelt werden, wird ihm Gleiches
oder Ähnliches widerfahren.“
Nun verstehen Sie auch, liebe Leserinnen, liebe Leser, warum wir immer
wieder darauf hinweisen, daß man die Tiere nicht quälen soll. Wir
Urchristen wissen darum; und deswegen ist es für uns eine Verantwortung,
darüber aufzuklären, wie es Mensch und Tier in der Knechtschaft der
Kirche ergeht und welches Schicksal denen droht, die von dieser
Institution die Maßstäbe für ihr Tun und Lassen beziehen.
Mahnungen des Gottesgeistes gab es in Offenbarungen in einer
unermeßlichen Fülle, und auch in vielen Büchern, die von Gabriele, der
Prophetin und Botschafterin Gottes, in den vergangenen 30 Jahren
geschrieben wurden. Das Wort Gottes wurde und wird über Hunderte von
Radiosendern auf der ganzen Erde verbreitet. Als besonders starrsinnig
und hartherzig erweisen sich jene Länder, in denen die sogenannten
christlichen Kirchen – von denen wir jetzt wissen, daß es sich in
Wahrheit um heidnische Götzenkulte handelt – das Sagen haben. Man hat
nicht aufgehört mit der Massentierhaltung. Man hat nicht aufgehört mit
den Tierversuchen. Man knallt weiterhin hinterrücks arg- und wehrlose
Tiere in Wald und Flur ab.
Warnung des Schöpfers an die Menschheit:
„Hört auf, zu quälen, zu töten und zu morden! ... Es ist genug!“
Der Gottesgeist mahnte und mahnte. Er mahnte viele Jahre
lang. Doch im Jahr 2001 erging eine Art abschließende, eindringliche
Warnung Gottes, des Schöpfers, an die Menschheit. Diese möchten wir am
Ende dieses Kapitels wiedergeben. Während Sie Seine Botschaft lesen,
könnten Sie heute, fünf Jahre später, das Gesagte mit Ereignissen der
vergangenen zwei bis drei Jahre vergleichen. Dann werden Sie die
Parallelen zu vielen Geschehnissen entdecken, von den Sie in den
vergangenen Wochen, Monaten und Jahren erfuhren.
Der Schöpfer sprach am 27. Februar 2001:
„ICH BIN der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Ich
Bin der Gott aller wahren Propheten.
Ich, GOTT, der Allmächtige, erhebe Meine Stimme durch Meine Prophetin
und Botschafterin und richte sie an die Menschheit.
Hört auf, eure Mitgeschöpfe, die eure Tiergeschwister sind, zu
verzehren!
Hört auf, sie zu quälen durch Tierversuche und durch Freiheitsentzug,
indem ihr sie in Ställen haltet, die tierunwürdig sind! Tiere lieben die
Freiheit, ebenso wie ihr, die Menschen.
Hört auf, Kleinsttiere, das Bodenleben, zu töten durch künstliche
Düngemittel, auch durch Exkremente und dergleichen!
Hört auf, Wälder abzuholzen, abzubrennen und den Tieren in Wald und Flur
den Lebensraum zu nehmen. Gebt ihnen ihren Lebensraum, Wälder, Felder
und Wiesen, zurück; anderenfalls wird euer Schicksal, das ihr euch
selbst auferlegt habt, euer Haus und Hof und eure Ernährungsquellen
wegnehmen durch weltweite Katastrophen, die ihr selbst geschaffen habt
durch euer Verhalten gegen das Leben, gegen die Reiche der Natur,
einschließlich der Tiere.
Sollten die Menschen Meine Worte abermals dem Wind übergeben, dann wird
für sie der Sturm, das weltweite Schicksal, einsetzen und die Menschen
zu Hunderttausenden hinwegraffen – zum einen durch weltweite
Katastrophen, zum anderen durch Krankheiten, die ähnlich wie Seuchen
über sie hereinbrechen und die sie durch ihre Abkehr von jeglicher
geistigen Ethik und Moral den Tieren auferlegt haben, die sie derzeit zu
Tausenden verbrennen. Wer nicht umkehrt, dem wird es ähnlich ergehen.
Mein Wort ist gesprochen. Die weltweite Apokalypse ist im Gange. Wer
nicht hören will, wird in immer kürzeren Abständen seine geschaffenen
Ursachen als Wirkungen fühlen. Ich habe die Erde mit ihren Pflanzen,
Tieren und Mineralien zu Mir erhoben. Wer weiterhin an die Mutter Erde
mit all ihren Lebensformen Hand anlegt, der wird die Wirkungen spüren.
Hört auf, zu quälen, zu töten und zu morden!
Hört auf, ihr Menschen, mit eurem bestialischen Verhalten, das
ausschließlich euch trifft und kein anderes Wesen; denn was ihr den
Geringsten eurer Mitgeschöpfe antut, das tut ihr Mir an und euch selbst.
Es ist genug! Kehrt um, sonst setzt sich die Ernte fort, die eure Saat
ist.
ICH BIN der ICH BIN, immer Derselbe, gestern, heute und morgen, in alle
Ewigkeit.“
Nach diesen mächtigen Worten des Schöpfers an uns Menschen und auch nach
den Zusammenhängen, die hier aufgezeigt wurden, hat vielleicht der eine
oder andere unserer Leser das Bedürfnis, etwas für die Tiere zu tun und
dazu beizutragen, daß die Wahrheit „Christus kam auch für die Tiere“
immer mehr bekannt wird. Dazu gibt es im Universellen Leben immer wieder
Möglichkeiten. Rufen Sie an (Tel. 0931/39030), oder schauen Sie ins
Internet (www.universellesleben.org) –
wir informieren Sie gern.
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