|
Für gute Analytiker:
Wer sitzt auf dem Stuhl Petri? (4)
Die Urchristen lebten nach der Lehre
und
nach dem Vorbild des Jesus von Nazareth.
Die unheilvolle Entwicklung zum totalitären Götzenkult,
zur katholischen Kirche
Inhalt:
Die Urchristen waren Nachfolger des Jesus, des
Christus.
Sie bezogen in ihr Denken und Leben Seine schlichte Lehre mit ein.
Charismatische Aufgaben von Urchristen in der
Gemeinde:
Propheten, Lehrer, Heiler; sie lebten das, was sie lehrten.
Die „Verwalter“ und Aufseher“, die mehr äußere
Aufgaben versahen, übernahmen – in Anknüpfung an heidnische
Traditionen – die Macht und wurden zu Bischöfen und Priestern.
Die urchristlichen Gemeinden lebten in einem
Umfeld mit Götzenkulten, deren Elemente mehr und mehr in das
Urchristentum einsickerten.
Der massiv bestimmende Einfluß von Paulus trug
ganz entscheidend dazu bei, daß sich das Urchristentum nahezu gänzlich
von seinem Ursprung, von der Lehre des Jesus von Nazareth, entfernte.
Das Urchristentum wurde gesprengt durch gezielt
ausgestreute Verleumdungen seitens der Priesterkaste, durch Hetze,
Verfolgungen, Folter und Ermordung
Durch die diktatorisch und totalitär ausgeübte
Macht der Bischöfe wurde das Urchristentum in sein Gegenteil verkehrt.
Kaiser Konstantin machte die mittlerweile durch
und durch heidnisch geprägte Kirche zur Staatskirche.
Wir haben heute noch eine Staatskirche ...
Im Folgenden ist der Inhalt des vierten Teils unserer
Reihe „Für gute Analytiker – Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?“
wiedergegeben.
Die Urchristen waren Nachfolger des Jesus, des Christus.
Sie bezogen in ihr Denken und Leben Seine schlichte Lehre mit ein.
Das Urchristentum entstand aus dem Kreis, den Jesus von
Nazareth um sich geschart hatte. Urgemeinden bildeten sich – ohne
Priester, ohne Hierarchie. Im Urchristentum gab es nicht Einzelne, die
den Ton angaben, geschweige denn eine Art Papst, der sagte, was richtig
sei, sondern es war ein loser Zusammenschluß von selbständigen
Gemeinden. Die Glieder der Urgemeinden hatten alles gemeinsam. Es gibt
sogar eine Stelle im Neuen Testament, die das noch ausdrückt. Es heißt
hier: „Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner
nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten
alles gemeinsam.“ (Apg 4, 32)
Ist es auch nur ein Satz, so erhalten wir dennoch schon daraus einen
Eindruck, wie
die Urchristen gelebt haben. Sie waren gleichberechtigt, auch die
Frauen. Jeder lebte von seiner Hände Arbeit. Es waren Lebens- und
Arbeitsgemeinschaften, zum Teil auch Hausgemeinschaften, die das
herstellten, was sie zum Leben benötigten, und die auch immer den Armen
etwas von dem abgaben, was sie hatten.
Ganz wesentlich ist: Die damaligen Urchristen waren Nachfolger des
Jesus, des Christus, weil sie in ihr Denken und Leben die Lehre dieses
großen Geistes, der unser Erlöser ist, mit einbezogen.
Sie waren noch nicht vollkommen, aber sie waren auf dem Weg dorthin, die
Gesetzmäßigkeiten täglich umzusetzen, die Jesus von Nazareth gelehrt
hatte. Sie hielten auch kein rituelles Abendmahl, sondern nahmen
schlicht gemeinsam ihr Mahl ein und gedachten dabei des Jesus von
Nazareth, der ihnen diese Lehre gebracht hatte. Während sie speisten,
vergegenwärtigten sie sich, daß der Geist Gottes in der Nahrung wirkt; sie
hatten Achtung gegenüber dem Leben, das in allem ist. Sie vollzogen
keine rituelle Taufe. Sie nahmen einfach Menschen in ihren Kreis auf. Es
war alles viel einfacher, schlichter und genialer als das, was die
Kirche daraus gemacht hat.
Wie verhielten sich die damaligen Urchristen der Mutter Erde, den
Pflanzen, den Tieren gegenüber? – Wir wissen, daß Jakobus, der Bruder
des Jesus, der erste Leiter der Urgemeinde in Jerusalem, Vegetarier war.
Das ist historisch verbürgt. Und es gibt auch Textstellen aus dem
Schriftverkehr der ersten Christen, die belegen, daß sie kein Fleisch zu
sich nahmen. Mit Sicherheit läßt sich sagen: Größtenteils haben die
Glieder der Urgemeinden kein Fleisch genossen.
Z.B. lesen wir von einem damaligen Urchristen, Minucius Felix, der in
einem Dialog mit Octavius sagte: „... so sehr haben wir Scheu vor
Menschenblut, daß wir nicht einmal das Blut eßbarer Tiere unter unseren
Speisen kennen.“ (Eberhard Arnold, Am Anfang war die Liebe.
Dokumente, Briefe und Texte der Urchristen, S. 107)
Für die Urchristen galt das fünfte Gebot „Du sollst nicht
töten“ nicht nur in Bezug auf die Menschen, sondern auch in Bezug auf
die Tiere. Das bestätigt auch Karlheinz Deschner in seinem Buch
„Abermals krähte der Hahn“, wo wir auf Seite 278 lesen können: „Bei
den Ebioniten, den bald verketzerten Nachkommen der Urgemeinde, die auch
an keinen stellvertretenden Sühneopfertod Jesu glaubten, bildeten Brot
und Salz die Abendmahlselemente, was man sogar als die älteste Form der
Eucharistie erklärte.“
Von Jakobus, dem ersten Oberhaupt der Gemeinde in Jerusalem, ist
überliefert: „Wein und geistige Getränke nahm er nicht zu sich. Auch
aß er kein Fleisch.“ (Carsten Strehlow, Vegetarismus/Veganismus als
Bestandteil des Christentums) In den Übersetzungen ist außerdem mehrmals
vermerkt: „ ... er trug kein wollenes, sondern ein leinenes Gewand.“
(Carsten Strehlow, Vegetarismus/Veganismus als Bestandteil des
Christentums) Dies weist darauf hin, daß er bewußt das Leben der
Tiere achtete.
Wir finden in den apokryphen Schriften – „apokryph“ heißt, sie sind
nicht in die Bibel aufgenommen worden – noch viele Aussagen, die zeigen,
daß die Apostel Vegetarier waren. Da heißt es z.B. von Petrus: „Ich
lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten ein Gemüse zufüge.“
(Clementinische Homilien, XII, 6) Oder von Matthäus: „Matthäus lebte
von Samenkörnern, Baumfrüchten und Gemüse ohne Fleisch.“ (Clemens
von Alexandrien, Paedagogus II, 1, 16) Von Johannes: „Johannes hat
nie Fleisch genossen.“ (Kirchenhistoriker Hegesipp nach Eisebius`
Kirchengeschichte II 2,3)
Aber auch die Kirchenväter geben davon Zeugnis, daß die Urchristen sich
fleischlos ernährten. Z.B. sagt Johannes Chrysostomus: „Keine Ströme von
Blut fließen bei ihnen, kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt. ...
Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles
..., hört man kein Getöse und wüsten Lärm. Sie genießen nur Brot, das
sie durch ihre Arbeit gewinnen, und Wasser, das ihnen eine reine Quelle
darbietet. Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei
aus Früchten, und dabei empfinden sie höheren Genuß als an königlichen
Tafeln.“ (Homil 69)
Dazu paßt auch, daß kein Jäger, kein Soldat in die Urgemeinde
aufgenommen wurde. Er mußte vorher seinen Beruf aufgeben. Denn die
Urchristen wußten noch, daß das Töten von Menschen und von Tieren gegen
die Gesetze Gottes verstößt, und hielten sich daran. Alle Urchristen
lebten von ihrer Hände Arbeit; folgendermaßen steht es in ihrer
Urchristlichen Gemeindeordnung: „Versteht aber einer kein Handwerk,
dann sorgt nach eurer Einsicht dafür, wie ihr es erreichen könnt, daß
nicht in eurer Mitte ein untätiger Christ lebt. Wenn er aber nicht
danach tun will, so ist er einer, der mit seinem Christentum Geschäfte
machen will. Vor solchen nehmt euch in acht.“ (Eberhard Arnold, Am
Anfang war die Liebe. Dokumente, Briefe und Texte der Urchristen) Schon
daraus ist zu schließen, daß es in den Urgemeinden ebenfalls keine
Priester gegeben hat.
Viele Berufe entsprechen nicht dem urchristlichen Bild, wie der damaligen
Gemeindeordnung zu entnehmen ist: „Die Berufstätigkeiten und
Geschäfte derer, die in die Gemeinde aufgenommen werden sollen, müssen
geprüft werden ... Wer ein Bildhauer oder Maler ist, soll angewiesen
werden, keine götzenhaften Bilder zu machen; das soll er lassen, oder er
soll abgewiesen werden ... Wer Wagenlenker oder Wettkämpfer oder
Zirkuskämpfer oder deren Lehrmeister ist, wer Tierkämpfer, Jäger oder
öffentlicher Diener bei Kampfspielen ist, soll das lassen, oder er soll
abgewiesen werden. Wenn jemand Priester oder Wächter für einen
Götzendienst ist, so soll er das aufgeben, oder er soll abgelehnt
werden. Dem als Gendarm dienenden militärischen Beamten ist das Töten zu
untersagen. Wird ihm das Töten dienstlich befohlen, so darf er es doch
nicht auf sich nehmen ... Will er diesen Weisungen nicht folgen, so ist
er abzuweisen. Ein Statthalter oder ein Bürgermeister, der mit der Würde
des Purpur bekleidet ist und das richterliche Schwert verwaltet, soll
das aufgeben, oder er soll abgelehnt werden.“ (Eberhard Arnold, Am
Anfang war die Liebe. Dokumente, Briefe und Texte der Urchristen, S.
98/99)
All das zeigt: Die Urchristen haben die göttlichen Gebote ernst genommen
und gehalten.
Charismatische Aufgaben von Urchristen in der Gemeinde:
Propheten, Lehrer, Heiler; sie lebten das, was sie lehrten.
Da es keine „Mittler“ zu Gott gab, keine Priester oder
dergleichen, wie gestaltete sich die Verbindung dieser Urgemeinden zur
göttlichen Welt?
Es gibt eine Stelle im Neuen Testament im zweiten Petrusbrief, wo das
sehr klar zum Ausdruck kommt. Dort heißt es: „Wir haben desto fester
das Prophetische Wort. Und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf
ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und
der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“ (2 Petr 1,19)
Bei den ersten Christen gab es also noch das Prophetische Wort: Gott
sprach durch erleuchtete Männer und Frauen zu den ersten Christen und
auch zu allen anderen, die es hören wollten, so, wie auch im Alten Bund
Gott zu den Israeliten durch die großen Propheten gesprochen hatte. Das
geht auch aus einer anderen Stelle hervor. Im 1. Korintherbrief, 12, 28
lesen wir folgendes: „So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel
eingesetzt, die anderen als Propheten, die dritten als Lehrer. Ferner
verlieh Er ihnen die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten
zu heilen, zu helfen, zu leiten.“
Wir sehen: Es gab ganz bestimmte Aufgaben in der Gemeinde: Das waren zum
einen die Heiler; sie heilten nicht selbst, sondern verstärkten die
Selbstheilungskräfte der Heilungsuchenden durch ihr Gebet. Es war eine
Heilung durch Gebet und Glauben, letztendlich durch die Kraft Gottes. Es
gab die Lehrer, die das, was Jesus von Nazareth gesagt hatte,
weitergaben, und es gab die Propheten.
Diese Aufgaben in der Gemeinde wurden nicht autoritär durchgeführt,
sondern sie gründeten auf dem Charisma, das heißt auf der geistigen
Ausstrahlung der Menschen. Die Menschen, die diese Aufgaben wahrnahmen,
wurden daran gemessen, ob sie das, was durch sie gelehrt und gegeben wurde, auch in
ihrem täglichen Leben, in ihrem Verhalten, zum Ausdruck brachten. War
das nicht der Fall, so zeigte sich, daß sie für ihre Aufgabe auch nicht
geeignet waren.
Die „Verwalter“ und Aufseher“, die mehr äußere Aufgaben versahen,
übernahmen – in Anknüpfung an heidnische Traditionen – die Macht und
wurden zu Bischöfen und Priestern.
Dann gab es noch die Verwalter, die die Vorräte
verwalteten, solche, die die Kasse verwalteten, und solche, die
Hausmeistertätigkeiten versahen. Diese „Verwalter“ wurden „Episkopoi“
genannt, die Aufseher. Daraus entstand das Wort „Bischof“, und es waren
die Bischöfe, die später die Macht übernahmen. Es gab noch die Ältesten,
die „Presbyteroi“, wovon die Bezeichnung „Priester“ abgeleitet ist. Wir
sehen: Diejenigen, die vorwiegend äußere Aufgaben innehatten, die
späteren Priester und Bischöfe, übernahmen die Macht, und die anderen
drei Aufgabenbereiche, Propheten, Lehrer und Heiler, die als
charismatische Aufgaben vom Spirituellen her ungleich wichtiger für das
Leben der Gemeinde waren, wurden verdrängt, wie ein Kuckuck die Eier aus
dem Nest wirft.
Wie geschah es, daß sich die sogenannten Ältesten plötzlich
aufschwangen, Priester zu werden? Wer hat das angeregt?
Im Jahr 117 nach Christus sagte ein gewisser Ignatius von Antiochia:
„Folgt alle dem Bischof wie Jesus Christus ... und dem Presbyterium [den
Priestern] wie den Aposteln.“ (Brief an die Christen in Smyrna, 7-8,
zitiert nach Barbara Eisenbliss, "Die römische Überlagerung des
Christentums", Museion 2000, 2/96, S. 32) Und später hieß es dann:
„Laßt sie“ – die Bischöfe – „eure Herrscher sein, und betrachtet
sie als eure Könige; bringt ihnen euren Tribut dar wie einem König, denn
sie und die mit ihm sind, sollen von euch unterhalten werden.“
(Ordascalia 9, zitiert nach Karen Jo Torjesen, "Als Frauen noch
Priesterinnen waren", Frankfurt, S. 158)
Die Bezeichnung „Bischöfe“ wurde nicht in den Urgemeinden erfunden,
sondern es war schon eine Bezeichnung für Priester oder Aufseher in den
heidnischen Kulten, die es damals im Umfeld des Christentums gab. Wir
lesen bei Karlheinz Deschner in dem Buch „Abermals krähte der Hahn“,
Seite 226 f, hierzu folgendes: „Bischöfe hießen die Götter als
Aufseher über gute und böse Taten der Menschen bei Homer, Äschylos,
Sophokles, Pindar ... Platon und Plutarch gebrauchten es auch für
Erzieher, kynische Wanderphilosophen wurden so genant, doch selbst als
Kultbeamte gab es Bischöfe schon im 2. vorchristlichen Jahrhundert. Nach
dem Theologen Schneider unterscheidet sich der christliche
Bischofsbegriff von den heidnischen Analogien nur durch die mit ihm
verbundene diktatorische Gewalt.“
Das heißt also, daß die Bischöfe, die dann die Macht im Urchristentum
übernahmen, schlimmer regierten, stärkere diktatorische Macht ausübten,
als es in den heidnischen Kulten der Fall war. Sie knüpften an diese
heidnischen Kulte an und begründeten darin einen unüberbietbaren
Herrschaftsanspruch, so daß man mit Recht von einem totalitären
Götzenkult sprechen kann.
Die urchristlichen Gemeinden lebten in einem Umfeld mit Götzenkulten, deren Elemente mehr und mehr in das Urchristentum einsickerten.
In den heidnischen Kulten gab es Priester und Bischöfe,
es gab sogar Päpste. Das Wort „Papa“ leitet sich ab von „Pater Patrum“,
das heißt also „der Vater der Väter“; das war der oberste Papst des
Mithras-Kultes. Die ganze Hierarchie, wie wir sie heute in der
katholischen Kirche kennen, entstammt diesen heidnischen Götzenkulten.
Wer sich in die urchristliche Geschichte der ersten Jahre nach Jesus von
Nazareth hineinliest, der erfährt, daß im ganzen Umfeld Kulte bestanden.
Nicht nur der jüdische Traditionskult, sondern z.B. der Mithras-Kult,
dessen Anhänger den Grabkult pflegten. Alle Weihungen gingen dort von
Grabstätten aus, so ähnlich, wie es heute auch im katholischen Glauben
gehandhabt wird, wo der Nachfolger des Petrus angeblich aus dem Grab des Petrus
sein Amt empfängt. Sie hatten den Totenkult, sie hatten die Opfertiere.
All das prägte das Umfeld des frühen Urchristentums. Sicherlich sind
daraus auch diese und weitere Inhalte in das Urchristentum eingebracht
worden. – Von Jesus jedoch war das nicht.
Der massiv bestimmende Einfluß von Paulus trug ganz entscheidend
dazu bei, daß sich das Urchristentum nahezu gänzlich von seinem
Ursprung, von der Lehre des Jesus von Nazareth, entfernte.
Eine wesentliche Rolle dabei spielte auch Paulus, der
vom römischen Vielgötterglauben geprägt war, der aus dem Heidentum kam
und der selber mit Jesus von Nazareth gar nicht zusammengelebt hatte.
Paulus, der das Urchristentum aus erster Quelle nicht kannte, hat aber
dann sehr dominant seine Vorstellungen in das Urchristentum einfließen
lassen: zum einen das Obrigkeitsdenken; zum anderen stellte er die Frau
in das zweite Glied zurück, was im Urchristentum nicht der Fall war, als
viele Frauen auch das Prophetenamt hatten. Und unter denen, die Jesus
von Nazareth nachfolgten, die Ihn auf Seinen Wanderungen begleiteten,
waren stets viele Frauen. Und nicht nur diese zwei Aspekte; vieles hat
Paulus vom Urchristentum hinweggenommen und statt dessen seine
heidnischen Vorstellungen hineingetragen.
Paulus hat möglicherweise durch sein Heidentum viel mehr in die christliche
Lehre eingegriffen, als man denkt. Im Zweiten Brief von Timotheus z.B.
steht: „Beeile dich, komm bald zu mir ... Nur Lukas ist noch bei mir.
Bring Markus mit, denn er wird mir ein guter Helfer sein. Wenn du
kommst, bring auch die Bücher mit, vor allem die Pergamente.“ (2 Tim
4, 9-11) Paulus hatte also guten Kontakt zu Markus, dem das
Markusevangelium zugeordnet wird, und zu Lukas, dem das Lukas-Evangelium
zugeschrieben wird.
Eine zweite Stelle sagt uns weiteres: Es gibt einen Kanon Muratori, der
aus dem frühen 3. Jahrhundert stammt und auf eines der ältesten Zeitdokumente zurückgreift. Da
ist zu lesen, daß Paulus
einen Rechtskundigen – nach einer anderen Übersetzung: einen
Schriftkundigen – hinzugezogen habe. Es handelte sich um einen Arzt
namens Lukas. Zitat: „Dieser Arzt Lukas hat das Evangelium nach der
Himmelfahrt Christi, nachdem ihn Paulus als wissenschaftlich gebildeten
Mann mit sich genommen hatte, unter seinem eigenen Namen nach den
Anschauungen des Paulus geschrieben. ... Auch er hat indes den Herrn
nicht im Fleische gesehen.“ Also haben weder Paulus noch Lukas Jesus
zu seiner Erdenzeit erlebt, schrieben aber ein Evangelium, und, wie es
hier steht, offensichtlich gemeinsam. Also könnte es sein, daß Paulus
noch viel mehr Einfluß ausgeübt hat, als man bisher annahm.
Wie kam Paulus dazu, in das Urchristentum hineinzuregieren?
Paulus war ein Mensch, der eine gewisse Bewunderung für das
Urchristentum empfand, das er kennengelernt hatte. Doch in ihm waren
noch sehr viele herrschsüchtige Vorstellungen lebendig. In mancherlei
Hinsicht hat es Paulus in seinem eigenen Leben nicht so gehalten, wie
Jesus es gelehrt hatte, z.B. in Seinen Worten: „Wer der Erste sein
will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ (Mk
9,35) Paulus, dem das lebendige Beispiel des Jesus von Nazareth nicht
vor Augen stand, hatte also Herrschsüchtiges an sich. So schrieb er z.B.
in seinem Galaterbrief: „Wer euch aber ein anderes Evangelium
verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn
wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.“ (Gal 1, 8) Daraus
können wir ersehen: In seiner Gedankenwelt lag einiges, was für
Andersdenkende sehr bedrohlich war. Dieses Gedankengut hat sich dann mit
den Vorstellungen und Kulten aus der heidnischen Umgebung verbunden. Auf
diese Weise entstand allmählich etwas, das mit dem wahren Urchristentum
nichts mehr zu tun hatte. Herrschsucht und Ämterhierarchie flossen
zusammen, und so ging allmählich aus dem Urchristentum eine Kirche
hervor.
Man sagt, Paulus hätte eine Erscheinung gehabt, er hätte die Worte des
Herrn empfangen. Christus sei ihm erschienen und hätte ihm gesagt:
„Ich Bin Jesus, den du verfolgst“. (Apg 9, 5) Nach dieser
Erscheinung hätte Saulus aufgehört, Jesus zu verfolgen, und sich Ihm
angeschlossen. So die Überlieferung.
Wenn es so war, daß Paulus aufgehört hat, Jesus zu verfolgen, so heißt
das noch lange nicht, daß er seinen Amtsanspruch abgelegt hätte, daß er
sich mit der Lehre des Jesus auseinandergesetzt und für sich selbst die
Lehre des Herrn angenommen hätte. Paulus ist mit dem Anspruch in das
Urchristentum gegangen: Er hat den Herrn gehört, und nun müßte es so
sein, wie er sich vorstellt, daß es zu sein hätte. Und dann brachte er
die Vorschriften ein.
Jesus von Nazareth hat z.B. den Opfergedanken im Sinne eines
Schlachtopfers – wie bereits festgestellt – ausdrücklich abgelehnt.
Paulus hingegen hat ihn vom Heidentum übernommen und in das
Urchristentum eingeführt. Er ist der Urheber des Gedankens, daß Jesus
von Nazareth auf blutige Weise geopfert werden mußte, um Gott mit der
Menschheit zu versöhnen – ein Gedanke, der Jesus von Nazareth völlig
fremd war. Paulus hat ihn eingebracht.
Damit knüpft er an die Blutkulte an, von denen wir schon gehört haben.
Das schreibt auch der bekannte Historiker Karlheinz Deschner: „Immer
wieder predigt Paulus von Versöhnung und Erlösung, von dem Sühnemittel
,in seinem Blute’ der Erlösung ‚durch sein Blut’ der Friedensstiftung,
‚durch sein am Kreuz vergossenes Blut’.“ (Karlheinz Deschner,
Abermals krähte der Hahn, S. 200)
Die zweite, vielleicht noch schlimmere Verfälschung der Lehre des Jesus
von Nazareth durch Paulus erfolgte dadurch, daß er sinngemäß sagte:
Wesentlich ist, daß ihr an Gott und an Christus, Seinen Sohn, glaubt;
auf die Taten in der Nachfolge des Nazareners kommt es dann nicht mehr
entscheidend an. Paulus lehrte: „Denn wir sind der Überzeugung, daß
der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des
Gesetzes.“ So steht es im Römerbrief 3, 28.
Übrigens im krassen Gegensatz zu den vielen Aussagen von Jakobus, der
der „Knecht Gottes und Jesu Christi, des Herrn“ genannt wird und nach
der Auferstehung Jesu zum Kern der Urgemeinde in Jerusalem gehörte. Er
sagte: „Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben,
aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?“ Und:
„... So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke
vorzuweisen hat.“ Und: „Willst du also einsehen, du
unvernünftiger Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist?“ Und:
„Ihr seht, daß der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht
durch den Glauben allein.“ Und: „Denn wie der Körper ohne den
Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke.“ (Jak 2, 14;
17; 20; 24)
Und was sagte Jesus selbst? Ebenfalls zitiert aus der Bibel, aus dem
Matthäus-Evangelium: „Wer diese meine Worte hört und danach handelt,
ist ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein
Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme
tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein, denn es war
auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist
wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein
Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme
tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig
zerstört.“ (Mt 7, 24-27)
Paulus hat die Lehre Jesu noch in weiteren Punkten verfälscht: Er paßte
das Christentum vollends dem Gedankengut des Imperium Romanum an, indem
er erklärte, daß der Christ der Obrigkeit dieser Welt gehorchen müsse,
da diese von Gott eingesetzt und angeordnet und Gottes Dienerin sei, die
mit dem Schwert auch ein gerechtes Strafgericht vollziehe (Röm 13, 1-4)
– eine Lehre mit verheerender Wirkung in den folgenden fast 2000 Jahren.
Jesus hingegen sagte: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und
Gott, was Gott gebührt.“ (Mt 22, 21), an anderer Stelle steht sogar:
„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5, 29) Die
Kirche hat natürlich die Worte von Paulus gerne aufgegriffen, um die
Todesstrafe zu rechtfertigen und auch die Kriege, für die sie oft die
Waffen segnete.
Ein anderer Punkt, der nicht unwesentlich ist: Paulus hatte anscheinend
große Mühe mit dem Vegetarismus, denn von ihm stammt der Satz: „Was
auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das eßt, und forscht nicht nach,
damit ihr das Gewissen nicht beschwert.“ (1 Kor. 10, 25) Das hat
natürlich katastrophale Auswirkungen bis heute. Es werden Milliarden
Tiere hingeschlachtet, weil in der Bibel dieser Satz steht. Wir wissen
aber und haben hier auch schon dargelegt, daß die ersten Christen
vegetarisch lebten. Diese Aussagen von Paulus stehen in krassem
Gegensatz zu dem, was Jesus lehrte, und auch zu dem, was die Urchristen
sich ehrlich bemühten zu leben.
Das Urchristentum wurde gesprengt durch gezielt ausgestreute
Verleumdungen seitens der Priesterkaste, durch Hetze, Verfolgungen,
Folter und Ermordung
Also sprach Paulus gegen Jesus. In den Urchristen der
damaligen Zeit war der Jesusgedanke lebendig. Sie wollten Jesus die Ehre
geben, indem sie Seine Lehre Schritt für Schritt erfüllten. Wieso konnte
Paulus mit seinem Aberglauben, dem Vielgötterglauben, dem Machtdenken,
in den Urgemeinden Fuß fassen?
Zum einen: Paulus gründete viele neue Gemeinden, die wenig Kontakt zu
den ersten urchristlichen Gemeinden in Jerusalem und in Palästina
hatten, und wahrscheinlich konnte er seine Vorstellungen dort ziemlich
ungestört verbreiten. Zum anderen trugen aber auch viele äußere Faktoren
zur Schwächung des frühen Christentums bei. Es gab schon von Anfang an
Verleumdungen: die Urchristen hätten Kinder getötet oder irgendwelche
sexuellen Orgien gefeiert – und solche Dinge. Man streute gezielt
Gerüchte gegen sie aus; man verwendete sie als Sündenböcke. Nach einiger
Zeit zogen die römischen Kaiser daraus Konsequenzen und verfolgten die
Christen. Diesen Verfolgungen fielen als erste die Besten aus den
Urgemeinden zum Opfer, das waren die Standhaftesten, die Klarsten. Und
nach diesen Verfolgungen stießen dann immer wieder Menschen von
außerhalb zu den Urchristen, die ihre Vorstellungen von den heidnischen
Ritualen dort hineinbrachten. Es war also von außen und von innen ein
Druck da, der im Laufe der Zeit das Urchristentum schwächte.
Interessant wäre zu fragen: Wer verbreitete die Gerüchte; wer
veranlaßte, die Urchristen zu verfolgen?
Dem Neuen Testament ist klar zu entnehmen, daß schon Jesus von Nazareth
verleumdet und beschuldigt worden war, und zwar von der damaligen
Priesterkaste, die z.B. von Ihm sinngemäß sagte: „Das ist ein Sohn des
Teufels“ und „Er lehrt einen falschen Gott“. Sie bezeichneten Ihn als
Sektierer bzw. die Menschen, die Ihm nachfolgten, als die „Sekte des
Nazareners“. Diesen Begriff kennen wir aus der Apostelgeschichte. Und
später, im römischen Reich, waren es ebenfalls immer wieder die
Priester, die als erste solche Diffamierungen ausstreuten, und dies Arm
in Arm mit den staatlichen Instanzen. Die Verfolgung der ersten wahren
Christen wurde von der kaiserlichen Verwaltung durchgeführt. Diese war
ja verbündet mit den Gerüchtemachern und Verleumdern aus der
Priesterkaste, so daß Staat und Priesterkaste bereits damals gegen die
Urchristen Hand in Hand arbeiteten.
Es gibt sogar eine Überlieferung aus den urchristlichen Briefen im Jahre
50 bis 130 von Justin, dem Märtyrer, der die Priester in Jerusalem
beschuldigt: „Ihr habt auserlesene Männer aus Jerusalem ausgesucht
und sie in alle Welt ausgeschickt, um zu verkünden, im Christentum sei
eine gottlose Sekte entstanden, um die Anklagen gegen uns erheben zu
lassen, die nun alle vorbringen, die uns gar nicht kennen.“
(Eberhard Arnold, Am Anfang war die Liebe. Dokumente, Briefe und Texte
der Urchristen, S. 82)
„Die uns gar nicht kennen“, das heißt: Es kommen Fremde in die Städte,
gehen zu den Behörden, zum römischen Statthalter und sagen sinngemäß:
„Da ist eine Sekte, auf die müßt ihr aufpassen.“ – Die Priester
schickten also überall, wo es solche Urgemeinden gab, ihre Beauftragten
extra hinaus, um die Urchristen zu verleumden und zu sagen: „Achtung,
das ist eine Sekte!“ Das römische Gesetz, das Zwölf-Tafelgesetz,
besagte: Es darf kein neuer Gott eingeführt werden, außer der, den der
Kaiser gutheißt. Da damals der christliche Gott vom Kaiser noch nicht
akzeptiert worden war, war jeder, der vor Gericht sagte „ich bin
Christ“, bereits des Todes. Diese Männer, die gedungenen Verleumder,
schafften es, daß überall vor allem die Starken, die besonders
Tragfähigen der Gemeinden verhaftet, gemartert und getötet wurden.
Lesen wir den Brief von Justin, dem Märtyrer, so kommt einem einiges
bekannt vor: Es gab also offenbar schon damals beauftragte Rufmörder,
heute würde man sagen: "Sektenbeauftragte". Diese
Einrichtung hat sich bis heute erhalten und ist demnach rund 1900 Jahre
alt.
Durch die diktatorisch und totalitär ausgeübte Macht der Bischöfe
wurde das Urchristentum in sein Gegenteil verkehrt.
Das Urchristentum wurde gesprengt durch Gerüchte, durch
Hetze, durch Verfolgung, sicherlich auch durch Mord und dergleichen. –
Wie kam es dann, daß sich Bischöfe in den Vordergrund geschoben haben?
Wie kam es zu einer Institution?
Die Bischöfe saßen eben am längsten Hebel. Sie waren die Verwalter des
Geldes; natürlich gaben sie das Geld nur dem, der ihnen hörig war, und
konnten so ihre Machtposition ausbauen. Sie trachteten danach, möglichst
viele neue Mitglieder in die Gemeinden aufzunehmen. Neue Mitglieder
bedeuteten mehr Einnahmen, und mehr Einnahmen bedeuteten mehr Macht. Um
neue Mitglieder aufnehmen zu können, gingen sie dann immer wieder
Kompromisse in Bezug auf die Lehre ein. Sie entsprachen also dem damaligen
Zeitgeist, den heidnischen Mysterienkulten, indem sie
dafür sorgten, daß der Glaube, der in den Urgemeinden damals gelehrt
wurde, der Bequemlichkeit der Menschen weitgehend entgegenkam. Und dazu
gehörte ein Gott, der möglichst alle Sünden vergibt – allein durch den
Glauben. Das ist eine Auffassung, die schon die alten Götzenkulte
kennzeichnete. Paulus
griff diese auf; wir finden sie dann später ganz ausgeprägt bei Luther wieder.
Die Bischöfe ordneten auch an, daß nach den Christenverfolgungen
diejenigen, die dem Kaiser geopfert hatten, die also vom Urchristentum
abgefallen waren, möglichst rasch wieder in die Gemeinden aufgenommen
wurden. Die Bischöfe haben also das Ganze in jeder Beziehung verwässert;
sie waren in jeder Hinsicht bestrebt, daß sich die Gemeinden an die
römische Staatsmacht anpaßten. Man sieht es z.B. daran, daß in der
Folgezeit den Frauen untersagt wurde, leitende Funktionen zu übernehmen,
so, wie es auch im römischen Staat nicht möglich war, daß eine Frau
leitende Funktionen innehatte. In den Urgemeinden waren aber Frauen oft
die Vorsteher der Hausgemeinden gewesen. Auch hier haben die Bischöfe
also das Urchristentum in sein Gegenteil verkehrt.
Die reichste urchristliche Urgemeinde war die Gemeinde in Rom. Den
Briefen aus dem Urchristentum kann man klar entnehmen: Wenn die Gemeinde
zu einem Gemeindetreffen zusammenkam, war das Wichtigste: Wie helfen wir
den Notleidenden, den Armen? Es ist sehr ergreifend, das zu lesen. Z.B.
mußten die Urchristen genau wissen: Wer wohnt wo? Und: Wer ist arm, oder
wo ist eine Witwe? Sie mußten wirklich ihren Stadtteil gut kennen, damit
denen geholfen werden konnte, die es nötig hatten.
Die Urchristen haben
buchstäblich alle gearbeitet, um diese Armen zu unterstützen und
mitzutragen. Allein die Gemeinde in Rom hat jeden Tag 1500
Hilfsbedürftige versorgt. Die Urchristen in Rom versorgten auch die
armen Gemeinden wie Jerusalem oder solche in Kleinasien, die nicht so
vermögend waren. So erreichte Rom einen gewissen Status, weil dort mehr
reiche Bürger Glieder der Gemeinde waren. Diese wurden mit der Zeit
überheblich. Bereits im Jahre 190 kündigte der römische Bischof – er
nannte sich schon „Bischof“ – all denen die kirchliche Gemeinschaft, die
den römischen Osterbrauch nicht annehmen wollten. Der römische
Osterbrauch war etwas Heidnisches. Die Urchristen in Kleinasien haben
sich zwar nicht darum gekümmert, aber in diesem Ereignis deutet sich die
weitere Entwicklung bereits an: Von Rom aus begann man, die Fäden zu
ziehen, Ultimaten zu stellen und Elemente einzuführen, von denen Jesus
nie gesprochen hatte.
Es dauerte dann noch einige Jahrhunderte, bis Rom wirklich die
beherrschende Macht war – zumindest im westlichen Bereich der Kirche; im
Osten, in der Orthodoxen Kirche, ist ja bis heute nicht Rom die
Hauptstadt. Doch damals, in frühester Zeit, zeigten sich schon die
Ansprüche Roms, die „ersten“ zu sein.
Später hat dann der Bischof Victor I. die gesamte kleinasiatische Kirche
exkommuniziert. Dieser Prozeß, daß die heidnischen Priester, die
Götzendiener, mit ihren
Vorstellungen, mit ihren Ritualen Fuß faßten, begann bereits im 2.
Jahrhundert nach Christus. Damals fing man schon an, Sakramente
einzuführen. Man hatte einen Altar; nach einiger Zeit saß der Bischof
dann auf einem Extrastuhl, und schließlich wurde daraus ein Thron.
Im 3. Jahrhundert führte man dann ein, daß die Priester eigene Gewänder
hatten; vorher war das noch nicht der Fall, somit erst ziemlich spät.
Man hatte Wallfahrten und Prozessionen, wie in den heidnischen Kulten.
Man begann, Heilige zu verehren. Jesus hatte zwar Seligpreisungen
ausgesprochen, aber Er hat nie gesagt, daß man jemanden „selig sprechen“
soll – das ist etwas ganz anderes. Und „Heilige“ hatten in der Lehre des
Jesus, des Christus, schon gar keinen Platz. Wozu auch? Denn jeder
Mensch hatte – und hat! – die Möglichkeit, selbst in sich Gott zu
finden. Weshalb braucht Er dann „Heilige“, die Mittler im Himmel sein
sollen? Man führte Festtage ein, die mit den Festtagen des Heidentums
übereinstimmten. Viele wichtige kirchliche Festtage sind bis heute
Festtage des Heidentums. Weihnachten, der 24. Dezember, z.B. war das
Fest des obersten Sonnengottes: Sol invictus, die unbesiegte Sonne.
Maria Himmelfahrt, der 15. August, war ein wichtiges Fest der Diana, die
eine große heidnische „Muttergöttin“ war.
Dieser Prozeß setzte also schon sehr früh ein und führte dann im Laufe
von zwei Jahrhunderten dazu, daß die ursprüngliche Lehre des Jesus von
Nazareth, also die urchristliche Lehre, tatsächlich zur heidnischen
Religion wurde. Und als Kaiser Konstantin (285 bis
337) kam, brauchte er nur noch „den Sack zuzumachen“ – und ernannte
end-gültig die Kirche zur Staatskirche.
Die damals schon weitgehend heidnisch gewordene Kirche schwenkte ganz
bereitwillig auf diese Linie ein. Das sehen wir z.B. an dem Verhältnis
zu Krieg und Gewalt. Wir lesen in dem Buch „Abermals krähte der Hahn“
von Karlheinz Deschner auf Seite 507 folgendes: „313 gewährte
Konstantin den Christen volle Religionsfreiheit, 314 beschloß die Synode
von Arelate die Exkommunikation fahnenflüchtiger Soldaten. Wer die
Waffen wegwarf, wurde ausgeschlossen; vordem wurde ausgeschlossen, wer
sie nicht wegwarf.“
Kaiser Konstantin machte die mittlerweile
durch und durch heidnisch geprägte Kirche zur Staatskirche.
In der Zeit Kaiser Konstantins gab es zwei Religionen,
die etwa gleich stark waren: das Christentum und der Mithras-Kult.
Letzterer hatte bereits 800 Kirchen in Rom. Wenn man diese Kirchen
anschaut, findet man das Mittelschiff, links und rechts die Bänke, vorne
einen Altar, Treppen nach oben, oben ein Gewölbe und am Eingang ein
Weihwasserbecken – es sieht aus wie in
einer einfachen katholischen Kirche.
Am Mithras-Kult erkennt man die Wurzeln des Katholizismus auf einen
Schlag. Fast könnte man sagen: Die katholische Kirche ist letztlich
weniger aus dem Urchristentum entstanden, als vielmehr aus heidnischen
Kulten. Man hat aus dem Urchristentum höchstens noch den Namen
übernommen und die Evangelien. Im Mithras-Kult gab es ebenfalls sieben
Sakramente; selbst das Wort „Sakrament“ ist im Mithras-Kult verwendet
worden.
Der Mithras-Kult ist einer von vielen heidnischen Kulten, die damals im
Römischen Reich praktiziert wurden. Er wurde wahrscheinlich durch die
römischen Soldaten aus Babylonien nach Rom eingeführt.
In dem Buch von Johannes Leipold, „Umwelt des Urchristentums“ lesen wir:
„Mithras ist ein alt-iranischer Himmels- und Lichtgott, der in den
Avesta als Hüter des Vertrages und der Verkörperung der Vertragstreue
gepriesen wird. Seit etwa 400 vor Christus erscheint er auf allen
Inschriften des Königshauses.“ Es handelt sich also um eine alte
Himmelslehre, eine Licht-Gott-Lehre, die besagt, daß von diesem
Licht-Gott die Erlösung ausgeht. Der Mithras-Glaube kam aus Babylon und
trug astrologische Elemente und allerlei Kulteinflüsse in sich.
Einflußreiche Magier waren hier die eifrigsten Missionare. Betrachtet
man diese Magier, ihre Gewänder, wie sie auf dem Thron sitzen – genau so
wie heute der Papst auf seinem Thron oder die Bischöfe und Kardinäle.
Interessent ist ebenfalls: Sie hatten verschiedene Stufen von Priestern,
so, wie wir es aus dem Katholizismus kennen.
Dem Buch „Umwelt des Urchristentums“ entnehmen wir sinngemäß weiter: Es
gibt viele Schriften, aber unumstritten sicher ist, daß zu jedem Grad
ein besonderes Kostüm bzw. Symbol gehörte, dessen Übergabe feierlich
vollzogen wurde. Jedes geistige Amt war unauslöschlich mit Insignien,
mit Gewändern, mit Symbolen verbunden. Man weiß, daß es im Mithras-Kult
Taufe, Kommunion, Firmung und ein Bußsakrament gab. Das kommt einem ja
auch bekannt vor. Jesus hat so etwas jedoch nicht eingesetzt und nicht
gewollt, die Urchristen auch nicht. Im Mithras-Kult wurde ein Abendmahl
gefeiert, aber eben nicht ein Abendmahl, wie es die Urchristen hielten,
sondern ein rituelles, so, wie es heute die katholische Kirche ebenfalls
feiert, ein rituelles Abendmahl. In diesen abendmahls-ähnlichen
Handlungen wirkten auch Priester mit.
Wir zitieren aus dem oben genannten Buch: „Der Priester sprach dazu
die sogenannten Segensworte, und er sprach dazu: ‚Die Männer hast du
gerettet durch das Vergießen des ewigen Blutes’.“ Das Blut des
Stieres, das Kultmahl, versprach also den Mysten (den Eingeweihten)
himmlisches Dasein und Auferstehung. Auch hier begegnen wir wieder den
Tieropfern aus dem heidnischen Priesterkult, und wir erkennen, daß das
Blutopfer, das die katholische Kirche aufgegriffen hat, im Mithras-Kult
seinen Ursprung hat; man glaubte dort z.B. an die Auferstehung des
Fleisches. Davon hat jedoch Jesus ebenfalls nichts gesagt. Aber heute,
in der katholischen Kirche, wird es gelehrt. Auch den „Jüngsten Tag“ und
vieles weitere, das Bestandteil der katholischen Kirchenordnung ist,
kannte dieser heidnische Kult. Liest man das so der Reihe nach und
schaut die Bilder an, dann sieht man im Grunde den Katholizismus pur.
Einige Autoren schreiben, Konstantin wollte wohl Unstimmigkeiten
vorbeugen, die ein Nebeneinander von zwei Religionen mit sich gebracht
hätte, und entschied sich für das Christentum. Die vielen Beamten und
die Soldaten haben den heidnischen Mithras-Kult, den sie aus Babylon
nach Rom importiert hatten, von dort wieder in alle Länder getragen.
Die Soldaten und die Beamten sind natürlich ein Fundament des
Kaisertums. Bei den Reicheren, aber auch bei den ärmeren Schichten ist
jedoch das Christentum genauso verbreitet gewesen. Beide Religionen
waren etwa gleichwertig, und viele Forscher sagen: Konstantin wollte
einfach nur noch eine Religion. Er wollte Ruhe in seinem Königreich. Er
hat, wie gesagt, den Sack zugemacht, so daß damals eine
Einheitsreligion, ein Mischmasch, entstand. Gleich darauf, auf dem
Konzil von Nizäa im Jahre 325, hat er dann den Mithras-Kult verboten –
es durfte dann nur noch eine Religion in seinem Kaiserreich sein.
Entscheidend für die Einführung dieser Einheitsreligion im Sinne von
Kaiser Konstantin war im Jahr 325 das Konzil von Nizäa. Damals gab es
nämlich noch eine Strömung in dem schon weitgehend in sein Gegenteil
verkehrten Urchristentum, eine Strömung, die versuchte, an das
ursprüngliche Christentum anzuknüpfen. Das waren die sogenannten
arianischen Christen, die sich auf Origenes bezogen. Origenes war ein
großer Philosoph und Denker, der im 3. Jahrhundert gelebt hatte, und er
hatte in seiner Zeit noch gegen die Verfälschung des Urchristentums
angekämpft, z.B. auch gegen die Verfälschung der Bibel. Er erkannte:
Hier läuft etwas schief; das Urchristentum war eigentlich etwas ganz
anderes. – Origenes wurde dann im Jahr 250 bei der Christenverfolgung
durch Decius schwer gefoltert und ist 4 Jahre später an den Folgen
gestorben. Seine Lehre aber, seine Gedanken hatten sich weiter
verbreitet. Einer seiner Nachfolger war Arius aus Alexandria in Ägypten,
der diese Lehre weitertrug. Dieser war ein Zeitgenosse des Konstantin.
Und bezüglich der Urchristen kam es auf diesem Konzil in Nizäa, 325, zu
einer Entscheidung. Der Kaiser bestimmte: Nicht Arius und seine Lehre
haben recht, sondern die Kirche, wie sie ihm damals in Rom begegnet war.
Bevor wir auf diese theologische Streitfrage eingehen, sei noch erwähnt,
daß auf diesen Konzilien und Synoden auch der Vegetarismus oft zu einem
„Politikum“ wurde. Man liest z.B.: Im Jahre 314 wurde auf der Kirchensynode
von Ankara ein Dekret verfaßt und beschlossen, daß alle Priester oder
Diakone, die Vegetarier waren, ausgeschlossen werden sollen; wörtlich:
„Man beschloß, daß die, die in der Geistlichkeit Priester und Diakone
waren und sich des Fleisches enthielten, es kosten sollten, und so, wenn
sie wollten, sich selbst besiegten.“ Das heißt, sie sollten die
Abneigung gegen das Fleischessen besiegen. „Wenn sie aber Abscheu
zeigten, nicht einmal das mit Fleisch vermischte Gemüse zu essen und so
also der Regel nicht gehorsam wären, sie aus dem Amte zu entfernen
seien.“ (Carsten Strehlow, Vegetarismus/Veganismus als Bestandteil
des Christentums, S. 50)
„Der Regel nicht gehorsam“ – da war also schon Fleischessen eine Regel,
ja eine wichtige Regel, um überhaupt Priester im Katholizismus sein zu
dürfen. Das ist um so erstaunlicher, als doch das ganze Urchristentum
vegetarisch gewesen war. Um zu gewährleisten, daß alle Mitglieder, die
jetzt in die katholische Kirche aufgenommen wurden, auch tatsächlich
Fleisch aßen, mußten Neuaufgenommene einen Fluch ablegen, und zwar einen
Fluch gegen die Nazarener. Es klingt unglaublich, aber dieses Zitat ist
belegt. Neu Aufzunehmende mußten folgende Worte sprechen: „Ich
verfluche die Nazarener, die Sturen, die verneinen, daß das Opfergesetz
von Moses gegeben wurde, die sich dem Essen lebender Kreaturen enthalten
und die nie Opfer darbieten ....“ (Zit. Nach J. Parks, The Conflict
of the Church and the Synagogue, S. 398)
Wir sehen: Hier haben im 4. Jahrhundert noch enorme geistige Kämpfe
stattgefunden, ein Ringen darum, was wirklich die Lehre des Jesus von
Nazareth war, und die Verfälschung dieser Lehre war bereits sehr, sehr
weit fortgeschritten. Das zeigte sich auf diesem Konzil auch an den
theologischen Streitfragen, die dort zur Debatte standen.
Es ging u.a. um die Frage, ob Jesus von Nazareth der Sohn Gottes ist
oder ob Er Gott selbst ist. Athanasius, ein Kirchenvater, behauptete,
Jesus von Nazareth sei eine Inkarnation Gottes. Für einen Römer wie
Konstantin war so etwas vertraut, denn die Römer kannten nur einen
Hauptgott – Jupiter – und allenfalls noch eine Inkarnation Gottes.
Deshalb entschied sich Konstantin im Interesse der Vereinheitlichung
seiner Staatsreligion für den Glauben, daß Jesus von Nazareth bzw.
Christus „wahrer Gott vom wahren Gott“ sei, so, wie es heute noch im
Apostolischen Glaubensbekenntnis steht. Der Gegenspieler, Arius,
hingegen vertrat die Auffassung, wie es die Urchristen glaubten, daß
Jesus von Nazareth der Sohn Gottes ist, der erfüllt ist von Gott, aber
nicht mit Gott identisch. Es war eine wichtige Weichenstellung, die ein
römischer Kaiser traf, und das Resultat gehört noch heute zum
sonntäglich nachgesprochenen Glaubensbekenntnis der römisch-katholischen
Kirche.
Die heutigen Urchristen wissen aus dem Wort Gottes durch Prophetenmund
für unsere Zeit, daß Jesus von Nazareth als der Sohn Gottes auf diese
Erde kam, um das Friedensreich zu bringen, und daß Er erfüllt war vom
Geist Seines Vaters – von Gott.
Noch über Jahrhunderte hinweg gab es das sogenannte Arianische
Christentum. Aber der Glaube der römisch-katholischen Kirche ist heute
noch – abzulesen z.B. am Wortlaut des katholischen Glaubensbekenntnisses
– geprägt durch den von Konstantin dekretierten Konzilsbeschluß,
Christus sei „wesenseins mit Gott“.
Es mag uns vielleicht wie eine theologische Spitzfindigkeit erscheinen,
wer Jesus wirklich war. Es ist aber keine Spitzfindigkeit; es ging
darum: Die Kirche wollte den Glauben möglichst einfach machen. Und
damals, vom Zeitgeist her, war eine Tendenz in den heidnischen Kulten,
die auf folgendes hinauslief: Man wollte nur noch einen Gott haben –
einen Gott, der von allen Sünden erlöst, wenn man
alle Rituale richtig ausführt. Der Vielgötterglaube hatte sich in jener
Zeit schon ein wenig abgebaut. Im Christentum sollte es ja auch so sein,
daß es nur noch einen Gott gibt, aber: Man hat dazu aus Gott-Vater,
Gott-Sohn und dem Heiligen Geist einen Gott gemacht, der sich in drei
Personen darstellt. Der Glaube der ersten Christen war jedoch ein
anderer: Es gibt einen Gott, und Christus, der Sohn Gottes, hat
sich in Jesus von Nazareth einverleibt und den Menschen die
Gesetzmäßigkeiten des Lebens und den stützenden und führenden
Erlöserfunken, die Erlöserkraft, gebracht. Und weil das so ist, hat ja
auch jeder Mensch die Möglichkeit, Christus in sich zu erfahren und
durch diese Gesetzmäßigkeiten zu Gott zu finden – nicht aber durch
äußere Rituale. Das ist schon ein Unterschied.
Jesus war erfüllt von Gott und nicht Gott selbst. Er war der Sohn
Gottes, den der Vater sandte und der erfüllt war vom Geist des Vaters.
Das belebte das damalige Urchristentum, und das belebt auch das heutige
Urchristentum. In aller Deutlichkeit formuliert, läßt sich sagen: Der
Mysterienkult ist Heidenkult. Konstantin war vom Heidenkult geprägt, und
letzten Endes ist die Handlung der heutigen Priesterkaste Konstantins
Heidenkult-Erbe, das über den Ein-Gott-Glauben gestülpt wurde.
So ist es schlußendlich. Was nicht aus dem Mithras-Kult kam, das kam aus
dem Athis-, Dionysus-, Herkules-, Osiris- oder Isis-Kult. Es waren viele
Kulte, die in die ähnliche Richtung gingen. Konstantin hat im Denken
dieser Kulte gelebt und hat sie deshalb unterstützt. Wenn er auch das
Christentum dem Namen nach zur Staatsreligion erhob – in Wirklichkeit
hat er die heidnischen Kulte mit hineingebracht. Konstantin war selber
Heide, das heißt, er hat noch Orakel befragt, er hat sich selbst auf
Münzen als Sonnengott abbilden lassen. Es war allerdings damals durchaus
üblich, daß der Kaiser sich als Gott bezeichnete; man mußte ihm auch als
Gott opfern. Und Konstantin war zeit seines Lebens nicht getauft. Erst
auf dem Sterbebett hat er sich dann das Taufsakrament spenden lassen,
aber auch nicht von einem römisch-katholischen, sondern von einem
arianischen Christen. Doch das spielt für die Kirche alles keine Rolle.
Sie erweist ihm bis heute besondere Ehre. Dabei war Konstantin ein
grausamer Mensch, ein Kriegsführer, der seine gefangenen Gegner den
Bären vorwerfen ließ, der sogar die eigenen Verwandten umbringen ließ.
Spielt alles keine Rolle für den Stuhl Petri! Er läßt Konstantin bis
heute wie einen Heiligen verehren, denn Konstantin hat die Kirche zur Staatsreligion
gemacht, und das zählt für die Kirche.
Konstantin hat die Kirche mit enormen Privilegien ausgestattet. Er hat
heidnische Tempel enteignen und sie der Kirche übergeben lassen. Er hat
die Kleriker von den meisten Steuern befreit. Er hat sozusagen die
Einkommen der Kleriker gesichert. Er hat ihnen riesige Geschenke
gemacht. Bis heute ist es ja so, daß, bei uns in Deutschland zumindest,
die Kirchen vom Staat immens unterstützt werden. Die Gehälter der
Bischöfe und Kardinäle von je 8.000,- bis 10.000,- Euro monatlich werden
vom Staat bezahlt. Für die Ausbildung der Theologen, für den
Religionsunterricht an staatlichen Schulen und anderes mehr kommt
ebenfalls der Staat auf. Die Kirchen sind auch von sehr vielen Steuern
befreit. Wenn man diese Zuwendungen zusammenzählt, kommt man auf die
enorme Summe von 14 Milliarden Euro jährlich, die der deutsche Staat den
Kirchen an Subventionen zahlt. Und das ist es, was die Kirche liebt.
Wir haben heute
noch eine Staatskirche ...
Wir haben heute noch eine Staatskirche, die schon mehr
eine Kirche der Regierenden ist. Denn wer pilgert denn heute zum Stuhl
Petri? Die Regierenden sind es, die dem Oberhaupt der katholischen
Kirche die Hand schütteln dürfen, dem, der den Stuhl Petri vertritt.
Der Stuhl Petri hat im Laufe der Zeit weitere Gesetze erlassen, die
ähnlich grausam sind wie die aus dem damaligen Heidenkult – Gesetze, die
der Lehre des Jesus, des Christus, absolut entgegenstehen.
Es ist sicher von Interesse, im Folgenden all die Dogmen, Riten, Kulte
der heutigen Staats- gleich Regierungsreligion unter die Lupe zu nehmen,
um zu ergründen: Woher kommen die Kulte? Woher kommen die Dogmen und die
Riten? So kann jeder erkennen, wem er dient: einer konstantinischen
Staats- gleich Regierungsreligion – oder Jesus, dem Christus.
Zur nächsten Sendung: Marienkult
und Reliquienverehrung:
Wer nicht daran glaubt, ist von der katholischen Kirche ewig verdammt
Versucht hier eine Diktatur, eine Demokratie zu beherrschen?
Zurück zur
Übersicht...
Hier erhalten Sie kostenlose Informationen zum
Thema... bestellen

Universelles Leben, Postfach 5643, D-97006
Würzburg, Deutschland
Tel. (+49) 931 / 3903-0, Fax: (+49) 0931 / 3903-233
eMail: info@universelles-leben.org,
Internet: www.universelles-leben.de
Spendenkonto: Sparkasse Mainfranken Würzburg, Kto.-Nr. 42002923, BLZ
790 500 00
|