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Für gute Analytiker:
Wer sitzt auf dem Stuhl Petri? (6)
Die Magie der kirchlichen Zeremonien
Inhalt:
Heidnisches „Gott-Essen“ – die Eigentümlichkeiten
scheinchristlicher Eucharistiefeiern
Obelisken, Symbole für grausame Gewaltherrschaft,
ermöglichten die Aufnahme der Verbindung zu „Göttern“, zu dämonischen
Kräften
Der magische Charakter kirchlicher Bräuche –
entlehnt aus dem Voodoo-Kult
Die Säuglingstaufe – Zwangsmitgliedschaft
Unmündiger, massive Mißachtung des freien Willens
Die Hintergründigkeit priesterlicher
Sterbebegleitung
Wohin führt der Papst die Jugendlichen?
Urchristen stehen auf gegen den Mißbrauch des
Namens „Christus“
Heidnisches „Gott-Essen“ –
die Eigentümlichkeiten scheinchristlicher Eucharistiefeiern
Woher kommen die vielen Zeremonien, die den Charakter
der Kirche, besonders der katholischen Kirche, prägen?
Woher kommt z.B. das sogenannte Fronleichnamsfest, und was heißt
„Fronleichnam“? Fronleichnam heißt „Leib des Herrn“, Fronleichnamsfest
bedeutet die Verehrung des Leibes Christi bzw. dessen, was die Kirche
dafür hält, nämlich die Hostie. Die Hostie ist nach katholischer
Vorstellung der Leib Jesu Christi – nicht nur symbolisch, sondern de
facto. Diese Lehre wurde erst 1215 auf dem Laterankonzil dogmatisiert,
und sie hat mit dem ursprünglichen Christentum nichts zu tun. An
Fronleichnam wird die Hostie herumgetragen und allen gezeigt als der
Inbegriff der magischen Kräfte, die angeblich von dieser Hostie ausgehen
sollen.
Die frühen Christen hatten, wie wir wissen, kein rituelles Abendmahl.
Sie speisten einfach miteinander, nahmen ein gemeinsames, feierliches
Mahl ein, das Liebesmahl, die Agape. Aus diesem Liebemahl entwickelte
sich dann das kirchliche rituelle Abendmahl, das auf heidnische
Ursprünge zurückgeht. Es gab in den heidnischen Kulten in vielfacher
Weise solche Mähler, zum Teil blutige Mähler, bei denen Tiere
geschlachtet wurden, wie z.B. im Mithras-Kult und im Attis-Kult. Zum
Teil waren es auch Mähler, bei denen Wasser und Brot oder Wein und Brot
verzehrt wurden. Das sind die Vorläufer des rituellen Abendmahls, das
dann in der Kirche Fuß faßte. Hier wie dort steht die Vorstellung
dahinter: Durch das Opfern – eines Tieres oder eben eines Gottes, der
sich für die Menschen opfert oder der geopfert wird – werden die
Menschen frei von der Sündenlast. Sie brauchen also nicht selber etwas
zu tun, brauchen nicht selbst aktiv zu werden, brauchen nicht an sich zu
arbeiten, brauchen sich nicht zu ändern, sondern durch dieses Opfer sind
sie angeblich bereits wie automatisch erlöst.
Die Ähnlichkeiten mit dem Heidentum sind frappierend und ganz sicher
nicht zufällig. Selbst die bekannte Formel „Ite missa est“, die der
katholische Priester zu den Gläubigen spricht, soll wörtlich aus dem
Isis-Kult übernommen worden sein.(Robert Kehl, „Der Wandel im religiösen
Denken“, Bd. I., S. 145) Von besonderer Bedeutung aber ist, daß dieses
Mahl – ganz wie in den heidnischen Mysterien-Religionen – gleichzeitig
ein Essen des Leibes und ein Trinken des Blutes des „Gottes“, eine
Kommunion, ein „Gott-Essen“ darstellt. Z.B. glaubte man im heidnischen
Osiris-Kult wirklich, wie es heute die Katholiken glauben müssen, im
„heiligen Mahl“ das Fleisch des Opfergottes zu essen. Nach Robert Kehl
ist sogar der Wandlungsspruch in der heutigen katholischen Messe im
wesentlichen schon in jenen heidnischen Kulten zu finden, aus denen
wörtlich überliefert ist: „Sag siebenmal: Du bist Wein“ – dann kommt die
Wandlung – „Nicht bist du Wein, sondern das Blut der Athena.“ „Du bist
Wein“ – dann findet wieder die Wandlung statt – „Nicht bist du Wein,
sondern das Blut des Osiris, die Eingeweide des Jao“ – und damit sind
wir schon beim Fleisch.
Die heidnischen Eucharistiefeiern weisen sehr weitgehende
Gemeinsamkeiten mit der heutigen katholischen Messe auf. Hier wie dort
wusch der Priester sich vorher die Hände, wurde der Priester von
Ministranten bedient, gab es besondere Meßgewänder; ferner die
Verwendung von Hostien mit eingekerbten Kreuzen. Bei den Höhepunkten der
Feier – z.B. bei einem Vorzeigen der Hostie oder des Kelches oder des
„Gottes“, während also der Isis-Priester dem Volk seinen „Gott“ zeigte,
ähnlich wie bei der katholischen Wandlung – sollen die beiden
gleichfalls neben ihm stehenden Ministranten das klingende Sistrum
geschüttelt haben, das den heutigen katholischen Ministrantenglöcklein
entspricht. (Robert Kehl, a.a.O., S. 147)
Ein bekanntes Werk über den Katholizismus (Boettner, Roman Catholicism,
S. 170) faßt die äußere Durchführung einer katholischen Messe des
Priesters folgendermaßen zusammen:
„Der Priester macht sechsmal das Kreuzzeichen; wendet sich der
Versammlung sechsmal zu; hebt seine Augen elfmal zum Himmel; küßt
achtmal den Altar, faltet viermal seine Hände; schlägt sich zehnmal auf
die Brust; neigt einundzwanzigmal seinen Kopf, beugt achtmal die Knie;
neigt siebenmal seine Schultern; segnet dreißigmal den Altar mit dem
Zeichen des Kreuzes; legt neunundzwanzigmal seine Hände flach auf den
Altar; betet elfmal leise; betet dreizehnmal laut; nimmt das Brot und
den Wein und verwandelt es in den Leib und das Blut Christi; bedeckt und
enthüllt zehnmal den Kelch; geht zwanzigmal hin und her.“
Mag das auch mancher zum Lachen finden – es ist jedoch Ernst! Hätte ein
Verantwortlicher einer urchristlichen Gemeinde beim Abendmahl einen
solchen Zinnober veranstaltet, man hätte ihn vermutlich ins Irrenhaus
gebracht oder aus der Gemeinde ausgestoßen. Und: Kann sich jemand
vorstellen, Jesus, der Christus, habe bei Seinem letzten Abendmahl einen
solchen Kult, ein solches Spektakel aufgeführt? Das hat Er sicher nicht.
Das ist nicht das, was Jesus von Nazareth lehrte! Brot und Wein sollten
einzig als Symbol für die Hingabe Seines Leibes und Blutes dienen.
Daraus eine Zeremonie zu machen, läuft dem, was Jesus, der Christus,
wollte und will, total zuwider. Der Mensch soll schlicht Seiner gedenken
in Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen. Als Symbol war es also
gemeint – die Kirche machte daraus dieses Ritual, in Anlehnung an die
heidnischen Kulte. Und sie hat darüber hinaus noch einiges Rankenwerk
hinzugefügt, um die Zeremonie besonders mysteriös und eindrucksvoll zu
gestalten.
Wird zu Fronleichnam die Hostie in einer feierlichen Prozession durch
die Straßen getragen, so sieht das, neutral betrachtet, recht
eindrucksvoll aus. Dieser Brauch stammt ebenfalls aus dem Heidentum,
denn z.B. im alten Ägypten war es üblich, Prozessionen durchzuführen,
bei denen die Gottheiten in Schreinen durch die Straßen getragen wurden.
Auf dem Stein von Rosetta ist das noch nachzulesen.
Die katholische Kirche hat es festgeschrieben; z.B. steht im Lehrbuch
von Neuner-Roos, „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der
Lehrverkündigung“ unter der Nr. 582: „Wer sagt, im heiligen Sakrament
der Eucharistie dürfe Christus, der einziggeborene Gottessohn, nicht
auch mit der äußeren Huldigung der Gottesverehrung angebetet werden, und
deshalb solle er auch nicht durch eine besondere äußere Feierlichkeit
verehrt werden, und man solle ihn nicht nach der lobenswerten und
allgemein verbreiteten Sitte und Gewohnheit der heiligen Kirche bei
Prozessionen feierlich umhertragen oder nicht öffentlich dem Volk zur
Anbetung zeigen, und seine Anbeter seien Götzendiener, der sei
ausgeschlossen.“ Wir wissen: „ausgeschlossen“ heißt letztlich soviel
wie „verdammt“.
Was wir von Fronleichnam kennen und weiteres mehr, gab es also
tatsächlich schon im Heidentum. Das geht bis in die Einzelheiten. Auch
im Heidentum gab es die Halteplätze, die Altäre, die Gläubige vor ihrem
Haus errichten konnten, an denen die Prozession kurz stehenblieb. Es gab
nächtliche Prozessionen mit Fackeln und Wachskerzen; man sang dabei
Melodien. Es gab auch weißgekleidete Neu-Eingeweihte – denken wir an die
Kommunionkinder. Bis in alle Details finden wir diese heidnischen
Rituale in denen der katholischen Kirche wieder vor.
Auf der anderen Seite besteht aus katholischer Sicht der sogenannte
„Hostienfrevel“: Jeder, der die Hostie nicht so behandelt, wie sie nach
katholischem Glauben behandelt werden soll, gilt als Frevler. In der
Vergangenheit wurden solche Menschen durch die Inquisition hingerichtet.
Vor allem Juden wurden beschuldigt, Hostien geschändet zu haben. Erst
vor einigen Jahren wurde in Indonesien ein Mann zu einer mehrjährigen
Zuchthausstrafe verurteilt, weil er eine Hostie mit nach Hause nahm, die
zuvor der Priester geweiht hatte.
Ein Hostienfrevler wäre aus katholischer Sicht sicherlich auch der
deutsche Schriftsteller Arno Holz, der Anfang des 20. Jahrhunderts lebte
und folgendes Gedicht verfaßte:
„Ach, sag ich, nützlicher als alle Bibeln
sind momentan uns unsere Volksschulfibeln.
Denn nur ein Narr beugt heut’ noch seinen Nacken
vor Göttern, die aus Weizenmehl gebacken.“
Daß die katholischen „Götter“ aus Weizenmehl gebacken werden, wie es
Arno Holz in seinem Gedicht ausdrückte, ist im übrigen von der
Vatikankirche festgeschrieben. Im Codex des kanonischen Rechts, dem
katholischen Kirchenrecht also, lesen wir in Kanon 924, § 2: „Das
Brot muß aus reinem Weizenmehl bereitet und noch frisch sein.“ Also
vermutlich funktioniert die Wandlung einer Hostie nur bei Weizenmehl. Da
hat man schon das Gefühl, die „richtigen“ Zutaten seien wichtig – wie
bei Magie oder Zauberei.
Im Heidentum glaubte man, daß durch die Rituale die Kraft des Gottes auf
die Menschen übergehe. Eine solche Übertragung magischer Kräfte finden
wir heute noch in der katholischen Kirche. Die Katholiken sind davon
überzeugt, durch die Teilnahme an der Kommunion eine besondere Stärkung
ihrer Seele zu erfahren.
Dazu schreibt Robert Kehl in seinem Buch „Die Geheimnisse der Kirche“: „Die
Gläubigen“ – er bezieht dies unter anderem auf den Osiris-Kult –
„stellten sich schon in den heidnischen Mysterien vor, in dem, was sie
verzehrten bzw. tranken, z.B. im Brot und Wein, seien Gottes Leib und
Blut real gegenwärtig.“ (Robert Kehl, „Die Geheimnisse der Kirche“,
1977, S. 32)
Dieser Lehrsatz, Gott sei in der Hostie und im Wein real gegenwärtig,
war in der ganzen Antike umstritten. Kirchenlehrer und auch Päpste haben
sich dagegen ausgesprochen; dennoch wurde diese These 1215 zum Dogma
erhoben.
Der eine oder andere denkende Zeitgenosse mag hier stutzig werden und
fragen: Ist es nicht eine Form von Kannibalismus, wenn der reale
Christus – in Form der Hostie – verzehrt wird? – Das ist sicherlich der
Fall. In den Steinzeitkulturen ging man davon aus, daß die Kraft durch
das Verzehren des getöteten Feindes auf den Essenden übergeht. In diesem
Fall ist es ähnlich.
Die Stieropfer im Attis-Kult wurden übrigens auch unter dem heutigen
Petersdom durchgeführt. Unter diesen Gebäuden befindet sich eine
heidnische Opferstätte, wo diese Attis-Schlachtungen vollzogen wurden.
(Robert Kehl, a.a.O., 1977, S. 30)
Obelisken, Symbole für grausame Gewaltherrschaft,
ermöglichten die Aufnahme der Verbindung
zu „Göttern“, zu dämonischen Kräften.
À propos Petersdom. Vor diesem steht ein riesiger Stein,
ein Obelisk. Obelisken stammen aus Ägypten. Dort wurden sie in einem
Sonnenkult verehrt, und zwar stellt ein Obelisk eine Pyramide dar: die
steingewordenen Strahlen des Sonnengottes; sie ermöglichen die
Kommunikation aus dem irdischen Bereich zu dem der Götter und umgekehrt.
Insgesamt dreizehn dieser Obelisken wurden aus Ägypten nach Rom
gebracht. Sie stehen fast alle vor Kirchen, unter anderem vor dem
Petersdom und vor dem Lateranpalast. Letztendlich symbolisieren sie das
Götzentum. Man hat ein christliches Mäntelchen darübergelegt, vielleicht
ein Kreuz daraufgesetzt, und erklärt, nun wäre es christlich. Doch das
Ganze ist nichts anderes als heidnische Götzenanbetung.
Die Frage erhebt sich: Kann man über einen solchen Obelisken Kontakt mit
Astralkräften herstellen?
Früher, im alten Ägypten, hat man das geglaubt. Denn wie es in Wikipedia,
der freien Enzyklopädie, heißt, stellt ein Obelisk „die Verbindung
zwischen der hiesigen und der Götterwelt“ dar. Fragen wir also: Was
läuft im Vatikan alles ab? Was hat der Papst mit dem Obelisken überhaupt
vor? An der Aufstellung der Obelisken in Rom waren immer die Päpste mit
beteiligt – vielleicht wissen sie ja, wie man über solche Steine
Verbindung aufnehmen kann?
Angesichts dessen, daß es sich bei der Götterwelt um die Astralwelt
handelt, die satanisch ist, könnte man daraus Rückschlüsse ziehen, von
wem der Stuhl Petri beeinflußt wird.
Der Papst, der den Obelisken direkt vor dem Petersdom hat aufrichten
lassen, war Papst Sixtus V. Dieser Papst hat zwar nur fünf Jahre regiert
– von 1585 bis 1590 –, doch er hatte einen sehr ausgeprägten Ehrgeiz; er
wollte ein neues Rom erstehen lassen. In seinem Reich, im sogenannten
Kirchenstaat, verbreitete er aber Angst und Schrecken durch sein
rücksichtsloses Vorgehen gegen die Bevölkerung. Er verhängte die
Todesstrafe z.B. für Abtreibung, für Kuppelei und Diebstahl. Mit der
großen Zahl von Straffälligen machte er auf seine Weise kurzen Prozeß,
nach seinem Grundsatz: „Solange ich lebe, muß jeder Verbrecher
sterben.“ Er ließ „in der Tat unzählige Menschen köpfen und die
abgeschlagenen Köpfe zur Abschreckung öffentlich aufspießen. Bald darauf
hieß es in Rom, auf der Engelsbrücke seien mehr abgeschlagene Köpfe zu
sehen, als es Melonen auf dem Markt gebe“. (Museion 2000 6/92, „Die
Obelisken - Stacheln des Todes“, S. 40) – Denken wir nun an den
Obelisken, so dürfte es kein Zufall sein, daß dieser Mann, der Menschen
enthaupten und deren Köpfe aufspießen ließ, auch einen Obelisken –
griechisch: „Spießchen“ – aufzustellen befahl.
Den Obelisken vor dem Petersdom holten die Römer ursprünglich aus
Ägypten und ließen ihn zunächst im Zirkus des Nero aufstellen – im
Zirkus des Nero, wo sehr viele Hinrichtungen, unter anderem von
Christen, stattgefunden hatten. Auch hier erweist sich der Obelisk
wieder als ein Symbol für große Gewalt und Grausamkeit.
Interessant ist noch zu wissen, daß dieser Obelisk vorher genau im
Zentrum des ägyptischen Heidentums stand, bei dem Tempel in Betshemesch,
auch Heliopolis genannt. Vermutlich liegt ein tiefer Sinn darin, daß
derselbe Obelisk nun vor dem Petersdom steht.
Zum Äußeren dieses Obelisken: Er ist 320 Tonnen schwer, 40 Meter lang,
aus rotem Granit, und war damals natürlich sehr, sehr schwierig zu
transportieren. Doch Papst Sixtus wollte ihn ja unbedingt versetzt
haben, damit er auf dem Petersplatz steht. Und für den Fall, daß der
Obelisk auf dem problematischen Transport Schaden nehmen sollte, drohte
der Papst dem Bauingenieur mit der Todesstrafe. So haben sie es mit 45
Winden, mit 160 Pferden und 800 Arbeitern – nachdem das Unternehmen um
ein Haar gescheitert wäre – schließlich geschafft, den Obelisken am 10.
September 1585 aufzurichten. (Ralph Woodrow, „Die Römische Kirche.
Mysterien-Religion aus Babylon“, Verlag 7000, 1992, S. 45)
Diesen großen Stein zu bewegen, erforderte einen ungeheuren
Energieaufwand. Es dauerte einige Monate, bis er schließlich dort stand,
wo er hin sollte. Man muß sich einmal bewußt machen: Der Obelisk ist ein
Symbol für den ägyptischen Sonnengott, Amon Re, der verwandt ist mit dem
Baal in der Mythologie der Kanaaniter und Babylonier. Dieser
symbolträchtige Stein erinnerte auch daran, daß die Göttin Ischtar
(auch: „Astarte“) hingerichtet wurde, weil sie sich von diesem „Gott“,
Amon Re oder Baal, abgewendet hatte; und zwar wurde sie gepfählt. Der
Pfahl – ebenso der Obelisk – ist also ein Hinrichtungsinstrument und ein
Warnzeichen an alle Gegner des „Gottes“, sich nicht dem Kult dieses
„Gottes“ zu entziehen. (Nach: Museion 2000 a.a.O., S. 35)
Da dieser Obelisk ein Symbol für grausame Gewaltherrschaft ist, muß man
sich schon fragen: Weshalb haben die Römer ausgerechnet ihn und weitere
aus Ägypten geholt, und weshalb hat ihn dann 1000 Jahre später ein Papst
mit so hohem Energieaufwand aufstellen lassen? Einen zweiten postierte
er vor dem Lateranpalast, der damaligen Wohnung der Päpste. Später
ließen andere Gewaltherrscher, z.B. Napoleon, solche Obelisken auch in
ihren Städten aufstellen. Einer steht in Paris, einer in London,
ebenfalls einer in New York. Wir sehen, wie sehr dieses magische Symbol
im sogenannten „christlichen Abendland“ tatsächlich Fuß gefaßt hat, als
Symbol für Gewaltherrschaft und als Symbol für die magische Verbindung
zur dämonischen „Götterwelt“, letztlich zum Gott der Unterwelt.
Der magische Charakter kirchlicher Bräuche –
entlehnt aus dem Voodoo-Kult
Auf Elemente des Magischen trifft man im Katholizismus
immer wieder. Die Bischöfe müssen ein Brustkreuz, versehen mit einer
Reliquie, tragen. Darüber steht in einem katholischen Buch (Jürgen
Lenssen (Hrsg.), „Domschatz Würzburg“, Regensburg 2002), das sei zur
Abwehr der feindlichen Kräfte. Aber auch etliche weitere katholische
Bräuche haben magischen Charakter.
Für Menschen im Abendland ist es normal: Die Kirche hat eine Glocke, die
geläutet wird. Aber warum geschieht das? Und warum segnet man eine
Glocke? Wer nachliest, stößt immer wieder auf magische, rituelle
Aspekte. Z.B. lesen wir von der Glocke: „Sie dient zur Abwehr gegen
alle dämonische Macht. Da eine nichtgeweihte Glocke der Macht des
Teufels unterworfen ist, kennt die Kirche die Glockenweihe. Und der
geweihten Glocke werden wunderbare Kräfte zugeschrieben – einerseits
ihrem Klang, aber auch der Glockenschmiere, dem abgefeilten
Glockenmetall oder dem Glockenstrang – diese fanden früher als
Heilmittel in der Volksmedizin Verwendung.“ („Mittel zum Heil“, Haus
zum Dolder, Beromünster 2005, Heft Nr. 7, S. 23)
All dies findet man auch im Voodoo-Kult, zu dem es unglaublich viele
Parallelen gibt. Im Voodoo-Kult werden ebenfalls Glocken verwendet. Die
Menschen dort wissen, welche Klänge welche Geister anziehen, wie oft und
in welchem Rhythmus sie sie schlagen müssen. Weitere Parallelen: Aus
heidnischen Kulten sind Fetisch-Flaschen bekannt, deren Inhalt eine
zauberkräftige Wirkung zugeschrieben wurde. Im Mittelalter konnte man in
katholischen Kirchen – und heute noch z.B. in Lourdes – geweihtes Wasser
in Flaschen erwerben. Auch das Weihwasser, den Weihrauch – alle diese
rituellen Elemente gibt es im Voodoo-Kult auch, und alles hat viel mit
Magie zu tun. Letztlich dient all dies der Anrufung der sogenannten
„Götter“, also „Beschwörung“ der Unterwelt, der Dämonen.
Vielsagend ist auch das Bodenküssen, ein altes Ritual aus dem
Voodoo-Kult, das Papst Johannes
Paul II. auf seinen vielen Reisen regelmäßig praktizierte. Immer, wenn
er aus dem Flugzeug stieg, küßte er als erstes den Boden. Die wenigsten
Menschen wissen, daß das sonst nur die Voodoo-Priester tun. Man darf
neugierig sein, ob der neue Papst diesen Kult weiterführt. Von Jesus
oder Seinen Aposteln sind solche Rituale jedenfalls nicht überliefert.
Was die katholische Religion zum Teil praktiziert bzw. über Jahrhunderte
praktiziert hat, geht oft noch weit über die Praxis des im Ursprung
afrikanischen Voodoo-Kultes hinaus. Hier soll nur ein Beispiel genannt
werden: die Zerstückelung der Leichen der Bischöfe in Würzburg.
Seit 1150 bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Würzburg die Körper
der Bischöfe nach ihrem Tod geöffnet. Ihre Eingeweide wurden in der
Festungskirche beerdigt. Das Herz ging meist als Reliquie auf
Wanderschaft und landete oft in einem Kloster. Und warum? „Damit wollten
sich die Bischöfe des Gebets der Mönche versichern“, wie es wörtlich
heißt. Als Begründung muß der Satz von Jesus aus der Bergpredigt
herhalten: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ („Domschatz
Würzburg“, Jürgen Lenssen, Hrsg., Regensburg 2002, S. 42)
Der Körper des Verstorbenen wurde mit bischöflichem Meß-Ornat, mit Mitra
und Ring bekleidet; Grabbeigaben waren meist der Bischofsstab, ein Kelch
oder auch ein Schwert. Das Ritual der Grabbeigaben hat keinen
christlichen Hintergrund, sondern ist ein heidnischer Brauch. Man kennt
Grabbeigaben von den ägyptischen Pharaonen und aus anderen heidnischen
Völkern.
Auch das Ritual der Leichenzerstückelung hat natürlich keine
christliche, sondern eine heidnische Wurzel. In alten Legenden heißt es:
Als Nimrod aus Babylon, Gewaltherrscher und Jäger, starb, wurden seine
Gliedmaßen einzeln von seinem Körper gerissen. Ein Teil wurde an diesem
Platz beerdigt, ein anderer Teil an jenem. (Ralph Woodrow, „Die Römische
Kirche. Mysterien-Religion aus Babylon“, Verlag 7000, S. 15) Dieses
magische Ritual aus Babylon könnte als Inspiration gedient haben.
Wenn jemand denkt, es sei heute anders, dann hat er vielleicht
vergessen, was vor kurzem auf dem Titel der auflagenstärksten Zeitung
Deutschlands zu lesen war, daß nämlich die katholischen Polen das Herz
des verstorbenen Papstes wollten, um es in Polen, also separat vom
Körper, aufzubewahren.
Die Säuglingstaufe –
Zwangsmitgliedschaft Unmündiger,
massive Mißachtung des freien Willens
Aber auch die Zeremonie der Taufe steckt voller Magie,
und dieser magische Brauch stammt ebenfalls aus dem Heidentum. Wir
finden in dem Buch von Robert Kehl „Die Geheimnisse der Kirche“
interessante Details über die Taufe, wie sie in den heidnischen Kulten
vollzogen wurde. Dort wird hingewiesen „auf das Eintauchen bzw.
Untertauchen in das Wasser ..., das Übergießen mit Wasser, das Anblasen,
das Bestreichen mit Speichel, das Tragen schneeweißer Kleider seitens
der Neugetauften, die Vorstellung, daß die Taufe die Teufel austreibe“.
Ferner wird erwähnt: „das anschließende Fest mit Beschenkung des
Neugetauften“. Es gab „Kerzen ... Taufpaten, Taufunterricht, dem
sich die Katechumenen zu unterziehen hatten, ferner die Nottaufe, die
Kindertaufe und das feierliche Taufgelübde“. (Robert Kehl, „Die
Geheimnisse der Kirche“, S. 28)
Wir sehen: Vieles, was im Heidentum gang und gäbe war, wurde von der
Kirche übernommen und ist nun dort gang und gäbe – eine Fülle von
heidnischen Einflüssen. Die ersten Christen hingegen kannten nur eine
feierliche Aufnahme in die Gemeinde. Und es waren natürlich Erwachsene,
die diesen Schritt, ganz bewußt und frei, vollzogen.
Die Kindertaufe kam erst viel später, im 5. und 6. Jahrhundert, dazu.
Und was bedeutet Kindertaufe bzw. Säuglingstaufe? Das ist eine
Zwangsmitgliedschaft von kleinen Wesen, die überhaupt noch nicht selber
entscheiden können. Kurzerhand „einverleibt“ in eine Institution, sind
sie praktisch schon von klein auf darin eingefangen – und zwar, wie
soeben ausgeführt, in eine magische Institution, die letztlich mit den
Kräften der Unterwelt arbeitet.
Die Institution Kirche selber kennt diese Zusammenhänge. Es gibt ein
Buch von Egon von Petersdorff (Dämonologie I), der päpstlicher
Geheimkämmerer war, als er es schrieb, und der sich sehr eingehend mit
dem Aspekt der Anwendung der dämonischen Fähigkeiten auseinandersetzte.
Die katholische Kirche weiß ganz genau, daß es – wie es auch bei dem
Obelisken der Fall war bzw. ist – Orte gibt, an denen vorwiegend Götzen-
und Dämonenkulte gepflegt werden, und daß die Dämonen – so sagt die
katholische Kirche selbst – diese Orte bevorzugen. Der Stuhl Petri und
seine „Eingeweihten“ glauben an diese Orte und manifestierten Symbole,
die es dem Dämon ermöglichen, zu wirken.
Zum Treiben der Dämonen gehört auch die Mißachtung des freien Willens,
wie z.B. die Säuglingstaufe eine massive Mißachtung des freien Willens
ist. Im Zusammenhang damit steht ein interessanter Vorgang, von dem die
Zeitschrift FOCUS Nr. 20/2005, S. 44, berichtet. Dort lesen wir, daß in
zwei Fällen Kinder im Alter von 8 bzw. 10 Jahren selbst den Wunsch
hatten, am Religionsunterricht teilzunehmen, und sie wollten getauft
werden. Jetzt könnte man glauben, die Kirche freue sich darüber. Doch
weit gefehlt! Der Kirche ist es sogar peinlich. Und wir lesen dann in
einer Stellungnahme des Erzbistums München zu dieser Frage: „Wenn
auch nicht wenige Eltern sich die Frage stellen: Dürfen wir in einer so
wichtigen Sache gleichsam über den Kopf der Kinder hinweg entscheiden?“,
so sei doch „selbstverständlich“ die „frühestmögliche“
Taufe zu favorisieren.
Daß es die Pfarrer nicht begrüßen, wenn Kinder erst mit 10 oder 12
Jahren getauft werden, nimmt nicht wunder, denn das steht ja konträr zur
Säuglingstaufe und schränkt somit die Macht der Kirche ein. Eltern, die
die Säuglingstaufe ablehnten und ihre Kinder nicht sofort nach der
Geburt taufen ließen, wurden noch in der Reformationszeit als sogenannte
„Wiedertäufer“ – von der Romkirche wie von der Lutherkirche
gleichermaßen – verfolgt und hingerichtet.
Im dritten Jahrhundert hat die Kirche bereits behauptet – so schreibt
der Historiker Karlheinz Deschner in seinem Buch „Abermals krähte der
Hahn“: „... der erste Schrei des Kindes bei seinem Eintritt in die
Welt sei kein Klageschrei ..., sondern ein Schrei des Kindes nach der
Taufe.“ (Karlheinz Deschner, „Abermals krähte der Hahn“, S. 265)
Es ist heute so, daß man durch die Taufe mit allen Konsequenzen und
Rechtsfolgen Mitglied der Kirche wird. Also muß ein getaufter Säugling,
der eine Erbschaft macht, sofort Kirchensteuer zahlen. Bereits eine
Woche nach seiner Taufe gilt: Erbt er etwas, so muß er an die Kirche die
Steuer entrichten. – Der Teufel ist geschäftstüchtig.
Das gibt es auch in der evangelisch-lutherischen Kirche. Vor vielen
Jahren suchten Eltern eines Säuglings, die sehr begütert waren, einen
Rechtsanwalt auf. Ihr Kind war von einer Krankenschwester im
Entbindungsheim getauft worden, ohne daß die Eltern darüber informiert
wurden. Als diesem Kind nach wenigen Monaten eine sehr große Erbschaft
zufiel, bekam es prompt einen Kirchensteuerbescheid. Daraufhin mußte
erst ein Prozeß geführt werden. In zwei Instanzen mußte dargelegt
werden, daß diese Taufe ein „gewalttätiger“ Vorgang gewesen war, weil
die Eltern nichts davon wußten. – Eigentlich ist die Säuglingstaufe
immer ein gewalttätiger Vorgang. Normalerweise sagt man allerdings: Wenn
die Eltern diesem Gewaltakt zustimmen, dann sei dies erlaubt. Aber im
vorliegenden Fall wußten die Eltern nicht einmal davon, und die Kirche
schämte sich nicht, Steuern zu erheben – aufgrund einer Zwangstaufe
durch eine Krankenschwester.
Im 19. Jahrhundert gab es sogar einen Papst, nämlich Pius IX. – er wurde
erst vor wenigen Jahren seliggesprochen –, der ein jüdisches Kind, das
von einem Kindermädchen notgetauft worden war, seinen Eltern wegnehmen
und zu einem katholischen Priester erziehen ließ.
Für solche Beispiele muß man im Grunde dankbar sein, denn sie öffnen dem
arglosen und gutgläubigen Zeitgenossen die Augen. Wer die Binde der
Indoktrination von den Augen streift und mit klarem Verstand so manches
altgewohnte Kirchliche unvoreingenommen betrachtet, der wird bei der
Fülle an Absonderlichkeiten aus dem Kopfschütteln nicht mehr
herauskommen. An dem soeben angeführten Beispiel wird klar, worum es
wirklich geht: Es geht ums Geld, es geht ums Geld – und es geht nochmals
ums Geld und sonst um gar nichts.
Die
Hintergründigkeit priesterlicher Sterbebegleitung
Sogar beim letzten Sakrament, der Krankensalbung – kurz
vor dem Leibestod –, geht es vielfach ums Geld.
Die „Letzte Ölung“ hat ihre tiefste Wurzel zunächst einmal in der frühen
Volksmedizin. Bestimmte Arten von Öl haben ja eine desinfizierende
Wirkung. Schon in der Antike wußte man, daß Anwendungen mit Öl heilen
können. Man stellte sich nun vor, Öl könnte sowohl für den Körper wie
auch für die Seele heilend sein, ja das Öl könne sogar Teufel
austreiben. Daraufhin haben schon die Priester in der heidnischen Zeit
diese Salbung mit Öl an sich gezogen und daraus ein Ritual gemacht. Sie
salbten z.B. Könige, sie salbten Priester. Auf jeden Fall wurde durch
dieses Salbungsritual das – verpflichtende – Band zwischen Priesterkaste
und dem jeweiligen Amtsträger fester geknüpft.
Die ersten Christen kannten zwar die Heilwirkung von Ölen, schätzten sie
als wohltuend und heilend für den Körper und wendeten sie entsprechend
an. Doch bei ihnen konnte jeder diese Ölung bzw. Salbung
vornehmen. Wir wissen ja aus dem Neuen Testament, daß eine „Sünderin“
die Füße des Jesus von Nazareth salbte.
Die Jesuiten Matthew und Dennis Linn schreiben zu diesem Thema
folgendes: „Bis zum 8. Jahrhundert wurde die Salbung durch Laien
nicht nur geduldet, sondern ermutigt. Später jedoch blieb die Salbung
dem Priester vorbehalten.“ (Matthew und Dennis Linn, „Beschädigtes
Leben heilen“, Graz 1984, S. 40)
Auch hier haben also die Priester etwas an sich gerissen, monopolisiert,
zum Ritual erhoben; damit machten sie sich unentbehrlich – nur sie
konnten dieses Ritual durchführen. Sie begleiteten dann den Menschen auf
seinem letzten Weg und vermittelten ihm in magischer Weise den Eindruck,
nur sie wären in der Lage, ihm beim Sterben behilflich zu sein.
Möglicherweise geschah das auch mit dem Hintergedanken, daß das Letzte,
was dieser Mensch sieht, ein Priester und ein kirchliches Ritual sein
soll, ein Bild, mit dem er dann ins Jenseits geht und an das er auch als
Seele gebunden bleibt.
In vielen heidnischen Kulten gibt man den Verstorbenen etwas mit und
meint, man könne über diese Beigabe im Diesseits auf seine Seele im
Jenseits Einfluß ausüben.
In der Praxis ist jedoch die „Letzte Ölung“ heute ein sehr mit Angst
besetztes Sakrament, weil auf diese Weise der Priester zu einer Art
Todesboten wurde. Steht er mit dem Ölfläschchen im Türrahmen, ist das
für den Kranken oder Sterbenden oft gleichbedeutend mit: Jetzt ist der
Sensenmann da.
Gerade in Sterbefällen ist auch aus einem anderen Grund sehr große
Wachsamkeit geboten, denn viele Menschen vererben in ihren letzten
Stunden der Kirche noch einen Großteil ihres Vermögens. Es sind Fälle
bekannt, daß die gesetzlichen Erben völlig entsetzt reagierten, als sie
erfuhren, daß kurz vor dem Hinübergehen in Gegenwart des Priesters noch
Überschreibungen von Vermögen an die Kirche stattgefunden hatten.
Es handelt sich also bei der „Letzten Ölung“ um ein Sammelsurium von
äußeren Salbungsritualen aus dem Heidentum, verbunden mit ganz
praktischen Erwägungen und Absichten: Hier wird jemand endgültig in den
kirchlichen Leib hineingesalbt, und dann kann er vielleicht noch im
Irdischen etwas für die Kirche tun.
Ein „ketzerischer“ Gedanke dazu: Der Mensch auf dem Totenbett glaubt
angesichts des Ölfläschchens den „Sensenmann“ zu sehen. Das stimmt in
vielen Fällen – denn dieser Sensenmann sägt gleichsam die letzte Habe
des Sterbenden ab.
Es war sehr schlimm mit der Erbschleicherei. Schon in der Antike
predigte die Kirche zum Teil, es sei eine Sünde, etwas an seine Kinder
zu vererben. Man hat somit den Menschen nahegelegt: Wenn ihr wirklich
gute Kirchenchristen sein wollt, dann spendet ihr euer Vermögen der
Kirche und gebt es nicht euren Kindern.
Das ist vermutlich auch der wahre Grund für den Zölibat gewesen: Damit
konnte ausgeschlossen werden, daß die Priester von dem Kircheneigentum
etwas an eventuelle Nachkommen legal vererben. Die illegalen Nachkommen
waren im Erbe ohnehin nicht zu berücksichtigen.
Bereits im 4. Jahrhundert nahm die Erbschleicherei durch den damaligen
Papst Damasus derart krasse Formen an, daß der Kaiser eingreifen mußte.
Um nicht in den Verdacht der Ketzerei zu gelangen, hinterließen später
im Mittelalter viele Grundbesitzer oder Pächter bei ihrem Tode einen
Teil ihres Grund und Bodens oder ihres Vermögens der Kirche. Denn auch
ein Toter konnte noch der Ketzerei angeklagt werden, um den Nachkommen
das gesamte Erbe zu rauben. Papst Alexander III. verfügte bereits 1170,
daß kein Testament gültig sei, das nicht in Gegenwart eines Priesters
verfaßt worden war. Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufstellte,
ohne diese Vorschrift des Papstes zu beachten, wurde mit dem Kirchenbann
bestraft. Die Kirche beanspruchte für sich das alleinige Recht, ein
Testament gerichtlich zu bestätigen. Testamentarische Erbschaften an die
Kirchen galten laut Kirche als verläßliches Hilfsmittel, um die
Leidenszeit im Fegefeuer zu verkürzen. So machte die Angst vor ewigen
Höllenstrafen die Gläubigen nicht nur krank, sondern sie brachte und
bringt weiterhin der Kirche einen schönen Batzen Geld ein. (Nach Will
Durant, „Kulturgeschichte der Menschheit“, Band 6, S. 454) – Leider ist
heute die Grauzone recht groß. Selten kommt so ein Skandal an die
Öffentlichkeit, aber wer ein bißchen herumhört, der erfährt, daß es doch
oft noch so praktiziert wird.
Von Interesse ist die Frage: Wenn ein Sterbender dieses letzte Sakrament
nicht empfängt – kann seine Seele dann trotzdem in den Himmel eingehen,
oder hat ihn die Kirche auch schon wieder verdammt?
Nach katholischer Theologie ist es so: Hat der auf dem Sterbebett
Liegende an eines der katholischen Dogmen nicht geglaubt oder
beispielsweise – wie sich neulich der jetzige Papst ereiferte – „ohne
Trauschein“ in einer Partnerschaft gelebt, so befindet er sich im
Zustand schwerer Sünde. Wird jetzt nicht noch der magische Akt einer
Beichte vollzogen, dann landet die Seele dieses Sterbenden nach
kirchlicher Sichtweise zweifellos in der ewigen Hölle. Die Letzte Ölung
versucht man mit einer Art Absolution zu verbinden. Ist der Sterbende
noch in der Lage, seine Sünden zu bereuen, kann ihm also die Salbung aus
dem Fläschchen in letzter Sekunde noch die „Rettung“ bringen. – Übrigens
auch eine merkwürdige Vorstellung von Gerechtigkeit!
Ist der Sterbende nicht mehr in der Lage, die Salbung aus diesem
Fläschchen zu empfangen, und stirbt er im Zustand einer „schweren
Sünde“, so ist er – laut Kirche – ewig verdammt. Angesichts all dieser
Tatsachen gewinnt man den Eindruck, es gäbe mehr ewig Verdammte als
Heimgekehrte. Und es ist in der Tat so. Nach kirchlichem Urteil schmort
der größte Teil der Menschheit bereits jetzt in der Hölle, und der
größte Teil der jetzt Lebenden würde sich dort ebenfalls einfinden, wenn
die katholische Lehre der Wahrheit entspräche.
Der Papst ist doch der „Lenker des Weltkreises“. Wohin lenkt er die
Menschen? In den Himmel zu Gott oder in die ewige Verdammnis, in die
Hölle? – Die Antwort auf diese Frage kann nur lauten: Nach seiner
eigenen Auffassung, den größten Teil in die Hölle. Denn die Dogmen, die
er verkündet, werden vom größten Teil der Menschen nicht geglaubt,
geschweige denn befolgt. Folglich fahren sie nach Meinung des Papstes in
die Hölle ...
Wohin führt der Papst
die Jugendlichen?
Im August 2005 fand das Weltjugendtreffen in Köln mit
dem Papst statt. In einer Zeitung waren sehr viele Jugendliche
abgebildet unter der Überschrift: „Papst Benedikt XVI.: Führe uns zu
Jesus!“ Diese Jugendlichen glauben und hoffen also, daß sie zu Jesus,
dem Christus, geführt werden. Aber wohin werden sie wirklich gelenkt?
Sie werden dahin gelenkt, daß sie ihren Verstand an der Garderobe
abgeben sollen. Der jetzige Papst hat – als er noch Kardinal Ratzinger
war und Leiter der Kongregation für Glaubensfragen – dem Theologen Tissa
Balasuriya in Sri Lanka ein Schreiben geschickt, des Inhalts, daß dieser
sich unterwerfen solle. Jener Theologe war in einigen Fällen
abweichender Meinung. In dem Schreiben steht, was er unterschreiben
sollte, z.B. den Satz: „Außerdem nehme ich mit religiöser
Unterwerfung des Willens und des Intellekts sowohl alle Lehren, die der
Papst, als auch alle Lehren, die das Bischofskollegium verkündet, an,
wenn sie das ordentliche Lehramt ausüben und auch wenn sie diese Lehren
in einer nicht endgültigen Art und Weise vortragen.“
Und nicht nur dieser Theologe, sondern alle Gläubigen müssen ihren
Willen und ihren Intellekt unterwerfen und auch das glauben, was sie vom
Verstand her überhaupt nicht einsehen können – einschließlich dessen,
was gar nicht in der feierlichen Form eines Dogmas verkündet wird,
sondern ebenso das, was der Papst so nebenbei von sich gibt.
Papst Benedikt XVI. führt die Jugend – wohin? Papst Benedikt führt die
Menschheit – wohin?
Betrachtet man angesichts der dargelegten Hintergründe und Fakten das
ganze Ausmaß der Kulte, Riten, Dogmen und Zeremonien dieser Religion, so
ist festzustellen: Der Katholizismus ist nichts anderes als eine reine
Mumien- und Reliquien-Religion, und dorthin führt der Papst
logischerweise, denn darauf ist das ganze Lügengebäude aufgebaut.
Und wer sitzt auf dem Stuhl Petri? – Die Frage kann sich jeder selbst
beantworten, der genau hinschaut. Die Vertreter dieser Kirche tragen
angeblich den Leib Christi durch die Straßen. Sie essen diesen „Leib
Christi“. Die Vertreter der katholischen Kirche tragen Knochen als
Amulette um den Hals; sie feiern ihre sogenannten Meßopfer an Altären,
die Knochen enthalten. Sie gebieten ihren Gläubigen, tote Knochen zu
verehren. Und sie glauben, am Ende würden sich alle diese Knochen wieder
vereinigen und zum Jüngsten Gericht versammeln.
Nimmt man all dies zusammen, dann wähnt man sich im heidnischen Ägypten
oder in einem magischen Zirkel, in einem Satanskult, in einem Kult, der
die Materie zum absoluten Sein erhebt, der den Geist eliminiert hat.
Deshalb kann es auf die Frage „Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?“ nur eine
Antwort geben: Jemand, der von dämonischen Einflüssen geleitet ist und
einen Glauben verkündet, der dämonische Inhalte, doch mit Jesus, dem
Christus, nichts, absolut überhaupt nichts zu tun hat.
Urchristen stehen auf gegen den Mißbrauch
des Namens „Christus“
Das ist auch der Grund, warum wir Urchristen uns mit
dieser heidnischen Götzen- und Kultreligion überhaupt beschäftigen,
nämlich deswegen, weil dieser heidnische Clan den Anspruch erhebt,
christlich zu sein.
Wenn er sich so bezeichnen würde, wie er ist, nämlich heidnisch, hätte
niemand etwas dagegen. Aber daß für diese Art, die Menschen in die Irre
zu führen, der Name des Jesus, des Christus, mißbraucht wird – deshalb
stehen Urchristen auf und klären die Menschheit über die wahren
Hintergründe auf; deshalb wenden wir uns auch an unsere Mitmenschen
weltweit mit unserer Reihe „Für gute Analytiker – Wer sitzt auf dem
Stuhl Petri?“
Wir Urchristen stehen also auf, um den Namen des Jesus, des Christus, zu
rehabilitieren. Aufgrund dessen, was wir nun über den magischen
Heidenkultglauben der katholischen Kirche, über ihren Götzendienst,
erfahren haben, erkennt jeder gute Analytiker, daß das mit der genialen,
praktischen und wahrhaftigen Lehre des Jesus von Nazareth wahrlich
nichts zu tun hat. Und wie es zu allen Zeiten war, so ist es auch heute:
Die göttliche Welt schweigt nicht zu all dem, was in ihrem Namen, aber
gegen ihren Sinn getan wird.
Im April
2005, nachdem ein deutscher Großinquisitor den Stuhl Petri bestiegen
hatte, sprach Gott, der Ewige, durch Gabriele, Seine Prophetin und
Botschafterin für unsere Zeit, zu uns Menschen:
„Ich Bin der allgegenwärtige Gott, Der in jedem Menschen wohnt und in
allen Lebensformen der Erde, der ganzen Unendlichkeit. Ich Bin nicht der
Gott der starren Traditionen, nicht der Gott der Dogmen und Riten, nicht
der Gott, der Menschen abhängig macht und mit Drohgebärden an eine
heidnische Kunstreligion bindet.
Die kirchlich gekrönten Häupter nehmen Meinen Namen und den Namen Meines
Sohnes in ihren Mund. Geschickt, mit intellektueller theologischer
Rhetorik, stimmen sie das Volk auf ihre Verdammungslehre ein und machen
die Menschen glauben, Ich sei mit der Lehre der kirchlichen Verführer,
mit ihren Traditionen und Riten. Ihr Herz ist jedoch kalt und von
Machtanspruch geprägt. Wer ein sogenanntes Dogmenspiel inszeniert, hat
keine Ahnung von dem All-Einen, Der Ich Bin, und von Meinem Sohn.“
(Gabriele,
„Für erfahrene Analytiker. Entdecken Sie die
Wahrheit! Die kirchliche und staatliche Gewalt und die Gerechtigkeit
Gottes“, Verlag DAS WORT, 2005, S. 198 ff)
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